Cuno, Kurt Joseph Gustav
| * 27. August 1896, Zweibrücken † 14. Juli 1961, München |
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Kurt Cuno war der Sohn vom Regierungsrat a.D. Friedrich Cuno und dessen Ehefrau Anna, geborene Krammann. Er trat während des 1. Weltkrieges am 4. Februar 1915 als Kriegsfreiwilliger Fahnenjunker in die Bayerische Armee ein. Er kam dabei Rekrutendepot II vom 4. Königlich Bayerisches Ersatz-Pionier-Bataillon in Ingolstadt. Am 31. März 1915 wurde er zur 3. Kompanie versetzt. Am 6. Mai 1915 wurde er zum Fahnenjunker-Gefreiten befördert. Am 14. August 1915 wurde er zum Fahnenjunker-Unteroffizier befördert. Vom 4. Oktober 1915 bis zum 27. November 1915 wurde er zum 2. Offiziers-Aspiranten-Kurs zur 1. Kompanie vom Pionier-Ersatz-Bataillon nach München kommandiert. Am 22. Oktober 1915 wurde er zur 2. Kompanie versetzt. Am 31. Dezember 1915 wurde er zum Bayerisches Pionier-Regiment an die Front versetzt. Dort wurde er am 5. Januar 1916 in die 1. Kompanie eingeteilt und mit dieser in Stellungskämpfen westlich Peronne eingesetzt. Am 8. März 1916 wurde er zur 2. Kompanie des Regiments versetzt, zum Vizefeldwebel befördert und zum Offiziers-Stellvertreter ernannt. Vom 11. März 1916 bis zum 23. Juni 1916 wurde er in Stellungskämpfen im Artois, westlich von Bapaume eingesetzt. Am 23. April 1916 wurde er gleichzeitig zum Fähnrich und zum Leutnant ohne Patent befördert. Am 22. Mai 1916 wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Vom 13. Juni 1916 bis zum 16. Juni 1916 wurde er zum Gaskurs nach Köln kommandiert. Am 14. Juli 1916 wurde er wieder zur 1. Kompanie vom Bayerisches Pionier-Regiment zurückversetzt. Vom 24. Juni 1916 bis zum 24. August 1916 wurde er bei der Schlacht an der Somme eingesetzt. Er wurde am 29. Juli 1916 durch Schrapnell am Rücken leicht verwundet, blieb aber bei der Truppe. Ab dem 17. August 1916 wurde er als stellvertretener Adjutant beim Kommandeur der Pioniere der 24. Infanterie-Division eingesetzt. Vom 25. August 1916 bis zum 12. September 1916 wurde er bei Stellungskämpfen in französisch Flandern und Artois eingesetzt. Vom 12. September 1916 bis zum 2. Oktober 1916 erhielt er Urlaub. Am 20. September 1916 wurde ihm das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Ab dem 29. April 1917 wurde er als Nachschuboffizier und stellvertretender Adjutant vom 4. Königlich Bayerisches Pionier-Bataillon eingesetzt. Vom 26. Juni 1917 bis zum 3. August 1917 wurde er als stellvertretender Kompanieführer beim Kommandeur der Pioniere der 14. Infanterie-Division eingesetzt. Vom 17. August 1917 bis zum 6. September 1917 wurde er erneut als stellvertretender Kompanieführer beim Kommandeur der Pioniere der 14. Infanterie-Division eingesetzt. Auch zwischen dem 9. September 1917 und dem 5. Oktober 1917, vom 1. November 1917 bis 8. November 1917 und vom 15. November 1917 bis zum 23. November 1917 wiederholte sich diese Kommandierung als stellvertretender Kompanieführer zum Kommandeur der Pioniere der 14. Infanterie-Division erneut. Während dieses Zeitabschnitts erhielt er vom 11. Oktober 1917 bis zum 26. Oktober 1917 Heimaturlaub. Außerdem hat er am 9. Oktober 1917 sein Patent als Leutnant erhalten, welches auf den 19. Juli 1916 datiert wurde. Vom 25. November 1917 bis zum 2. Februar 1918 wurde er zum Bataillonsstab zur Ausbildung als Adjutant kommandiert. Am 2. Februar 1918 wurde er zum Stab vom 4. Königlich Bayerisches Pionier-Bataillon versezt. Dort wurde er auf die Stelle des Verpflegungsoffiziers eingeteilt. Außerdem wurde er auch zum Gerichtsoffizier ernannt. Am 11. Februar 1918 wurde er zum 9. Königlich Bayerisches Pionier-Bataillon versetzt. Er wurde dort der Pionier-Kompanie 102 zugeteilt. Er wurde aber ab diesem Tag bis zum 21. März 1918 zum Bataillonstab vom 9. Königlich Bayerisches Pionier-Bataillon kommandiert. Am 21. März 1918 wurde er als Bataillonsadjutant zum Bataillonsstab vom 9. Königlich Bayerisches Pionier-Bataillon versetzt. Am 30. August 1918 wurde er durch Granatsplitter am linken Lid und Nase leicht verwundet. Er verblieb erneut bei der Truppe. Am 16. September 1918 wurde er zum Gerichtsoffizier ernannt. Vom 16. Oktober 1918 bis zum 1. November 1918 spielte sich der Rückzug in Serbien ab. Vom 23. Oktober 1918 bis zum 14. November 1918 wurde er als Adjutant des abbefördernden Generalstabsoffiziers beim Alpenkorps eingesetzt. Vom 1. November 1918 bis zum 24. November 1918 war er am Rückzug durch Ungarn beteiligt. Am 30. November 1918 wurde er beim 1. Pionier-Ersatz-Bataillon eingetragen, da das 9. Pionier-Bataillon demobilisiert wurde. Am 17. Dezember 1918 wurde er auch dorthin versetzt. Ihm wurden im 1. Weltkrieg neben beide Eisernen Kreuze und andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er noch im Dezember 1918 zur Inspektion des Kraftfahrwesens (Ikraft) kommandiert. Am 25. Januar 1919 wurde er zum Ikraft versetzt. Am 21. Februar 1919 wurde er mit Auflösung des Ikraft zur Ingenieur-Inspektion übernommen. Vom 10. April 1919 bis zum 20. Mai 1919 wurde er zum Ministerium für militärische Angelegenheiten nach Bamberg kommandiert. Am 1. August 1919 wurde er in das vorläufige Reichsheer übernommen. Er wurde bereits am 24. Juli 1919 mit Wirkung vom 1. August 1919 zum Reichswehr-Gruppenkommando 4 nach München versetzt. Von dort wurde er zur Kraftfahr-Kompanie 21 eingeteilt unter Kommandierung zum Führer der Kraftfahrtruppen 4. Im März 1920 wurde er als Führer der bayerischen Reichswehr-Kraftfahr-Kolonne 246 im Ruhrgebiet verwendet. Bei der Bildung des 200.000 Mann Heeres der Reichswehr Mitte Mai 1920 war er dann bei der Kraftfahr-Abteilung 23 der Reichswehr-Brigade 23 im Einsatz. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1920 zur 7. (Bayerische) Kraftfahr-Abteilung eingeteilt. Am 1. Oktober 1921 wurde er zur 7. (Bayerische) Sanitäts-Abteilung versetzt. Vom 2. November 1921 bis zum 24. November 1921 besuchte er einen leichten MG-Kursus. Am 2. Januar 1922 wurde er zur 2. Kompanie der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung versetzt. Dort wurde er am 1. Februar 1922 auch zum Fürsorgeoffizier ernannt. Er erhielt jetzt den 1. September 1914 als neues Rangdienstalter zugewiesen. Am 1. April 1924 wurde er bei 3. Kompanie der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung zum Oberleutnant befördert. Vom 24. Juni 1924 bis zum 20. November 1924 besuchte er den IX. Lehrgang für Leibesübungen. Danach erlangte er das Sportabzeichen in Bronze. Vom 8. März 1926 bis zum 20. März 1926 besuchte er den Gasschutzlehrgang F. Bis zum Herbst 1927 blieb er dann etatmäßig weiter bei der 3. Kompanie seiner Abteilung. Seine private Anschrift zu jener Zeit war die Sonnenstraße 36 in Fürth. Dann wurde er zur Führergehilfenausbildung zum Stab der 6. Division der Reichswehr versetzt. Dort wurde er am 1. Februar 1929 zum Hauptmann befördert. Am 3. Juli 1930 hat er die geschiedene Johanna Katharina Eidam, geborene Schätzler, Tochter eines Fabrikbesitzers, in Nürnberg geheiratet. Auch im Frühjahr 1930 wurde er noch beim Stab der 6. Division der Reichswehr verzeichnet. Am 1. Oktober 1930 wurde er dann zum Chef der 3. Kompanie der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung ernannt. Am 15. August 1931 ist sein Vater gestorben. Am 1. Oktober 1933 wurde er nach drei Jahren an die Kavallerieschule versetzt. Von dort wurde er zum Kraftfahrlehrstab kommandiert. Zu dieser, manchmal auch als Kraftfahrkampfschule bezeichneten Einrichtung, wurde er am 1. April 1934 fest versetzt. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht gehörte er am 1. Oktober 1934 zur Kraftfahrkampfschule in Berlin. Bei der Enttarnung der Einheiten am 15. Oktober 1935 wurde er als Leiter der taktischen Lehrgänge an der Kraftfahr-Truppenschule in Wünsdorf eingesetzt. Als solcher wurde er am 1. Juni 1935 zum Major befördert. Seine private Anschrift war 1936 die Schuhstraße 36 in Erlangen. In diesem Jahr wurde die Schule in Wünsdorf als Kraftfahrkampftruppenschule bezeichnet. Erst im Herbst 1937 verließ er die Truppenschule und übernahm wieder ein Truppenkommando. Am 12. Oktober 1937 wurde er zum Kommandeur der I. Abteilung vom Panzer-Regiment 25 in Erlangen ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1938 zum Oberstleutnant befördert. Seine Abteilung führte er dann bei Ausbruch des 2. Weltkrieges im Spätsommer 1939 im Polenfeldzug ins Gefecht. Am 1. Januar 1940 wurde er zum Kommandeur vom Panzer-Regiment 25 ernannt. Am 29. Februar 1940 gab er sein Regiment bereits wieder ab. Er wurde jetzt in das Oberkommando des Heeres (OKH) versetzt. Dort wurde er als Abteilungsleiter (In 6) in der Amtgruppe K eingesetzt. Während des Westfeldzuges im Frühjahr 1940 blieb er dort auch eingeteilt. Am 1. Oktober 1940 wurde er zum Kommandeur des neuen Panzer-Regiment 39 ernannt. Am 1. Januar 1941 wurde er zum Oberst befördert. Sein Regiment führte er dann bei Beginn des Ostfeldzug zum Angriff auf Mittelrussland. Ihm wurden beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen bis zum 10. Juli 1941 verliehen. Am 18. August 1941 wurde ihm das Panzerkampfabzeichen in Silber verliehen. Am 14. Januar 1942 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 18. Januar 1942 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 19. Januar 1942 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve OKH versetzt. Am 19. März 1942 wurde ihm das Verwundetenabzeichen in Silber