von Thadden, Henning

 

* 24. September 1898, Brieg

† 18. Mai 1945, Vordingborg (Dänemark)

 

Henning von Thadden trat am 7. Juni 1915 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Der Sohn eines aktiven Offiziers und Regimentskommandeurs kam dabei zum 2. Westpreußisches Grenadier-Regiment "König Wilhelm I" Nr. 7. Bei diesem hat er dann am 12. November 1915 zum Fähnrich befördert. Als solcher wurde er dann ab dem 25. November 1915 als Zugführer im 2. Westpreußisches Grenadier-Regiment "König Wilhelm I" Nr. 7 eingesetzt. Am 18. Dezember 1915 wurde er zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 24. September 1915 datiert. Ab dem 25. Oktober 1916 wurde er als Adjutant des II. Bataillons vom 2. Westpreußisches Grenadier-Regiment "König Wilhelm I" Nr. 7 eingesetzt. Am 18. April 1918 wurde er als Ordonanzoffizier zum IX. Reservekorps versetzt. Ab dem 16. Mai 1918 gehörte er dann zum 3. Hanseatisches Infanterie-Regiment Lübeck Nr. 162. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Außerdem wurden ihm im Ersten Weltkrieg auch beide Eisernen Kreuze und andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann anfänglich wieder beim 2. Westpreußisches Grenadier-Regiment "König Wilhelm I" Nr. 7 eingesetzt. Ende Dezember 1918 wurde er bei diesem zum Adjutant des Füsilier-Bataillons ernannt. Ab Anfang April 1919 wurde er dann als Regimentsadjutant beim 2. Westpreußisches Grenadier-Regiment "König Wilhelm I" Nr. 7 verwendet. Danach wurde er im Sommer 1919 als Leutnant in das Reichsheer übernommen. Anfänglich wurde er als Regimentsadjutant vom Reichswehr-Infanterie-Regiment 57 eingesetzt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er dann als Regimentsadjutant dem Reichswehr-Infanterie-Regiment 12 an. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in das 8. (Preuß.) Infanterie-Regiment übernommen. Bei diesem wurde er dann die nächsten Jahre als Kompanieoffizier eingesetzt. Am 1. Juli 1922 hat er dann sein Patent vom 1. Juli 1916 erhalten. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 wurde er bei der 8. (MG.) Kompanie vom 8. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Liegnitz als Kompanieoffizier eingesetzt. Dabei wurde er im Sommer 1925 zum Oberleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1925 festgelegt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1925 zum Adjutant des II. Bataillons vom 8. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Liegnitz ernannt. Im Frühjahr 1928 gehörte er dann wieder zur 8. (MG.) Kompanie vom 8. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Liegnitz. Am 1. Juni 1928 wurde er für drei Monate als Aufsichtsoffizier an die Infanterieschule Dresden versetzt. Danach kam er dann zur 16. Kompanie vom 8. (Preuß.) Infanterie-Regiment nach Lübben im Spreewald. Am 1. Oktober 1930 wurde er dann in den Stab der 4. Division der Reichswehr nach Dresden versetzt. Dort absolvierte er jetzt seine zweijährige Führergehilfenausbildung. Am 14. Juli 1931 hat er Marie-Luise Neutze geheiratet. Am 1. Juni 1932 wurde er zum Hauptmann befördert. Ab dem 1. Oktober 1932 wurde er dann zum Besuch der Reinhardt-Kurse nach Berlin kommandiert. Am 1. Oktober 1933 wurde er dann in den Stab der Wehrgauleitung Breslau versetzt. Von dort wurde er zum Generalstab kommandiert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 in den Generalstab der Heeresdienststelle Breslau versetzt. Nach der Enttarnung des Stabes gehörte er dann ab dem Frühjahr 1935 zum Generalkommando VIII. Armeekorps in Breslau. Bei der Enttarnung der anderen Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Chef einer Kompanie vom Infanterie-Regiment 6 ernannt. Als solcher wurde er am 16. März 1936 zum Major befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. März 1936 festgelegt. Am 1. August 1936 wurde er dann in den Stab der 7. Infanterie-Division nach München versetzt. Am 25. Oktober 1938 wurde er dann als 1. Generalstabsoffizier (Ia) zum Generalkommando XVII. Armeekorps nach Wien versetzt. Als solcher wurde er am 1. April 1939 zum Oberstleutnant i.G. befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1938 festgelegt. Bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 nahm er dann als Ia vom XVII. Armeekorps am Polenfeldzug teil. Auch beim Westfeldzug im Frühjahr 1940 nahm er in dieser Funktion teil. Im Oktober 1940 wurde er dann zum Chef des Generalstabes vom Generalkommando XVII. Armeekorps ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1941 zum Oberst i.G. befördert. In seiner Funktion als Chef des Generalstabes führte er ab dem Sommerbeginn 1941 die Operationen seines Generalkommandos im Ostfeldzug beim Angriff auf Südrussland. Sein Korps wurde dabei bis zum Herbst im Verband der 6. Armee eingesetzt. Am 18. Mai 1942 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Ab dem Sommer 1942 beteiligte sich sein XVII. Armeekorps beim Angriff zum Don. Am 1. März 1943 wurde er in die Führerreserve versetzt. Noch Anfang März 1943 wurde er dann zum Chef des Generalstabes der 17. Armee im Osten ernannt. Als solcher wurde er zum 1. April 1943 zum Generalmajor befördert. Zum 1. Juni 1943 wurde er durch Oberst i.G. Max Pemsel abgelöst. Er wurde dafür jetzt erneut in die Führerreserve versetzt. Am 20. Juli 1943 wurde er dann zum Chef des Generalstabes vom Stellvertretendes Generalkommando I. Armeekorps in Königsberg ernannt. Als solcher wurde er zum 1. Juli 1944 zum Generalleutnant befördert. Am 10. Januar 1945 wurde er abgelöst und erneut in die Führerreserve versetzt. Am 27. Februar 1945 wurde er dann zum Kommandeur der 1. Infanterie-Division ernannt. Am 16. April 1945 wurde er mit seinem Divisionsstab bei Fischhausen in Ostpreußen durch das Feuer einer Stalinorgel schwer verwundet. Er erreichte noch den Tenkitten-Riegel und wurde dann nach Dänemark ausgeschifft. Am 18. Mai 1945 ist er im Lazarett 187 in Vordingborg in Dänemark an seiner Verwundung gestorben.