Malbrandt, Wilhelm

 

* 1875,

† ,

 

Wilhelm Malbrandt wurde am 27. Januar 1895 in der Königlich Preußischen Armee zum Sekondeleutnant befördert. Am 25. Juli 1904 trat er als Oberleutnant vom Telegraphen-Bataillon Nr. 3 offiziell aus dem Heer aus. Bis 1906 gehörte er dann zur Deutschen Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika. Bei dieser wurde er zur Niederschlagung des Herero-Aufstandes eingesetzt. Am 13. September 1911 wurde er zum Hauptmann befördert. Kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges gehörte er im Sommer 1914 zum Stab vom Kraftfahr-Bataillon in Berlin. Am 18. Dezember 1917 wurde er zum Major befördert. Zu dieser Zeit war er bei den deutschen Kraftfahrtruppen bei den Türken im Einsatz. Er gehörte als Stabsoffizier zur Kraftfahreinheit 771 in Nazareth. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch viele weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann als Major in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er als Kommandeur zur Kraftfahr-Abteilung 2 der Reichswehr-Brigade 2. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr übernahm er dann als Kommandeur die 2. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung in Stettin. Dieses Kommando behielt er dann die nächsten Jahre. Später wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. 1926 wurde er als Oberstleutnant a.D. in die Sowjetunion geschickt, um ein geeignetes Testgelände für Deutsche Panzer zu finden. Er fand eine Artilleriekaserne in Kasan als geeignet. Die dortige Schule erhielt dann den Tarnamen KAMA, welcher sich aus Kasan und Malbrandt zusammensetzte.