Infanterie-Ersatz-Bataillon (mot.) 5
Schützen-Ersatz-Bataillon 5
Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 5
Panzer-Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 5
Panzer-Grenadier-Ersatz-Bataillon 5
Panzer-Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 5

 

Feldpostnummern vom Ausbildungs-Bataillon ab dem 24. März 1945:

Einheit Feldpostnummer
Stab 57606 A
1. Kompanie 57606 B
2. Kompanie 57606 C
3. Kompanie 57606 D
4. Kompanie 57606 E

Das Infanterie-Ersatz-Bataillon (motorisiert) 5 wurde bei der Mobilmachung am 27. August 1939 in der Körner-Straße in Stettin, im Wehrkreis II, aufgestellt. Das Bataillon unterstand dem Kommandeur der Ersatztruppen II. Das Bataillon stellte den Ersatz für die 2. Infanterie-Division. Ab dem 9. November 1939 unterstand das Infanterie-Ersatz-Bataillon (motorisiert) 5, durch Umbenennung der übergeordneten Einheit, der Division 152. Anfang Dezember 1939 machte das Bataillon Abgaben zur Aufstellung des II. Bataillons vom Schützen-Regiment 111. Am 15. Februar 1941 wurde das Bataillon in Schützen-Ersatz-Bataillon 5 umbenannt. Im Frühjahr 1941 wurde die Masse des Bataillons auf den Truppenübungsplatz Groß Born, ebenfalls Wehrkreis II, verlegt. Dort fanden etwa einen Monat lang Übungen mit der Kavallerie-Ersatz-Abteilung 5 statt. Mitte Juni 1941 formierte das Bataillon ein schwaches Infanteriebataillon, unter Hauptmann Modrow, zum Schutz der Weichselbrücken bei Dirschau für den bevorstehenden Ostfeldzug. Im Oktober 1941 machte das Bataillon Abgaben zur Umbildung des Schützen-Ersatz-Bataillon 458. Im Frühjahr 1941 wurde die Masse des Bataillons erneut für Übungen auf den Truppenübungsplatz Groß Born verlegt. Ab dem 15. Mai 1942 untersteht das Schützen-Ersatz-Bataillon 5 dem Kommandeur der Schnellen Truppen II. Am 5. Juli 1942 wird es erneut umbenannt, diesmal zum Panzer-Grenadier-Ersatz-Bataillon 5. Ab Herbst 1942 unterstand das Ersatz-Bataillon dem Wehrkreis II direkt. Dieses Bataillon wurde dann am 1. Oktober 1942 geteilt in je ein Panzer-Grenadier-Ersatz-Bataillon 5 und Panzer-Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 5. Diese beiden waren weiter in Stettin beheimatet. Im November 1942 machte das Bataillon Abgaben zur Aufstellung des II. Bataillons vom Panzer-Grenadier-Regiment 153. Beide Bataillone wurden dann am 10. April 1943 zum Panzer-Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 5 vereinigt. Am 19. Oktober 1943 wurden die Bataillone erneut getrennt, das neue Panzer-Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 5 verlegte direkt danach nach Kalisch in den Warthegau, im Wehrkreis XXI. Das Ausbildungs-Bataillon unterstand hier dem Kommandeur der Panzertruppen XXI. Ein Teil vom Ausbildungs-Bataillon wurde im Lager Deutsch-Ehren in gut eingerichteten Baracken untergebracht, während die schweren Kompanien mit Quartieren in der Stadt Vorlieb nehmen mussten. Die Übungen vom Ausbildungs-Bataillon wurden nicht nur auf dem Standortübungsplatz, sondern auch auf dem nahen Truppenübungsplatz Schieratz abgehalten. Am Morgen des 6. August 1944 wurden alle Ausbilder und Kommandierten des Ausbildungs-Bataillons alarmiert und zusammengerufen. Wenig später erhielten die verwendungsbereiten Soldaten den Befehl sich marschfertig zu machen. Am Morgen des 7. August 1944 befand sich dann ein ca. 600 Mann starkes, aus dem Ausbildungs-Bataillon gebildetes, Panzergrenadier-Bataillon unter der Führung von Hauptmann Schmidt bereits im Raum Warschau, um dort gegen den losgebrochenen polnischen Aufstand eingesetzt zu werden. Dieses Bataillon wurde dann unter Gruppenführer Reinefahrt erstmals am 8. August 1944 eingesetzt. Im Bereich der Litzmannstädter Straße und im Bereich der dortigen Friedhöfe erlitt das Bataillon erste Verluste durch eigenes Granatwerferfeuer. Durch einen zurücksetzenden SPW wurde der Bataillonsführer schwer verletzt. Hauptmann Klaus von Schöning übernahm jetzt die Führung des Bataillons. Dieses wurde jetzt der Kampfgruppe Nord unter Major Reck zugeteilt. Gegen Ende des ersten Kampfabschnittes unterstand das Bataillon dann am 1. September 1944 der Kampfgruppe von Rohr. Im zweiten Kampfabschnitt wurde das Bataillon dann auch bei den Kämpfen um das Ghetto eingesetzt. Am 9. September 1944 wurde der Bataillonsführer tödlich getroffen. Hauptmann Orywall übernahm nun das eingesetzte Bataillon. Dieses wurde jetzt im Raum zwischen der Eisenbahnbrücke und der Steuben-Brücke an der Weichsel zur Abwehr von Übersetzversuchen eingesetzt. Auch der Ritterkreuzträger Leutnant Heinz Herzer ist bei den Kämpfen um Warschau gefallen. Am 8. Oktober 1944 wurde in Kalisch eine Trauerfeier für die gefallenen Soldaten abgehalten. Noch im Herbst 1944 wurden dann größere Teile vom Ausbildungs-Bataillon und des in Warschau eingesetzten Bataillons nach Tarnow zur Aufstellung des II. Bataillons vom Panzer-Grenadier-Regiment 98 der 8. Panzer-Division verwendet. Seit Oktober 1944 wurde auch ständig eine der Kompanien des Ausbildungs-Bataillons zur Bewachung der Brücke bei Brückstedt eingesetzt. Das Panzergrenadier-Ausbildungs-Bataillon 5 stellte am 16. Januar 1945 die Gneisenaueinheit 11/XXI mit 3 Kompanien auf. Diese wurde bereits am 19. Januar 1945 in der B 1 Stellung des Wehrkreis XXI bei Litzmannstadt zerschlagen. Die Reste einer Kompanie konnten sich nach Stettin zurückziehen. Die Reste einer weiteren Kampfgruppe wurden dann mit zur Bildung des I. Bataillons vom Grenadier-Regiment 1085 herangezogen. Auch das Ersatz-Bataillon leistete in diesen Tagen oftmals Abgaben für die Zusammenstellung von Alarmeinheiten. Als erste größere geschlossene Einheit verließ ein Bataillon unter Major der Reserve Schulz noch im Januar 1945 die Kaserne. Dieses Bataillon wurde die nächsten Monate bei den Kämpfen zwischen Warthe und Oder eingesetzt. Am 26. Januar 1945 verließ unter der Führung von Hauptmann Wolfgang Enge ein weiteres ca. 400 Mann starkes, aus allen Stettiner Ersatzeinheiten gebildetes, Bataillon die Stadt. Dieses wurde dann in Arnswalde eingesetzt. Am 1. Februar 1945 rückte dann ein Alarmbataillon unter Hauptmann der Reserve Küchler aus. Dieses wurde zuerst zwischen Schneidemühl und Bromberg eingesetzt. Nach weiteren Kämpfen an der Netze wurde das Bataillon zersplittert, wobei Teile vom Bataillon nach Jastrow bzw. Köslin und Kolberg gelangten. Ab Februar 1945 waren dann Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon in Stettin vereinigt. Wegen der Frontnähe wurden die Einheiten dann nach Karlshagen verlegt. Ende März 1945 wurde das Ausbildungs-Bataillon dann in den Raum hinter der Oder abtransportiert. Das Ausbildungs-Bataillon wurde dann in der Uckermark zum I. Bataillon vom Panzergrenadier-Ausbildungs-Regiment Ostsee A des Panzer-Ausbildungs-Verband Ostsee. Der Masse des Ersatz-Bataillons gelang es die Elblinie zu überschreiten und in amerikanische Gefangenschaft zu kommen.

