Öller, Hans

 

* 27. April 1892, München

† 22. Mai 1966, (Walkersdorf)

 

Hans Öller trat am 1. Oktober 1913 als Einjährig Freiwilliger in das Königlich Bayerische Heer ein. Der Sohn eines Reichsbahnamtmannes kam dabei zum 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann". Bei diesem wurde er auch noch bei Beginn vom 1. Weltkrieg im August 1914 eingesetzt. Im November 1914 entschied er sich für die Offizierslaufbahn und wurde zum Fahnenjunker ernannt. Beim 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann" wurde er am 26. April 1915 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 11. September 1913 datiert. Er wurde im Krieg als Zug- und Kompanieführer eingesetzt. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur mehrmals verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Silber widerspiegelte. Außerdem wurde ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er als Leutnant in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 47. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er als Kompanieoffizier in das 21. (Bayer.) Infanterie-Regiment übernommen. 1921/22 wurde er zum Oberleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 20. Juni 1918 festgelegt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 wurde er dann als Kompanieoffizier die nächsten Jahre bei der 5. Kompanie vom 21. (Bayer.) Infanterie-Regiment in Nürnberg eingesetzt. Im gleichen Jahr hat er geheiratet. Ab dem 1. November 1925 wurde er dann als Chef der 16. Kompanie des Ausbildungs-Bataillons vom 21. (Bayer.) Infanterie-Regiment in Erlangen eingesetzt. Ab dem 1. Oktober wurde er dann vorerst beim Regimentsstab vom 21. (Bayer.) Infanterie-Regiment in Nürnberg eingesetzt. Am 1. Februar 1927 wurde er dann dort zum Hauptmann befördert. 1927/28 wurde er dann zum Chef der 5. Kompanie vom 21. (Bayer.) Infanterie-Regiment ebenfalls in Nürnberg ernannt. Diese Funktion übte er dann viele Jahre aus. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht am 1. Oktober 1934 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er am gleichen Tag zum Chef der 14. Panzerjäger-Kompanie vom Infanterie-Regiment Nürnberg ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände am 15. Oktober 1935 wurde er als Major zum Kommandeur des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 21 ernannt. Am 6. Oktober 1936 wurde er durch die Verlegung und Umbenennung seines Bataillons zum Kommandeur des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 104 in Landau ernannt. Dieses Kommando behielt er dann noch mehrere Jahre. Als solcher wurde er am 1. April 1937 zum Oberstleutnant befördert. Auch bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 wurde er weiter als Kommandeur des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 104 eingesetzt. Mit diesem bezog er dann im Verband der 33. Infanterie-Division Stellungen an der Westfront. Im Herbst 1939 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür Ende November 1939 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 11 ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1940 zum Oberst befördert. Kurz darauf führte er noch im Frühjahr 1940 sein Regiment im Verband der 14. Infanterie-Division in den Westfeldzug. Anfang November 1940 gab er sein Kommando über das Regiment bei dessen Umgliederung zum Infanterie-Regiment (motorisiert) 11 ab. Er wurde dafür zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 217 ernannt. Dieses führte er dann bei Beginn des Sommers 1941 im Ostfeldzug im Verband der 57. Infanterie-Division beim Angriff auf Südrussland. Im Dezember 1941 gab er sein Kommando über das Infanterie-Regiment 217 ab und wurde dafür in die Führerreserve versetzt. Am 1. Juli 1942 wurde er dann zum Kommandeur der Annahmestelle für Offiziersbewerber VI ernannt. Mitte November 1942 wurde er dann zum Kommandeur der Annahmestelle für Offiziersbewerber XIII ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1943 zum Generalmajor befördert. Im Juni 1944 gab er sein Kommando ab und wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Im Dezember 1944 wurde er in Lazarett eingeliefert. Nach der Kapitulation wurde er dann Anfang Mai bis November 1945 von den Besatzungstruppen eingesperrt.