Hewelke, Georg

 

* 14. November 1886, Falkenau (Westpreußen)

† 18. Januar 1942, Brjansk

 

Georg Hewelke trat am 13. Oktober 1906 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Er kam dabei zum 1. Pommersches Feldartillerie-Regiment Nr. 2. Bei diesem wurde er am 15. Juni 1907 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 27. Januar 1908 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde auf den gleichen Tag datiert. Als solcher wurde er dann als Batterieoffizier im 1. Pommersches Feldartillerie-Regiment Nr. 2 eingesetzt. Am 1. Oktober 1913 wurde er dann zum 1. Litthauisches Feldartillerie-Regiment „Prinz August von Preußen“ Nr. 1 versetzt. Auch bei diesem wurde er wieder als Batterieoffizier eingesetzt. In dieser Position befand er sich auch noch kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges im Sommer 1914. Im 1. Weltkrieg wurde er dann als Zug- und Batterieführer eingesetzt. Am 27. Januar 1915 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 18. April 1917 wurde er zum Rittmeister befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann im Herbst 1919 als Hauptmann in das Reichsheer übernommen. Er wurde jetzt beim Reichswehr-Artillerie-Regiment 1 eingesetzt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zu diesem Regiment. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er angeblich im Herbst 1920 in das 1. (Preuß.) Reiter-Regiment übernommen, ist aber in der Rangliste nicht bei diesem aufgeführt. Ab dem 15. Juni 1921 wurde er dann als Rittmeister im Regimentsstab vom 1. (Preuß.) Reiter-Regiment in Tilsit eingesetzt. Später wurde er dann als Eskadronchef zum 5. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 wurde er mehrere Jahre als Chef der 4. Eskadron vom 5. (Preuß.) Reiter-Regiment in Stolp eingesetzt. Am 1. Februar 1928 wurde er in den Regimentsstab vom 6. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Pasewalk versetzt. Bei diesem wurde er dann die nächsten Jahre eingesetzt. Am 1. April 1930 wurde er dort zum Major befördert. Am 1. Februar 1931 wurde er dann zum Regimentsstab vom 5. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Stolp versetzt. Dort erhielt er dann in den nächsten Jahren auch seine Einweisung als Regimentskommandeur. Dabei wurde er zum 1. April 1934 zum Oberstleutnant befördert. Bei der Erweiterung der Wehrmacht zur Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Reiter-Regiment Hannover ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Reiter-Regiment 13 in Hannover ernannt. Am 1. März 1936 wurde er zum Oberst befördert. Durch die Umbenennung seines Regiments wurde er am 6. Oktober 1936 zum Kommandeur vom Kavallerie-Regiment 13, ebenfalls in Hannover, ernannt. Am 12. Oktober 1937 gab er sein Kommando an Oberstleutnant Heinz von Randow ab. Er wurde dafür zum Höherer Kavallerieoffizier 2 in Darmstadt ernannt. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er jetzt zum Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets 520 (Korück 520) ernannt. Diesen Stab führte er dann bei Beginn des Krieges in Südpolen. Als solcher wurde er zum 1. Dezember 1939 zum Generalmajor befördert. Am 14. Februar 1940 gab er sein Kommando als Korück 520 ab und wurde dafür am 15. Februar 1940 für die nächsten zehn Monate zum Inspekteur der Inspektion für Reit- und Fahrwesen beim Befehlshaber des Ersatzheeres (BdE) im Oberkommando des Heeres (OKH) eingesetzt. Am 15. Dezember 1940 wurde er dann zum Kommandeur der neuen 339. Infanterie-Division in Thüringen ernannt. Nach der Aufstellung verlegte er im Frühjahr 1941 mit seiner Division an die Demarkationslinie nach Frankreich. Im August 1941 verlegte er dann mit der Division an die Ostfront. Dort führte er die 339. Infanterie-Division im Ostfeldzug im Mittelabschnitt der Ostfront. Zum 1. Dezember 1941 wurde er zum Generalleutnant befördert. Mitte Januar 1942 ist er in Brjansk an einem Herzinfarkt gestorben.