Das Ersatz-Bataillon stellte unter anderem auch für folgende Einheiten den Ersatz:

Stäbe: 2. Infanterie-Division (motorisiert); 12. Panzer-Division; 12. Schützen-Brigade; XXXVIII. Armeekorps; XXXVIII. Panzerkorps; Division z.b.V. 428; Ortskommandantur 444; Feldkommandantur 503; Oberfeldkommandantur 668; Feldkommandantur 681; Ortskommandantur 726; Ortskommandantur 736; Feldkommandantur 748; Ortskommandantur 775; Ortskommandantur 776; Ortskommandantur 789;

Infanterie-Regimenter: 5;

Schützen-Regimenter: 5; 25;

Panzer-Grenadier-Regimenter: 5; 25;

Kommandeure:

Ersatz-Bataillon:

Oberstleutnant Küster Aufstellung - 1940

Major der Reserve Jürgens 1940 - 1940

Major Renner 1940 - Herbst 1940

Oberstleutnant von Müller 1940/41 - Herbst 1941

Hauptmann der Reserve Modrow Herbst 1941 - 1942

Hauptmann Neumann 1942 - 1942

Oberstleutnant Freiherr von Hardenberg 1942 -

Major Heinrich Schulz November 1943 -

Rittmeister Sperling (Juli 1944) m.st.F.b.

Hauptmann Schwandt (Mai 1945)

Ausbildungs-Bataillon:

Major Leuschner November 1943 - ????

Hauptmann Babeliowsky (1945)

Hauptmann Friedrich (1945)

Hauptmann Enge (1945)