Leeb, Emil

 

* 17. Juni 1881, Passau

† 8. September 1969, München

 

Emil Leeb trat am 7. Juli 1901 nach der Ausbildung im Kadettenkorps als Fähnrich in die Königlich Bayerische Armee ein. Der Offizierssohn kam dabei wie sein älterer Bruder, der spätere Generalfeldmarschall Ritter von Leeb zum 4. Königlich Bayerisches Feldartillerie-Regiment "König". In diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule in München am 9. März 1903 zum Leutnant befördert. Im Herbst 1911 wurde er zur Kriegsakademie kommandiert. Dort wurde er am 26. Oktober 1911 zum Oberleutnant befördert. Bei Beginn des 1. Weltkrieges kam er dann zum 1. Königlich Bayerischen Reserve-Feldartillerie-Regiment. In diesem wurde er als Regimentsadjutant eingesetzt. Im Frühjahr 1915 wurde er als Adjutant in den Stab der 10. Bayerischen Infanterie-Division versetzt. Er begann jetzt seine Laufbahn im Generalstab. Am 1. Juni 1915 wurde er zum Hauptmann befördert. Die nächsten Jahre wurde er dann auch in den verschiedensten Generalstäben eingesetzt. Im 1. Weltkrieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze und weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg schloss er sich zuerst einem Freikorps an, bevor er dann in das Reichsheer übernommen wurde. Dabei kam er zuerst zum Reichswehrministerium. Dort war er auch noch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr eingesetzt. Im Herbst 1921 wurde er dann in das 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment versetzt. Am 1. Oktober 1924 wurde er in den Stab der 7. Division der Reichswehr nach München versetzt. Bei diesem wurde er am 1. Februar 1925 zum Major befördert. Am 1. Oktober 1928 wurde er wieder in das 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment versetzt. Am 1. Februar 1929 wurde er in diesem zum Kommandeur der II. Abteilung vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Landsberg am Lech ernannt. Am 1. April 1929 gab er sein Kommando ab, wurde aber weiter beim Stab der II. Abteilung eingesetzt. Ab dem 1. Oktober 1929 wurde er dann beim Regimentsstab vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Nürnberg eingesetzt. Dort wurde er am 1. Dezember 1929 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Oktober 1932 wurde er zum Oberst befördert. Am 1. April 1933 wurde er dann in das Reichswehrministerium versetzt. Dort wurde er beim Heereswaffenamt eingesetzt. Dabei wurde er als Leiter der Abteilung Prüfwesen (Wa Prw) eingesetzt. Als solcher wurde er am 1. Juli 1935 zum Generalmajor befördert. Am 1. April 1936 wurde er zum Kommandeur der 15. Infanterie-Division in Würzburg ernannt. Als Divisionskommandeur verlegte er mit seinem Stab im Herbst 1936 nach Frankfurt am Main. Als solcher wurde er am 1. August 1937 zum Generalleutnant befördert. Am 1. April 1939 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum General der Artillerie zum Kommandierenden General des XI. Armeekorps in Hannover ernannt. Damit wurde er dann bis zur Mobilmachung auch Befehlshaber vom Wehrkreis XI. Sein Korps führte er dann bei Beginn des 2. Weltkrieges im Polenfeldzug. Dabei wurden ihm beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Mitte April 1940 gab er sein Kommando ab. Er wurde nämlich jetzt als Ersatz für den sich selbst das Leben genommenen General der Artillerie Becker zum Chef des Heereswaffenamtes im OKH ernannt. In dieser Position wurde ihm am 1. September 1943 das Deutsche Kreuz in Silber verliehen. Am 1. Mai 1945 wurde er in den Ruhestand verabschiedet.