1. leichte Brigade


Die Brigade wurde am 12. Oktober 1937 als erste, von drei im Generalstab des Heeres geplanten leichten Brigaden, aufgestellt. Die 1. leichte Brigade entstand in Rheinland-Westfalen, in Anlehnung an das Konzept der französischen "Division legere mechanique (DLM)", als Gegenstück zu den bereits 1935 aufgestellten deutschen Panzerdivisionen. Die leichten Brigaden (motorisiert) sollten die traditionelle Rolle der Heereskavallerie, operative Aufklärung und Sicherung, übernehmen. Die Brigade wurde im Februar 1938 dem Generalkommando XV. Armeekorps unterstellt. Die geplante Gliederung war:

Brigade-Stab, Schützen-Regiment 4, Aufklärungs-Regiment 6, Aufklärungs-Abteilung 6, Aufklärungs-Abteilung 8, Artillerie-Regiment (motorisiert) 76, Panzer-Abteilung 65, Panzer-Abwehr-Abteilung 41, Pionier-Bataillon (motorisiert) 57, Nachrichten-Kompanie 82, Brigade-Nachschubführer.

Die Schwächen zeigten sich bald nach den ersten Übungen im geschlossenen Verband. Das voll motorisierte Schützen-Regiment 4, mehr als 17. Kompanien, und das motorisierte Aufklärungs-Regiment (12 motorisierte oder gepanzerte Kompanien, waren aufgrund ihrer unverhältnismäßig großen Zahl von Kraftfahrzeugen verschiedenster Art durch einen kleinen Brigadestab nicht zweckmäßig zu führen. Sie waren einfach zu groß und in ihrer Kommandostruktur zu unbeweglich. Die Panzer-Abteilung 66 sollte im Straßenmarsch schnell verlegt werden können. Sie wurde auf dreiachsigen LKW und Tiefladern transportiert. Das erhöhte noch zusätzlich die nicht zu übersehende Unhandlichkeit dieser Art der Brigade. Die Brigade wurde daraufhin ab dem 1. April 1938 zur 1. leichten Division umgegliedert. 

Das Aufklärungs-Regiment 6 wurde 1938 aufgelöst. Die Aufklärungs-Abteilung 8 trat zur in Aufstellung begriffenen 3. leichten Division. Die Brigadetruppen wurden erst ab Frühjahr 1938 bei der 1. leichten Division voll aufgestellt.   

Kommandeure:

Oberst Friedrich Wilhelm von Loeper Aufstellung bis Umbenennung