Cuno, Kurt

 

* 27. August 1896, Zweibrücken

† 14. Juli 1961, München

 

Kurt Cuno trat am 14. Februar 1915 als Fahnenjunker in das bayerische Heer ein. Er kam dabei Rekrutendepot vom 4. Königlich Bayerisches Pionier-Bataillon. Ende 1915 wurde er mit dem Bayerisches Pionier-Regiment an die Front versetzt. Dort wurde er im April 1916 zum Fähnrich befördert. Am 9. Oktober 1917 wurde er zum Leutnant befördert. Anfang 1918 wurde er zum Adjutant des 9. Königlich Bayerisches Pionier-Bataillon ernannt. Ihm wurden im 1. Weltkrieg beide Eisernen Kreuze und andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen und dort anfangs in Stäben eingesetzt. Im Mai 1920 war er dann bei der Kraftfahr-Abteilung 23 der Reichswehr-Brigade 23 im Einsatz. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zur 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung. Am 1. Oktober 1921 ist er nicht in der Stellenbesetzung bei der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung enthalten. Am 1. April 1924 wurde er bei 3. Kompanie der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung zum Oberleutnant befördert. Bis zum Herbst 1927 blieb er dann bei der 3. Kompanie. Dann wurde er zur Führergehilfenausbildung zum Stab der 6. Division der Reichswehr versetzt. Dort wurde er am 1. Februar 1929 zum Hauptmann befördert. Auch im Frühjahr 1930 wurde er noch beim Stab der 6. Division der Reichswehr verzeichnet. Am 1. Oktober 1930 wurde er dann zum Chef der 3. Kompanie der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung ernannt. Am 1. Oktober 1933 wurde er nach drei Jahren an die Kavallerieschule versetzt. Bei dieser wurde er als Chef der taktischen Lehrgänge in Wünsdorf eingesetzt. Als solcher wurde er am 1. Juni 1935 zum Major befördert. Erst im Herbst 1937 verließ er die Truppenschule und übernahm wieder ein Truppenkommando. Am 1. Oktober 1937 wurde er zum Kommandeur der I. Abteilung vom Panzer-Regiment 25 ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1938 zum Oberstleutnant befördert. Seine Abteilung führte er dann bei Ausbruch des 2. Weltkrieges im Polenfeldzug ins Gefecht. Am 1. Oktober 1940 wurde er zum Kommandeur des neuen Panzer-Regiment 39 ernannt. Am 1. Januar 1941 wurde er zum Oberst befördert. Sein Regiment führte er dann bei Beginn des Ostfeldzug zum Angriff auf Mittelrussland. Ihm wurden beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Am 14. Januar 1942 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 18. Januar 1942 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 19. Januar 1942 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Ende Dezember 1942 wurde er zum Kommandeur der Schnellen Truppen XIII ernannt. Auch nach der Umbenennung des Stabes zum Kommandeur der Panzertruppen XIII im April 1943 blieb er weiter der Kommandeur. Dabei wurde er zum 5. Divisionsführerlehrgang kommandiert. Dort wurde er am 1. Juli 1943 zum Generalmajor befördert. Am 8. August 1943 wurde er zum Kommandeur der 233. Reserve-Panzer-Division ernannt. Am 20. Mai 1944 gab er sein Kommando an Generalleutnant Max Fremerey ab. Er wurde jetzt in das OKH versetzt. Dort wurde er am 1. August 1944 zum Generalleutnant befördert. Nach Kriegsende kam er in alliierte Kriegsgefangenschaft. Im Sommer 1947 wurde er aus dieser wieder entlassen.

 

Ritterkreuz (18. Januar 1942)