verliehen. Am 29. Dezember 1942 wurde er zum Kommandeur der Schnellen Truppen XIII ernannt. Auch nach der Umbenennung des Stabes zum Kommandeur der Panzertruppen XIII im April 1943 blieb er weiter der Kommandeur. Dabei wurde er zum 5. Divisionsführerlehrgang kommandiert. Dort wurde er am 1. Juli 1943 zum Generalmajor befördert. Am 7. August 1943 wurde er zum Kommandeur der 233. Reserve-Panzer-Division ernannt. Am 20. Mai 1944 gab er sein Kommando an Generalleutnant Max Fremerey ab. Er wurde jetzt in das OKH versetzt. Dort wurde er als Chef des Heeres-Kraftfahrwesens (HKW) eingesezt. Am 10. Juni 1944 wurde er unter Beibehaltung seiner bisherigen Stellung auch noch zum General der Kraftfahrparktruppen des Feldheeres beim Chef des Generalstabes des Heeres ernannt. Er füllte beide Funktionen in Personalunion aus. Ab dem 15. Juni 1944 wurde die erste Funktion zum General des Kraftfahrwesens umbenannt. Am 1. August 1944 wurde er zum Generalleutnant befördert. Nach Kriegsende kam er in alliierte Kriegsgefangenschaft. Im Sommer 1947 wurde er aus dieser wieder entlassen. Er lebte dann spätestens von den frühen fünfzigern bis zu seinem Tod in der Aldegreverstraße 18 in München und hatte dort die Telefonnummer 16054.
Ritterkreuz (18. Januar 1942)
Literatur und Quellen:
BArch, MSG 109/4919 : Krug, Ottomar: Deutsche
Generale 1867-1945
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich
Württembergischen) Armeekorps 1907, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin
1907
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich
Württembergischen) Armeekorps 1908, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin
1908
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich
Württembergischen) Armeekorps 1909, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin
1909
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich
Württembergischen) Armeekorps 1910, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin
1910
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich
Württembergischen) Armeekorps 1911, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin
1911
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich
Württembergischen) Armeekorps 1912, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin
1912
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich
Württembergischen) Armeekorps 1913, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin
1913
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich
Württembergischen) Armeekorps 1914, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin
1914
Dienstaltersliste der Offiziere der königlich Preußischen Armee und des XIII.
(königlich Württembergischen) Armeekorps 1917, Mittler und Sohn 1917
Dienstaltersliste der Offiziere der bisherigen Preußischen Armee und des XIII.
(bisherigen Württembergischen) Armeekorps 1919, Mittler und Sohn 1919
Stellenbesetzung im Reichsheer 16. Mai 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1923, Berlin,
Mittler und Sohn 1923
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1924, Berlin,
Mittler und Sohn 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin,
Mittler und Sohn 1925
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1926, Berlin,
Mittler und Sohn 1926
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1927, Berlin,
Mittler und Sohn 1927
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1928, Berlin,
Mittler und Sohn 1928
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1929, Berlin,
Mittler und Sohn 1929
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1930, Berlin,
Mittler und Sohn 1930
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1931, Berlin,
Mittler und Sohn 1931
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1932, Berlin,
Mittler und Sohn 1932
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. Mai 1933
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. April 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 1. Oktober 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 15. Oktober 1935
Stellenbesetzung Wehrmacht 6. Oktober 1936
Stellenbesetzung des Heeres mit Stand vom 12. Oktober 1937
Stellenbesetzung des Heeres 1938
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte,
Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad
Nauheim, Podzun 1953
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Wolfgang Keilig: Die Generale des Heeres und die Sanitätsoffiziere im
Generalsrang, Podzun-Verlag 1983
Gerhard von Seemen: Die Ritterkreuzträger
1939-1945, Podzun-Verlag, Friedberg 1976
Horst Scheibert: Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold und Silber, 2
Bände, Verlag Podzun-Pallas, Friedberg 1983 und 1990
NARA T-78 R-884