von Poseck, Maximilian

 

* 1. Oktober 1865, Rastatt

† 18. November 1946, Berge / Witzenhausen

 

Maximilian von Poseck trat nach seiner Kadettenausbildung am 14. April 1885 als Sekondeleutnant in das Württembergische Heer ein. Er kam dabei zum 1. Badisches Leib-Dragoner-Regiment Nr. 20. Am 21. November 1911 wurde er als Major zum Kommandeur des 1. Badisches Leib-Dragoner-Regiment Nr. 20 ernannt. Als solcher wurde er am 27. Januar 1912 zum Oberstleutnant befördert. Auch bei seiner Beförderung zum Oberst am 22. März 1914 war er noch Kommandeur des Regiments. Bei Beginn des 1. Weltkrieges wurde er zum Chef des Generalstabes vom 2. Kavallerie-Korps ernannt. Am 12. September 1914 wurde er dann zum Chef des Generalstabes vom 1. Kavallerie-Korps ernannt. Im Herbst 1916 wurde er zum Chef des Generalstabes vom Generalkommando 56 ernannt. Am 18. Juli 1917 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er im Sommer 1917 zum Kommandeur einer Infanterie Brigade ernannt. Anfang 1918 wurde er dann zum Kommandeur der Garde-Ersatz-Division ernannt. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch sehr viele Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er dann in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. Oktober 1920 zum Inspekteur der Kavallerie (In 3) ernannt. Im Winter 1920/21 wurde er zum Generalleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1920 festgelegt. Er wurde jetzt auch nebenher schriftstellerisch tätig. Er schrieb eine dreibändige Reihe "Die deutsche Kavallerie". Ein Band trug den Titel "Die deutsche Kavallerie 1914 in Belgien und Frankreich". Ein weiterer Band trug den Titel "Die deutsche Kavallerie in Polen 1914/15". Zumindest der erste Titel erschien in mehreren Auflagen und wurde auch ins Englische übersetzt. Von Poseck war ein Anhänger der Kavallerie und im Gegensatz zu den modernen Kräften für die Beibehaltung der Lanze bei der Kavallerie. Gemeinsam mit Oberstleutnant a. D. Friedrich von Restorff sorgte er für das Zustandekommen des Dragonerdenkmals auf dem Paradeplatz in Schwedt. Am 1. Januar 1925 wurde er zum General der Kavallerie befördert. Am 30. September 1926 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Am 3. Oktober 1927 verschwand die Lanze aus dem Ausbildungsrahmen der Kavallerie durch das Streichen vom Ablegen auf Kammer. Fast gleichzeitig wurde ihm die Berechtigung erteilt, die Uniform des 6. (Preuß.) Reiter-Regiment mit den Generalsabzeichen zu tragen. Er war auch Ritter der französischen Ehrenlegion. Im 2. Weltkrieg wurde er nicht wieder verwendet.