Wolff, Ludwig

 

* 3. April 1893, Chemnitz

† 9. November 1968, Mannheim

 

Ludwig Wolf trat nach seinem Abitur am 1. April 1912 in das königlich Sächsische 5. Infanterie-Regiment "Kronprinz" Nr. 104 ein. Im September 1913 wurde er hier zum Leutnant befördert. Während des Ersten Weltkrieges bekleidete er mehrere Dienststellungen und wurde am 26. März 1917 zum Oberleutnant befördert. Bei Kriegsende wurde er in die Reichswehr übernommen. Er absolvierte die "Führergehilfen"-Ausbildung und wurde am 1. Mai 1924 zum Hauptmann befördert. Anschließend wurde er Kompaniechef, 1934 zum Major befördert und ab dem 1. April 1934 Taktiklehrer an der Kriegsschule Dresden. Am 1. August 1936 zum Oberstleutnant befördert, wurde er im Oktober 1937 Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 10 und am 1. Februar 1939 zum Oberst befördert. Gleichzeitig wurde er Kommandeur des Infanterie-Regiments 192, mit dem er am Polen- und Westfeldzug teilnahm. Für seine Führungsleistungen wurde er am 26. Mai 1940 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am gleichen Tag wurde er im Gesicht schwer verwundet. Nach 50 Operationen war er wieder dienstfähig Erst Anfang Juli 1941 kam er wieder zur Truppe und wurde Leiter des Arbeitsstabes der Kriegsschule Breslau und am 1. September 1941 zum Generalmajor befördert. Am 7. Oktober 1941 wurde er mit der Führung der 22. Infanterie-Division betraut und am 1. Januar 1942 deren Kommandeur. Bei den Kämpfen um die Festung Sewastopol zeichnete sich seine Division besonders aus. Für die Leistungen seiner Männer wurde er am 22. Juni 1942 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Am 9. September 1942 wurde er zum Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres ernannt und am 26. September 1943 zum Generalleutnant befördert. Von Dezember 1943 bis August 1944 war er Kommandierender General des XXXIII. Armeekorps und Befehlshaber Mittelnorwegen, wo er am 1. Januar 1944 zum General der Infanterie befördert wurde. Von September bis Dezember 1944 mußte er erneut in ärztliche Behandlung, dieses mal in einem Lazarett in Berlin. Ab Januar 1945 wurde er deutscher Inspekteur der ungarischen Verbände im Ersatzheer. Im April 1945 wurde er in die Führer-Reserve versetzt, wo er im Mai 1945 in amerikanische Gefangenschaft geriet, aus der er im Juni 1947 entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (26. Mai 1940= Eichenlaub (22. Juni 1942)