von Zanthier, Hans-Georg

 

* 21. August 1891, Treblin, Kreis Rummelsburg

† 2. September 1969, (Wiesbaden)

 

Hans-Georg von Zanthier trat am 12. September 1910 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Garde-Feldartillerie-Regiment. Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 27. Januar 1912 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 30. Januar 1910 datiert. Als solcher wurde er dann als Batterieoffizier im 2. Garde-Feldartillerie-Regiment eingesetzt. Auch kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges Anfang August 1914 gehörte er dann als Leutnant noch zu seinem Regiment. Am 18. September 1915 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 18. Oktober 1918 wurde er dann zum Hauptmann befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Er wurde dann 1919 als Hauptmann mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er dann als Hilfsoffizier zum Stab vom Wehrkreiskommando VI. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann als Hilfsoffizier in den Stab der 2. Kavallerie-Division in Breslau übernommen. Im Frühjahr 1921 wurde er dann als Rittmeister in das 10. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann in das 3. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 gehörte er dann zur 1. Eskadron vom 2. (Preuß.) Reiter-Regiment in Lyck eingesetzt. Im Frühjahr 1925 wurde er dann als Eskadronchef bei der 2. Eskadron vom 7. (Preuß.) Reiter-Regiment in Breslau eingesetzt. Diese Position übte er dann die nächsten Jahre aus. 1929/30 wurde er dann in den Regimentsstab vom 5. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Stolp versetzt. Auch in dieser Position wurde er mehrere Jahre eingesetzt. Am 1. April 1932 wurde er dort auch zum Major befördert. Am 1. April 1935 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er dann bei der Panzer-Abwehr-Abteilung 29 eingesetzt. 1937 wurde er dann als Kommandant vom Truppenübungsplatz Zeithain eingesetzt, trug aber weiter die Uniform seiner vorherigen Abteilung. Am 1. Oktober 1937 wurde er zum Oberst befördert. Am 10. November 1938 wurde er dann zum Kommandant von Magdeburg ernannt. Diese Position behielt er dann bis zum Sommer 1939. Seine Tätigkeit nach der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 ist unklar. Am 1. Dezember 1939 wurde er dann zum Kommandeur vom neuen Infanterie-Regiment 349 ernannt. Dieses Regiment führte er dann im Frühjahr 1940 im Rahmen vom Unternehmen Weserübung nach Norwegen. Dort wurde es dann als Teil der 181. Infanterie-Division im Raum Drontheim als Besatzungstruppe eingesetzt. Am 1. Oktober 1941 wurde er dann zum Generalmajor befördert. Noch Ende des Monats Oktober 1941 gab er sein Kommando über das Infanterie-Regiment 349 ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 28. November 1941 wurde er dann zum Feldkommandant der Feldkommandantur 184 (FK 184) im Osten ernannt. Am 22. April 1942 gab er sein Kommando ab und wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Am 25. April 1942 wurde er dafür zum Kommandant von Metz ernannt. Ende Juni 1943 gab er sein Kommando ab und wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Am 15. August 1943 wurde er zum Kommandant der Feldkommandantur 1017 (FK 1017) in Italien ernannt. Ab Herbst 1917 wurde er Stab dann als Militärkommandantur 1017 (MK 1017) bezeichnet. Am 1. Februar 1944 wurde er dann durch die Umbenennung seines Stabes zum neuen Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets 594 (Korück 594) in Italien ernannt. Mit seinem Stab wurde er bei der 10. Armee eingesetzt. Am 1. März 1944 wurde er dann zum Generalleutnant befördert. Ab September 1944 wurde er zugleich auch als Befehlshaber Po eingesetzt. Seine beiden Kommandos behielt er dann bis zum Kriegsende im Frühjahr 1945.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10854 - Vae – Zwe
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Das Deutsche Soldatenjahrbuch 1994, Markus Rövekamp
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Hrsg.: Reichswehrministerium, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.