Freiherr von Tettau, Otto

 

* 13. April 1868, Erfurt

† 13. Januar 1946,

 

Otto Freiherr von Tettau trat 1886 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Der Sohn des bekannten Oberregierungsrates Dr. Wilhelm Freiherr von Tettau kam dabei zum 2. Leib-Husaren-Regiment „Königin Viktoria von Preußen“ Nr. 2. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 17. September 1887 zum Sekondeleutnant befördert. Am 1. Oktober 1894 wurde er für fast drei Jahre auf die Kriegsakademie kommandiert. Dabei wurde er 1895 zum Premierleutnant befördert. Am 1. April 1898 wurde er dann zum Großen Generalstab kommandiert. Am 10. September 1900 hat er Elisabeth Gräfin von Stosch geheiratet. Am 23. März 1901 wurden ihm die Charakter als Rittmeister a la Suite des 2. Leib-Husaren-Regiment „Königin Viktoria von Preußen“ Nr. 2 verliehen. Als solcher wurde er jetzt als Adjutant beim Oberquartiermeister im Großen Generalstab eingesetzt. Am 14. September 1901 hat er sein Patent als Rittmeister vom 19. September 1901 erhalten. Am 22. März 1902 wurde er dann zum Hauptmann im Großen Generalstab ernannt. Am 1. April 1904 wurde er dann für sechs Monate zum XVII. Armeekorps kommandiert. Am 18. August 1904 wurde er dann bereits zum Eskadronchef im Pommersches Dragoner-Regiment „von Wedel“ Nr. 11 ernannt. Am 14. Juni 1906 wurde er dann in den Generalstab der 8. Division versetzt. Bei diesem wurde er am 21. März 1908 zum Major befördert. Am 1. Oktober 1908 wurde er als solcher wieder in den Großen Generalstab versetzt. Am 20. März 1911 wurde er dann in den Regimentsstab vom 2. Brandenburgisches Dragoner-Regiment „von Arnim“ Nr. 12 versetzt. Dort absolvierte er eine Einweisung als Regimentskommandeur. Am 1. Oktober 1913 wurde er dann zum Kommandeur vom neuen Königlich Preußisches Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 7 in Trier ernannt. Als solcher wurde er am 22. April 1914 zum Oberstleutnant befördert. Bei Beginn des 1. Weltkrieges gehörte er mit seinem Regiment unter der 16. Kavallerie-Brigade zur 3. Kavallerie-Division an der Westfront. Am 12. Oktober 1914 führte er sein Regiment im Gefecht bei Meteren. Ab dem Frühjahr 1915 wurde er mit seinem Regiment an die Ostfront verlegt. Dort wurde er dann mit ihm in Russisch-Polen im Patrouillen-, Sicherungs- und Aufklärungsdienst eingesetzt. Am 27. Januar 1917 wurde er als Regimentskommandeur vom Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 7 zum Oberst befördert. 1918 wurde er auch noch zum Kommandeur der 17. Landwehr-Infanterie-Brigade ernannt. Am 18. Dezember 1918 wurde er dann wieder zum Kommandeur vom Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 7 ernannt. Mit diesem zog er sich, teilweise in Kampfhandlungen mit Aufständischen verstrickt, nach Deutschland zurück. Ende Februar 1919 trafen die Jäger in Meppen ein. Dort wurde das Regiment dann demobilisiert und aufgelöst. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Orden verliehen. Im Herbst 1919 wurde er als Oberst in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er zuerst als Kommandeur vom Reichswehr-Kavallerie-Regiment 10 eingesetzt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 war er dem Stab der 1. Kavallerie-Division zu Ausbildungszwecken zur Verfügung gestellt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1920 zum Kommandeur vom 11. (Preuß.) Reiter-Regiment in Lüben ernannt. Als solcher wurde er am 10. Februar 1921 zum Generalmajor befördert. Noch im gleichen Jahr wurde er am 15. Juni 1921 als Nachfolger von Generalleutnant Rudolf von Horn zum Kommandeur der 1. Kavallerie-Division in Frankfurt an der Oder ernannt. Am 30. April 1923 gab er sein Kommando über seine Division an Generalmajor Walther von Jagow ab. Er wurde an diesem Tag aus der Reichswehr verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Generalleutnant verliehen.