von Niebelschütz, Günther

 

* 27. Juni 1882, Sprottau 

† 26. Januar 1945, Schildeck (erschossen)

 

Günther von Niebelschütz trat nach seiner Kadettenausbildung am 22. März 1901 als Leutnant in das Königlich Preußische Heer ein. Er kam dabei zum 3. Garde-Regiment zu Fuß. Das Patent wurde dabei später auf den 22. Juni 1901 datiert. Am 19. Juni 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er als Adjutant bei der 40. Infanterie-Brigade eingesetzt. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beide Eisernen Kreuze noch sehr viele weitere Auszeichnungen verliehen. In diesem Krieg wurde er auch verwundet. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. 1919 hat Günther von Niebelschütz geheiratet und verlegte seinen Wohnsitz nach Schildeck in Ostpreußen. Beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 32. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann im Herbst 1920 zum 12. Infanterie-Regiment. In diesem wurde er dann die nächsten Jahre als Kompaniechef eingesetzt. Am 1. Februar 1923 wurde er zum Major befördert. Er wurde im Frühjahr 1924 im Reichswehrministerium in Berlin eingesetzt. Er wurde dort bei der Heeres-Inspektion des Erziehungs- und Bildungswesens (In 1) eingesetzt. 1927 wurde er dann in die Heeres-Personal-Abteilung (P1) beim Heeres-Personalamt (PA) versetzt. 1928 wurde er dann zum Kommandeur des III. Bataillons vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Osterode ernannt. Am 1. November 1928 wurde er als solcher zum Oberstleutnant befördert. Am 1. April 1931 wurde er dann zum Kommandeur vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Deutsch Eylau ernannt. An diesem 1. April 1931 wurde er auch zum Oberst befördert. Am 1. Februar 1933 wurde er zum Infanterieführer I in Allenstein ernannt. Als solcher wurde er am 1. Dezember 1933 zum Generalmajor befördert. Seine Position als Infanterieführer I behielt er dann auch bei der Erweiterung der Reichswehr am 1. Oktober 1934. Am 1. Oktober 1935 wurde er zum Generalleutnant befördert. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er dann am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur der 11. Infanterie-Division in Allenstein ernannt. Am 1. April 1937 wurde er dann in das Oberkommando des Heeres nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann zum Inspekteur der Kriegsschulen ernannt. Anfang Februar 1938 wurde er von seinem Posten entbunden. Er wurde dann am 28. Februar 1938 aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines General der Infanterie verliehen. Bei Beginn des 2. Weltkrieges trat er dann wieder zur Verfügung der Wehrmacht. Er wurde dann zum Kommandeur vom Grenzschutz-Kommando 15 in Südostpreußen ernannt. 1941 wurde er dann zum Korück 584 ernannt. 1943 wurde er endgültig aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Beim Einmarsch der Roten Armee wurde er auf seinem Gut Schildeck in Ostpreußen von sowjetischen Soldaten erschossen.