Reinefarth, Heinz

 

* 26. Dezember 1903, Gnesen / Westpreußen + 7. Mai 1979, Westerland auf Sylt  

 

Heinz Reinefarth trat als 20jähriger in ein Freikorps ein, wurde anschließend in die Reichswehr übernommen und trat 1932 in die allgemeine SS ein. Anschließend war er im Polizeidienst tätig, wo er zum Polizeioffizier befördert wurde. Bei Kriegsbeginn kam er als Feldwebel zum Infanterie-Regiment 337, mit dem er am Polenfeldzug teilnahm. Im Juni 1940 kämpfte er als Zugführer in Frankreich. Mit seinem Zug gelang es ihm, ins gegnerische Hinterland durchzustoßen und eine französische Batterie, welche den Vormarsch der 208. Infanterie-Division empfindlich gestört hatte, zu erobern. Für diese Tat wurde er am 25. Juni 1940 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Kurz darauf zum Leutnant der Reserve befördert, wurde er als Höherer Polizeioffizier Anfang 1942 zum Chef des Rechtsamtes der Ordnungspolizei im Reichsinnenministerium in Berlin ernannt und hier am 20. April 1942 zum Generalmajor der Polizei ernannt. Am 1. August 1944 wurde er zum SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei befördert. Im August 1944 hatte er den Oberbefehl über eine Kampfgruppe, die den Warschauer Aufstand niederschlugen. Dafür erhielt er am 30. September 1944 das Eichenlaub. Anschließend war er Höherer SS- und Polizeiführer des SS-Oberabschnitts Warthe und wurde im Dezember 1944 noch Kommandierender General des XVIII. SS-Armeekorps im Westen. Mitte Februar 1945 wurde er zum Festungskommandanten von Küstrin ernannt, welches er mit den unterstellten Truppen bis März 1945 verteidigte. Bei Kriegsende geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er am 24. Juni 1948 entlassen wurde.

Ritterkreuz ( 25. Juni 1940) Eichenlaub (30. September 1944)