Thon, Friedrich

 

* 16. Dezember 1877, Sontra, Kreis Rotenburg-Fulda

† 28. August 1945, Kirchheiligen, Kreis Langensalza

 

Friedrich Thon trat am 13. September 1897 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Der Sohn eines Rittergutsbesitzers kam dabei zum Eisenbahn-Regiment Nr. 3. Am 21. April 1898 wurde er zum Fähnrich befördert. Von April 1898 bis Dezember 1898 besuchte er die Kriegsschule Metz. Danach wurde er am 27. Januar 1899 zum Leutnant befördert. Am 1. Oktober 1904 wurde er als solcher zum Adjutant des I. Bataillons vom Eisenbahn-Regiment Nr. 3 ernannt. Am 11. September 1908 wurde er zum Oberleutnant ohne Patent befördert. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1908 für zwei Jahre zur Militärtechnischen Akademie kommandiert. Dort erhielt er am 19. August 1909 auch sein Patent als Oberleutnant. Ab dem 1. Oktober 1910 kam er dann wieder zum Eisenbahn-Regiment Nr. 3 zurück. Am 1. April 1912 wurde er zum Regimentsadjutant vom Eisenbahn-Regiment Nr. 3 ernannt. Diese Funktion übte er dann über ein Jahr bis zum Ende des Frühjahrs 1913 aus. Am 1. Oktober 1913 wurde er zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er zum Kompaniechef im Telegraphen-Bataillon Nr. 4 ernannt. Am 1. Dezember 1913 hat er Emilie Günther geheiratet. Aus der Beziehung entstanden zwei Söhne, davon ist einer im 2. Weltkrieg als Hauptmann gefallen. Bei Beginn des 1. Weltkrieges wurde er am 2. August 1914 zum Kommandeur der Korps-Fernsprech-Abteilung vom XIV. Reservekorps ernannt. Diese Funktion übte er fast zwei Jahre lang aus. Mitte Juli 1916 wurde er dann in den Stab des Chefs der Feldtelegraphen im großen Hauptquartier versetzt. Am 25. Dezember 1916 wurde er dann zum 1. Adjutant des Chef des Nachrichtenwesens im großen Hauptquartier ernannt. Am 2. März 1918 wurde er dann wieder zum Telegraphen-Bataillon Nr. 4 versetzt. Von diesem wurde er dann zur Dienstleistung zum Kriegsministerium kommandiert. Am 20. September 1918 wurde er im Kriegsministerium zum Major befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuze noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er ab Dezember 1918 beim Personalamt vom Kriegsministerium eingesetzt. Danach wurde er im Herbst 1919 als Major mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er jetzt in das Reichswehrministerium (RWM) übernommen. Diesem gehörte er auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 an. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann weiter im RWM eingesetzt. Am 1. April 1921 wurde er dann zum Chef des Stabes bei der Inspektion der Nachrichtentruppen (In 7) ernannt. Ende September 1923 übergab er seine Stellung an Oberstleutnant Franz von Roques. Am 1. Oktober 1923 wurde er dafür zum Kommandeur der 5. Nachrichten-Abteilung in Stuttgart-Cannstatt ernannt. Als solcher wurde er am 1. Mai 1925 zum Oberstleutnant befördert. Am 30. September 1927 gab er sein Kommando über die 5. Nachrichten-Abteilung an Major Walther von Reichenau ab. Er wurde jetzt zur Artillerieschule nach Jüterbog versetzt. Dort wurde er beim Stabe eingesetzt. Am 1. Oktober 1928 wurde er dann zum Kommandeur der Abteilung D an der Artillerieschule Jüterbog ernannt. Dies war die geheime Nachrichtenschule der Reichswehr. Als solcher wurde er am 1. April 1929 zum Oberst befördert. Er blieb in den Ranglisten weiter beim Stabe der Artillerieschule verzeichnet. Am 30. September 1930 gab er sein Kommando an Oberstleutnant Ernst Sachs ab. Er wurde an diesem Tag aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet. Dabei wurden ihm angeblich am 30. Oktober 1930 die Charakter als Generalmajor verliehen.

Angeblich wurde er am 1. Juli 1938 bei der Wehrmacht als Generalmajor z.V. gestellt. Dafür ist in der Rangliste von Januar 1939 aber kein Hinweis zu finden. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg wurde er dann auf jeden Fall als Oberst wieder aufgerufen. Er wurde jetzt als Inspekteur der Nachrichtentruppen dem Oberkommando des Heeres (OKH) zugewiesen. Damit unterstand er jetzt dem Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres. Als solcher wurde er am 1. Dezember 1940 zum Generalmajor befördert. Auch bei seiner Beförderung zum Generalleutnant zum 1. April 1942 führte er noch immer die Inspektion der Nachrichtentruppen im OKH. Am 1. Mai 1942 wurde er dann in die Führerreserve versetzt. Dabei wurde er durch Generalleutnant Josef Rußwurm abgelöst. Am 30. Juni 1942 wurde seine Mobilmachungsbestimmung aufgehoben. Am 31. August 1943 wurde dann angeblich auch seine z.V. Stellung aufgehoben.