von Taysen, Adalbert

 

* 11. Dezember 1878, Berlin

† 6. März 1945, nach Flugzeugabsturz im Luftwaffenlazarett Gotha

 

Adalbert von Taysen trat am 13. März 1897 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Der Sohn von Generalleutnant Adalbert von Taysen kam dabei zum Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2. Bei diesem wurde er am 18. August 1898 zum Sekondeleutnant, später Leutnant, befördert. Am 1. Oktober 1905 wurde er für fast drei Jahre zur Kriegsakademie kommandiert. Am 29. September 1906 hat er Klara von der Leyen geheiratet. Danach wurde er am 24. März 1909 zum Oberleutnant befördert. Am 1. April 1909 wurde er zum Großen Generalstab kommandiert. Am 20. März 1912 wurde er zum Hauptmann i.G. befördert und auch in den Großen Generalstab übernommen. Am 13. September 1912 wurde er zum VI. Armeekorps kommandiert. Am 27. Januar 1913 wurde er dorthin auch versetzt. Vor dem 1. Weltkrieg gehörte er im Sommer 1914 noch immer zum Generalstab vom VI. Armeekorps. Im 1. Weltkrieg wurde er dann Ende Oktober 1914 dem Generalstab der 52. Reserve-Division zugeteilt. Anfang Dezember 1914 wurde er dann in den Generalstab der Armee-Abteilung Gaede versetzt. Am 22. März 1915 wurde er dann in den Generalstab der 121. Infanteriedivision versetzt. Am 4. November 1916 wurde er als Offizier der Armee dem AOK 1 als Quartiermeister zugeteilt. Als solcher wurde er am 28. Dezember 1916 zum Major befördert. Als solcher wurde er dann noch 1916 zum Generalstab der 235. Infanteriedivision versetzt. Am 11. April 1917 wechselte er dann zum Generalstab vom Gardekorps. Neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen wurden ihm im Ersten Weltkrieg noch viele andere Orden verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann als Major in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde zuerst ab September 1919 beim Wehrkreiskommando III in Berlin eingesetzt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er noch beim Stab vom Wehrkreiskommando III eingesetzt. Von diesem wurde er schon in das Reichswehrministerium nach Berlin kommandiert. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann auch in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er Mitte Juni 1921 zum Leiter der Heeres-Transportabteilung (T 7) im Truppenamt (TA) ernannt. Am 20. März 1922 wurde er als solcher zum Oberstleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Juni 1921 festgelegt. Am 1. Oktober 1924 wurde er dann zum Kommandeur des III. Bataillons vom 7. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Breslau ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1926 zum Oberst befördert. Am 1. April 1926 wurde er dann zum Kommandant von Breslau ernannt. Am 1. Oktober 1929 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor als Nachfolger von Generalmajor Rudolf Krantz zum Infanterieführer IV in Dresden ernannt. Am 31. Oktober 1930 gab er sein Kommando an Generalleutnant Paul Hausser ab. Daraufhin wurde er dann auch aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Generalleutnant verliehen.

Am 12. September 1939 wurde er der Führerreserve des Oberbefehlshabers der Luftwaffe zugeteilt. Er wurde dann als Lehrer an der Aufklärungs-Flieger-Schule 2 in Brieg eingesetzt. Am 1. Juli 1942 wurde er zum Generalleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1942 festgelegt. Als solcher wurde er dann als Lehrer an die Aufklärungs-Flieger-Schule 1 nach Grossenhain versetzt. Zuletzt wurde er im Stab der Flieger-Schul-Division eingesetzt. Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges ist er nach einem Flugzeugabsturz im Luftwaffenlazarett Gotha gestorben. Er war der jüngere Bruder vom Char. General der Infanterie Friedrich von Taysen.