von Dufay, Walter

 

* 28. August 1883, Berlin

† 9. März 1943, Berlin-Falkensee

 

Walter von Dufay trat am 18. Oktober 1903 als Fähnrich in das Königlich Preußische Heer ein. Er kam dabei zum Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6. Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 18. August 1904 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 22. Januar 1903 datiert. Als solcher wurde er dann als Eskadronoffizier im Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 eingesetzt. 1909 wurde er dann für zwei Jahre zum Regimentsadjutant vom Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 ernannt. Am 1. Oktober 1911 wurde er dann für die nächsten Jahre zur Kriegsakademie nach Berlin kommandiert. Dort wurde er am 19. Dezember 1911 zum Oberleutnant befördert. Er absolvierte dabei dann auch eine Pilotenausbildung. Im Sommer 1914 wurde er dann zum Ostpreußisches Ulanen-Regiment „Graf zu Dohna“ Nr. 8 versetzt. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges kam er dann Anfang August 1914 zur Feldfliegerabteilung 17. Anfang September 1914 wurde er bei Radom abgeschossen und geriet in russische Gefangenschaft. Am 8. November 1914 wurde er zum Rittmeister befördert. Im Mai 1918 wurde er dann aus der Gefangenschaft entlassen und kehrte nach Deutschland zurück. Anfänglich gehörte er dann zum Ostpreußisches Ulanen-Regiment „Graf zu Dohna“ Nr. 8, bevor er im Juli 1918 zum Ersatztruppenteil vom Ostpreußisches Füsilier-Regiment "Graf Roon" Nr. 33 versetzt wurde. Anfang August 1918 rückte er dann auch an die Front aus, wo er zum Bataillonsführer im Infanterie-Regiment Nr. 447 ernannt wurde. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann 1919 als Rittmeister in das Reichsheer übernommen. Er wurde jetzt beim Reichswehr-Reiter-Regiment 1 als Eskadronchef eingesetzt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zum Reiter-Regiment 1. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er im Herbst 1920 als Chef einer Eskadron in das 1. (Preuß.) Reiter-Regiment übernommen. Am 1. Februar 1924 wurde er als Adjutant zum Stab der 2. Kavallerie-Division nach Breslau versetzt. Am 1. Juni 1925 wurde er dann in die 1. Eskadron vom 8. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Militsch versetzt. Von dort wurde er dann für die nächsten Jahre in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin kommandiert. Dort wurde er dann in der Inspektion der Kavallerie (In 3) eingesetzt. Dabei wurde er am 1. Februar 1926 zum Major befördert. Etatmäßig wurde er dann 1927/28 in die 4. Eskadron vom 8. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Namslau versetzt, bleib aber weiter zur Inspektion der Kavallerie (In 3) kommandiert. Am 1. Mai 1929 wurde er dann zum Regimentsstab vom 9. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Fürstenwalde an der Spree versetzt. Dort erhielt er dann in den nächsten Jahren auch seine Einweisung als Regimentskommandeur. Dabei wurde er zum 1. November 1930 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Februar 1931 wurde er dann als Nachfolger von Oberst Ernst-August Köstring zum Kommandeur vom 10. (Preuß.) Reiter-Regiment in Züllichau ernannt. Sein Kommando über das Regiment behielt er dann die nächsten drei Jahre. Dabei wurde er am 1. April 1933 auch zum Oberst befördert. Ende Januar 1934 gab er sein Kommando an Oberstleutnant Theodor Freiherr von Wrede ab. Er wurde dafür am 1. Februar 1934 als Nachfolger von Oberst Konrad von Marées zum Kommandant vom Truppenübungsplatz Döberitz ernannt. Dieses Kommando behielt er auch bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht 1934/35. Zum 1. April 1936 wurde er zum Generalmajor befördert. Im Jahr 1936 gab er sein Kommando über den Truppenübungsplatz Döberitz an Oberst Heinrich Recke ab. Anfang Oktober 1936 wurde er dann zum Höherer Kavallerieoffizier 4 in Hannover ernannt. Am 30. September 1937 wurde er aus dem aktiven Dienst der Wehrmacht verabschiedet. Er wurde dann auch bei Beginn des 2. Weltkrieges nicht wieder aufgerufen und ist dann im vierten Kriegsjahr in seiner Heimatstadt gestorben.