Vollmer, Wilhelm

 

* 2. September 1881, Kreuznach

† 1964, Bad Schwalbach

 

Wilhelm Vollmer trat am 18. März 1900 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Nassauisches Feldartillerie-Regiment „Frankfurt“ Nr. 63. Bei diesem wurde er am 18. August 1901 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 19. August 1900 datiert. Am 4. Juli 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Vor dem 1. Weltkrieg wurde er in den Großen Generalstab kommandiert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch weitere Orden verliehen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er im Herbst 1920 im Reichswehrministerium in Berlin eingesetzt. Auch 1921/22 wurde er noch im Ministerium eingesetzt. Dort wurde er 1922 zum Major befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Juli 1921 festgelegt. Er wurde dann für mehrere Jahre in der Heeresabteilung (T 1) vom Truppenamt (TA) eingesetzt. Unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberstleutnant wurde er am 1. Februar 1927 zum Kommandeur der I. Abteilung vom 1. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Insterburg ernannt. Am 31. Januar 1929 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er am 1. Februar 1929 zum Chef des Stabes der 4. Division der Reichswehr in Dresden ernannt. Als solcher wurde er am 1. Dezember 1929 zum Oberst befördert. Am 1. Oktober 1931 wurde er dann zum Artillerieführer II in Stettin ernannt. Am 1. Dezember 1932 wurde er zum Generalmajor befördert. Auch bei seiner Beförderung zum Generalleutnant am 1. Dezember 1933 war er noch immer Artillerieführer II. Am 31. März 1934 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Warum seine militärische Karriere vergleichsweise so früh endete ist unklar. Bei der Mobilmachung wurde er zum Präsident des Reichsamts für Landesaufnahme ernannt.