Schräpler, Johannes
| * 24. Juni 1896, Weßnig, Kreis Torgau † 8. Juni 1962, Riccione (Italien) |
Johannes Schräpler trat am 1. August 1914 als Fahnenjunker in die Königlich Sächsische Armee ein. Dabei kam der Sohn vom Pfarrer Paul Schräpler zum Torgauer Feldartillerie-Regiment Nr. 74. Bei diesem wurde er am 8. Mai 1915 zum Fähnrich befördert. Am 1. September 1915 wurde er zum Leutnant ohne Patent befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er als Batterieoffizier bzw. Batterieführer eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann anfangs beim Landesjägerkorps Maercker eingesetzt. Am 1. Oktober 1919 wurde er dann als Leutnant in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er dann dem Reichswehr-Artillerie-Regiment 16 zugeteilt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er beim Stab vom Befehlshaber der Artillerie der Reichswehr-Brigade 16 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er in das 6. (Preußisches) Artillerie-Regiment übernommen. Bei diesem wurde er dann die nächsten Jahre als Batterieoffizier eingesetzt. Am 1. Oktober 1920 erhielt er auch sein Patent als Leutnant vom 1. September 1915. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 gehörte er zur 4. Batterie vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Minden (Westfalen). Im Jahr 1924 wurde er auch zum Adjutant der II. Abteilung vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment ebenfalls in Minden ernannt. Diese Funktion übte er dann fast drei Jahre aus. Dabei wurde er im Sommer 1925 zum Oberleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1925 festgelegt. Am 9. September 1926 hat er Hanna Rathmann geheiratet. 1927/28 wurde er dann zur 6. Batterie vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment ebenfalls in Minden versetzt. Am 1. Oktober 1929 wurde er dann zur 6. (Preuß.) Fahr-Abteilung versetzt. Von dort wurde er zur Artillerieschule Jüterbog kommandiert. Etatmäßig gehörte er weiterhin zur 2. Eskadron der 6. (Preuß.) Fahr-Abteilung in Jüterbog. Diese wurde als Schallmeß-Batterie verwendet. Dort wurde er am 1. Februar 1931 zum Rittmeister/Hauptmann befördert. 1932 wurde er dann zum Chef der 2. Batterie der Abteilung B (Beobachtungs-Lehr-Abteilung) in Jüterbog ernannt. Diese Funktion behielt er auch während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht. Zum 1. Dezember 1935 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er am 6. Oktober 1936 zum Kommandeur der neuen Beobachtungs-Abteilung 20 in Hamburg ernannt. Als solcher wurde er zum 1. Januar 1939 zum Oberstleutnant befördert. In dieser Funktion wurde er auch noch nach der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 eingesetzt. Mit seiner Abteilung wurde er bei Anfang des Krieges im Spätsommer 1939 im Polenfeldzug eingesetzt. Am 1. November 1939 wurde er dann zum Stabsoffizier der Artillerie (Stoart) der 2. Armee ernannt. Als solcher wurde er zum 1. Januar 1940 zum Oberst befördert. Am 1. Oktober 1940 wurde er zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment (motorisiert) 88 ernannt. Am 27. November 1941 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Im Winter 1941/42 gab er sein Kommando über das Artillerie-Regiment (mot.) 88 ab. Am 20. Januar 1942 wurde er dann als Nachfolger von Oberstleutnant Hans-Joachim Froben zum Kommandeur vom Lehrstab B der Artillerieschule ernannt. Mindestens bis zum März 1943 behielt er dieses Kommando. Danach sollte er durch Oberst Böhmer abgelöst werden, führte in Vertretung den Lehrstab B der Artillerieschule weiter. Am 10. November 1943 wurde er zum Artillerie-Kommandeur 144 (Arko 144) ernannt. Mit seinem Stab wurde er dann unter dem Generalkommando IV. Armeekorps im Südabschnitt der Ostfront eingesetzt. Am 12. März 1944 gab er sein Kommando als Arko 144 ab. Daraufhin wurde er in die Führerreserve versetzt. Am 3. Juli 1944 wurde er zum Artillerie-Kommandeur 120 (Arko 120) ernannt. Mit diesem Stab wurde er dann in Frankreich eingesetzt. Am 21. August 1944 geriet er dann bei Fismes im Department Marne in amerikanische Gefangenschaft. Zum 1. Oktober 1944 wurde er zum Generalmajor befördert. Aus der Gefangenschaft wurde er am 4. Mai 1946 wieder entlassen. Später wohnte er in Bad Godesberg.