Zollenkopf, Helmut

 

* 19. Mai 1896, Hildesheim

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Helmut Zollenkopf trat am 17. August 1914 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Er kam dabei zum 1. Ostpreußisches Grenadier-Regiment "Kronprinz" Nr. 1. In diesem Regiment kämpfte Leutnant Zollenkopf den ganzen Ersten Weltkrieg hindurch. Dabei wurde er mit einem Patent vom 25. Juli 1915 zum Leutnant befördert. Am 31. März 1920 schied er noch vor der Bildung des 200.000 Mann-Übergangsheeres im Frühjahr 1920 aus der Reichswehr aus.

Am 15. Juli 1934 wurde er als Hauptmann beim 16. Infanterie-Regiment reaktiviert. Am 1. Juni 1938 wurde er zum Major befördert. Anfang 1939 wurde er als Chef der 11. Kompanie vom Kavallerie-Schützen-Regiment 4 verwendet. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 rückte Major Zellenkopf als Kommandeur des I. Bataillons vom Schützen-Regiment 4 ins Feld. Er nahm mit diesem dann im Divisionsverband der 6. Panzer-Division am Polenfeldzug teil. Im Frühjahr 1940 führte er das Bataillon dann auch im Westfeldzug. Ab dem Herbst 1940 befand er sich mit seinem Bataillon im Divisionsverband in Ostpreußen. Zum Sommerbeginn 1941 führte er sein Bataillon im Verband der 6. Panzer-Division im Ostfeldzug beim Angriff auf Nordrussland. Am 9. September 1941 wurde ihm als Angehörigen vom Schützen-Regiment 4 die Ehrenblattspange verliehen. Ab dem Herbst 1941 wurde er dann durch einer Verlegung der Division im Mittelabschnitt der Ostfront eingesetzt. Bereits am 7. Februar 1942 wurde er zum Kommandeur des Schützen-Regiment 114 ernannt. Am 28. Februar 1942 erhielt er im Osten als Oberstleutnant das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Am 1. April 1942 erfolgte seine Beförderung zum Oberst. Durch die Umbenennung seines Regiments wurde er Anfang Juli 1942 zum Kommandeur vom Panzer-Grenadier-Regiment 114 ernannt. Am 1. August 1943 wurde er Kommandeur der Heeres-Unteroffiziersschule für Panzergrenadiere in Eisenach. Nachdem er ab dem 19. Dezember 1944 bis zum 21. Januar 1944 am 17. Divisionsführerlehrgang in Hirschberg teilgenommen hatte, übernahm er vom 25. Januar bis zum 12. Februar 1945 die Führung der 21. Panzer-Division. Danach gab er die Führung wieder ab und trat dafür in die Führer-Reserve des Wehrkreises IX zurück. Am 18. März 1945 übernahm er dann die Führung über die Reste der 9. Panzer-Division. Diese führte er dann bis zu deren Auflösung am 26. April 1945.