Schweickhard, Karl-Friedrich

 

* 18. Juni 1883, Karlsruhe

† 5. Juli 1968, Königsfeld-Sommerzell / Schwarzwald

 

Karl Schweickhard trat am 1. Januar 1902 als Fahnenjunker in die Württembergische Armee ein. Der Sohn vom Oberforstrat Friedrich Schweickhard kam dabei zum 5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113. Bei diesem wurde er am 19. Mai 1903 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 27. Januar 1904 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 28. Januar 1903 datiert. Als solcher wurde er dann als Kompanieoffizier im 5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113 eingesetzt. Am 27. Januar 1912 wurde er als solcher zum Oberleutnant befördert. Dann absolvierte er ab 1912 seine Fliegerausbildung und auch eine Ausbildung als Beobachter. Bei Beginn des 1. Weltkrieges wurde er dann Anfang August 1914 als Flieger zur Feld-Flieger-Abteilung 20 versetzt. Am 8. November 1914 wurde er dann unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann zum Armee-Flugpark Woyrsch kommandiert. Ab Ende Juli 1915 wurde er dann als Führer der Feldflieger-Abteilung 11 eingesetzt. Ende Oktober 1915 wurde er dann als Führer zur Feldflieger-Abteilung 22 versetzt. Ab dem 1. September 1916 wurde er dann als Abteilungsleiter bei der Inspektion der Fliegertruppe eingesetzt. Am 30. Oktober 1916 hat er die über zehn Jahre jüngere Grete Waltz geheiratet. Dieser Verbindung sollten später 3 Kinder entspringen. Ende Januar 1917 wurde er dann zum Gruppenführer der Flieger 1 (Grufl 1) ernannt. Diese Funktion übte er dann bis nach der deutschen Kapitulation aus. Am 9. Oktober 1917 wurde seine älteste Tochter, Irma, geboren. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern und beiden Eisernen Kreuzen auch noch jede Menge andere Auszeichnungen verliehen. Am 21. September 1919 wurde sein Sohn Wolfgang geboren. Nach dem Krieg wurde er dann am 1. Oktober 1919 als Hauptmann mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er dabei zum Reichswehr-Schützen-Regiment 113. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in das 14. (Badisches) Infanterie-Regiment übernommen. Bei diesem wurde er dann die nächsten Jahre als Kompaniechef eingesetzt. Am 1. Mai 1922 wurde seine jüngste Tochter Marianne geboren. Am 1. September 1923 wurde er dann für viele Jahre als Chef der 6. Kompanie in das 15. Infanterie-Regiment nach Sondershausen versetzt. Mitte Mai 1925 wurde er dann mit seiner Kompanie nach Weimar verlegt. Am 1. Februar 1926 wurde er dort zum Major befördert, blieb aber noch weitere Jahre Chef der 6. Kompanie vom 15. Infanterie-Regiment. Am 1. Februar 1929 wurde er dann für die nächsten Jahre zum Kommandeur des I. Bataillons vom 14. (Bad.) Infanterie-Regiment in Meiningen ernannt. Als solcher wurde er am 1. November 1930 zum Oberstleutnant befördert. Am 31. März 1931 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür in den Regimentsstab vom 13. (Württ.) Infanterie-Regiment nach Ludwigsburg versetzt. Am 1. März 1933 wurde er dann als Adjutant in den Stab vom Gruppenkommando 1 in Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. April 1933 zum Oberst befördert. Am 1. April 1934 wurde er dann in die Luftwaffe versetzt. Dort wurde er dann zunächst als Präsident vom Gehobenes Luftamt III in Dresden eingesetzt. Am 1. März 1935 wurde er dann durch die Umbenennung seines Stabes unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor zum Kommandeur vom Luftkreis-Kommando III in Dresden ernannt. Ende März 1935 gab er sein Kommando über den Stab ab. Am 1. April 1935 wurde er dann dafür zum Kommandeur vom Luftkreis-Kommando I in Königsberg ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1936 zum Generalleutnant befördert. Ende 1937 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür als Offizier z.b.V. in das Reichsluftfahrtministerium (RLM) versetzt. Am 1. Januar 1938 wurde er bei der Gründung des Luftwaffenbundes für drei Monate mit dessen Führung beauftragt. Am 1. April 1938 wurde er dann zum Chef des Stabes W im OKW ernannt. Als solcher wurde er am 1. Juni 1938 zum General der Flieger befördert. Ende September 1939 wurde er aus dem aktiven Dienst der Wehrmacht verabschiedet. Er wurde aber sofort wieder zur Verfügung der Luftwaffe gestellt. Er wurde dem Chef des Luftwaffen-Ausbildungswesens für Spezialaufgaben zugeteilt. Von Frühjahr 1940 bis zum Herbst 1940 wurde er gleichzeitig auch als Offiziersrichter am Reichskriegsgericht eingesetzt. Am 22. Mai 1942 ist sein Sohn als Leutnant auf Kreta gefallen. Am 31. Juli 1942 wurde er dann endgültig aus dem Dienst bei der Wehrmacht verabschiedet.