Pfeiffer, Herbert

 

* 27. Juni 1893, Liegnitz

† 18. September 1976, Hannover

 

Herbert Pfeiffer trat am 25. März 1913 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Der Apothekersohn kam dabei zur 5. Fahr-Abteilung. Bei dieser wurde er Ende 1913 zum Fähnrich befördert. Bei Ausbruch vom 1. Weltkrieg wurde er dann zur Reserve-Sanitäts-Kompanie 19 versetzt. Dort wurde er am 10. August 1914 zum Leutnant befördert. Im Herbst 1916 wurde er dann zum Infanterie-Regiment Nr. 395 versetzt. Dort wurde er im Frühjahr 1917 schwer verwundet und ins Lazarett eingeliefert. Im Herbst 1917 wechselte er zur Fliegertruppe. Dabei absolvierte er jetzt seine Pilotenausbildung. Ab Mai 1918 wurde er dann bei der Flieger-Abteilung 226 eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Ihm wurden außerdem neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Ende des Krieges wurde er nach einer gewissen Zeit im Grenzschutz als Leutnant in das Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 10. November 1914 festgelegt. Dort wurde er dann beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 bei der Fahr-Abteilung 15 der 15. Reichswehr-Brigade eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in die 3. (Preuß.) Fahr-Abteilung übernommen. Im Herbst 1921 wurde er dann in die 3. (Preuß.) Sanitäts-Abteilung versetzt. Am 1. Juni 1923 wurde er dann in die 6. (Preuß.) Fahr-Abteilung versetzt. Dort wurde er jetzt bei der 4. Eskadron in Hannover eingesetzt. Dort wurde er im Sommer 1924 zum Oberleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Mai 1924 festgelegt. Als solcher wurde er er dann am 1. Oktober 1924 zum Adjutant der 6. (Preuß.) Fahr-Abteilung in Hannover ernannt. Diese Position übte er dann die folgenden drei Jahre aus. Am 26. Mai 1926 heiratete er Hilde Hölscher. Am 1. Oktober 1928 trat er dann aus dem aktiven Dienst der Reichswehr aus. Dies geschah zur Tarnung, denn er begab sich zum geheimen Fliegertraining. Am 1. November 1929 wurde er dann als Rittmeister wieder in die Reichswehr übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Februar 1929 festgelegt. Er wurde jetzt zum Chef der 3. Eskadron der 6. (Preuß.) Fahr-Abteilung in Osnabrück ernannt. Diese Position übte er dann wieder für fast drei Jahre aus. Am 1. Oktober 1932 wurde er dann zum Stab der 1. Division der Reichswehr nach Königsberg versetzt. Am 1. Oktober 1933 wurde er dann zum Truppenübungsplatz Jüterbog versetzt. Dort wurde er dann im Waldlager Niedergörsdorf als Kompanieführer einer der vier Stammkompanien der "Technischen Schule der Deutschen Verkehrsfliegerschule GmbH". Dabei handelte es sich um einen Tarnnamen der späteren Fliegertechnischen Schule 1. Am 1. Oktober 1934 wurde er dann unter gleichzeitiger Beförderung zum Major in die Luftwaffe versetzt. Er wurde jetzt als Gruppenleiter vom Personal-Amt II im Reichsluftfahrtministerium (RLM) in Berlin eingesetzt. Am 1. Oktober 1936 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Juli 1937 wurde er dann zum Kommandeur der I. Gruppe vom Kampfgeschwader 157 "Boelcke" ernannt. Am 1. Oktober 1938 wurde er dann zum Reichskriegsgericht kommandiert. Dort wurde er am 1. Januar 1939 zum Oberst befördert. Am 1. Mai 1939 wurde er dann zum Kommandeur die Annahmestelle für Offiziersanwärter der Luftwaffe ernannt. Diese Position behielt er auch bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939. Am 1. Oktober 1939 wurde er dann zum Kommandeur vom neuen Flieger-Ausbildungs-Regiment 72 in Detmold ernannt. Am 1. Januar 1940 gab er sein Kommando ab und wurde wieder zum Kommandeur die Annahmestelle für Offiziersanwärter der Luftwaffe im RLM ernannt. Zum Beginn des Ostfeldzuges wurde er dann zum Büroleiter vom Luftwaffen-Personalamt versetzt und dort als Offizier z.b.V. und Verbindungsoffizier eingesetzt. Mitte Dezember 1941 wurde er dann zum Inspekteur für Bekleidung- und Ernährungswesen der Luftwaffe im RLM ernannt. Als solcher wurde er am 1. Juli 1942 zum Generalmajor befördert. Erst Ende März 1944 gab er seinen Posten im RLM ab. Am 1. April 1944 wurde er dann zum Stab vom Luftgau-Kommando III in Berlin versetzt. Am 1. Juni 1944 wurde er dann zum Kommandeur vom Kontroll-Kommando der Luftflotte 1 ernannt. Am 1. Oktober 1944 gab er sein Kommando ab. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt. Am 31. Dezember 1944 wurde er endgültig aus dem aktiven Dienst verabschiedet.