Feßmann, Ernst

 

* 6. Januar 1881, Pfersee, Kreis Augsburg

† 25. Oktober 1962, Pullach

 

Am 15. Juli 1900 trat er als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Königlich Bayerisches Chevaulegers-Regiment. Nach dem Besuch der Kriegsschule in München wurde er am 9. März 1902 zum Leutnant befördert. Am 4. März 1911 wurde er zum Oberleutnant befördert. Im Herbst 1911 wurde er zur Kriegsakademie kommandiert. Am 22. Februar 1914 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Rittmeister zum Adjutant der 2. Kavallerie-Brigade ernannt. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde er dann zum Adjutant beim Generalkommando des I. Königlich Bayerischen Reserve-Korps ernannt. Diese Position behielt er über 2 Jahre. Ende 1916 wurde er dann in den Generalstabsdienst übernommen. Jetzt wurde er bei verschiedenen Generalstäben bis zum Ende des Krieges eingesetzt. Im Krieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze und andere bayerische Auszeichnungen verliehen. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er zuerst als Adjutant zur 1. Kavallerie-Division. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1920 zum Stab der 7. Division der Reichswehr und Wehrkreiskommando VII nach München versetzt. Im Frühjahr 1921 wurde er dann in den Stab der Kraftfahr-Abteilung 7 versetzt. Im Sommer 1922 wurde er in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er in der Inspektion der Verkehrstruppen (In 6) eingesetzt. Dort wurde er am 1. März 1923 zum Major befördert. Als solcher kam er dann Anfang 1924 zur 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung nach München zurück. Am 1. April 1924 wurde er dann zu deren Kommandeur ernannt. Als solcher wurde er am 1. November 1928 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. April 1930 wurde er in den Stab der 5. Division der Reichswehr versetzt. Am 1. Oktober 1930 wurde er in den Regimentsstab vom 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment versetzt. Als solcher wurde er am 1. April 1931 zum Oberst befördert. Am 1. November 1931 wurde er zum Kommandeur vom Kraftfahr-Lehrstab (Stab F 4) ernannt. Als solcher wurde er am 1. Januar 1934 zum Generalmajor befördert. Am 1. Oktober 1935 wurde er zum Generalleutnant befördert. Als solcher wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur der 3. Panzer-Division befördert. Am 30. September 1937 wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Ihm wurden zum Abschied die Charakter eines Generals der Panzertruppen verliehen. Er wurde aber weiter zur Verfügung des Heeres gestellt. Bei der Mobilmachung wurde er zum Kommandeur der 267. Infanterie-Division ernannt. Diese Division kommandierte er zuerst im Westen. Im Jahr 1940 machte er mit seiner Division den Westfeldzug mit. Er blieb an der Spitze der Division bis kurz vor dem Beginn des Ostfeldzuges. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt. Am 1. Juli 1941 wurde er zum General der Panzertruppen z.V. befördert. Am 30. April 1943 wurde er endgültig in den Ruhestand versetzt.

Literatur und Quellen:
Dermot Bradley, Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale des Heeres 1921-1945 - Band 3: Dahlmann - Fitzlaff, Biblio-Verlag 1994