Koßmala, Georg

 

* 22. Oktober 1896, Myslowitz, Kreis Kattowitz / Oberschlesien

† 5. März 1945, Oberschlesien (verm.)

 

Georg Koßmala trat kurz nach Beginn des 1. Weltkrieges Anfang August 1914 als Kriegsfreiwilliger in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 4. Oberschlesisches Infanterie-Regiment Nr. 63. Am 22. Mai 1917 wurde er zum Leutnant der Reserve befördert. Als solcher wurde er dann als Zug- bzw. Kompanieführer und Bataillonsadjutant vom 4. Oberschlesisches Infanterie-Regiment Nr. 63 eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er 1919 zur Abstimmungspolizei nach Oppeln kommandiert. Am 31. Mai 1920 wurde er dann aus der Armee entlassen.

Dafür wurde er dann am 1. Juni 1920 von der Polizei übernommen. Dabei kam er als Leutnant der Polizei zur Sicherheitspolizei nach Hamburg. Dort wurde er dann viele Jahre eingesetzt. Dabei wurde er am 10. Juli 1922 zum Oberleutnant der Polizei befördert. Auch bei seiner Beförderung zum Hauptmann der Polizei am 29. April 1927 wurde er noch in Hamburg eingesetzt. Als solcher kam er dann 1929 als Ausbilder zur Polizeischule Münster. Ab dem 1. Dezember 1933 wurde er dann als 2. Generalstabsoffizier (Ib) beim Kommando der Landespolizei Nord eingesetzt. Am 15. Oktober 1935 kam er dann als Hauptmann wieder zum Heer. Er wurde jetzt als Kompaniechef zum Infanterie-Regiment 5 versetzt. Zum 1. Januar 1936 wurde er zum Major befördert. Am 6. Oktober 1936 wurde er dann zum Infanterie-Regiment 92 versetzt. Am 1. Mai 1938 wurde er dann zum Stab vom Infanterie-Regiment 38 nach Glatz versetzt. Am 10. November 1938 wurde er dann zum Kommandeur des III. Bataillons vom Infanterie-Regiment 38 in Schweidnitz ernannt. In dieser Funktion wurde er zum 1. Februar 1939 zum Oberstleutnant befördert. Zum Beginn des 2. Weltkrieges führte er im Spätsommer 1939 sein Bataillon in den Polenfeldzug. Dabei wurde er schwer verwundet. Er erhielt auch bereits seine Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse. Nach seiner Genesung wurde er dann zum Oberkommando des Heeres (OKH) kommandiert. 1940 wurde er dann zur Heeres-Nachrichtenschule nach Halle an der Saale kommandiert. Zum Beginn des Westfeldzuges wurde er in die Führerreserve versetzt. Mitte August 1940 wurde er dann dem Stellvertretenden Generalkommando VIII. Armeekorps zur Verfügung gestellt. Am 13. September 1940 wurde er dann Kommandeur des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 222 ernannt. Anfang Oktober 1940 wurde er durch die Umbenennung seines Bataillons zum Kommandeur des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 570 ernannt. Am 18. März 1941 übernahm er das Kommando vom Sicherungs-Regiment 3. Dieses führte er dann zum Sommerbeginn 1941 im Ostfeldzug im Verband der 285. Sicherungs-Division beim Angriff auf Nordrussland. Im August 1941 wurde ihm die Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse verliehen. Zum 1. Januar 1942 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er am 13. März 1942 für seine Führungsleistungen während der Winterkämpfe 1941/42 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 5. Juli 1942 wurde er mit der Führung vom Infanterie-Regiment 6 beauftragt, mit dem er im Raum Demjansk und vor Leningrad kämpfte. Anfang Dezember 1942 wurde er dann auch zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 6 ernannt. Im Raum südlich von Pleskau bewährte er sich mit seinem Regiment im schweren Abwehrkampf, wofür er am 26. März 1944 als Oberst mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Ab Mitte August 1944 führte er die 32. Infanterie-Division. Mitte September 1944 übergab er die Führung wieder an Generalleutnant Hans Boekh-Behrens. Er selbst wurde dafür dann mit der Führung der neuen 272. Volks-Grenadier-Division beauftragt, welche sich auf dem Truppenübungsplatz Döberitz in Aufstellung befand. Am 16. Dezember 1944 wurde er mit der Führung der 344. Infanterie-Division im Raum Aachen beauftragt. Zum 1. Januar 1945 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er dann zum Kommandeur der 344. Infanterie-Division ernannt. Seit dem 5. März 1945 gilt er in Oberschlesien als vermißt. Nach anderen Quellen ist er am 18. März 1945 bei Oberglogau im Kreis Neustadt gefallen.

 

Ritterkreuz (13. März 1942) Eichenlaub (26. März 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011
Dermiont Bradley, Markus Rövekamp, Ernes Henriot: Deutschlands Generale und Admirale: Teil IV /Band 7: Die Generale des Heeres 1921-1945. Knabe - Luz, Biblio-Verlag