Zeitz, Hermann

 

* 20. März 1881, Neustrelitz

† 1967, Diessem / Krefeld

 

Hermann Zeitz trat im Frühjahr 1899 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Er kam dabei zum Eisenbahn-Regiment Nr. 1. Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 18. August 1900 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 30. Januar 1900 datiert. Am 1. Oktober 1913 wurde er zum Hauptmann befördert. Als solcher gehörte er kurz vor dem 1. Weltkrieg als Adjutant zur 2. Eisenbahn-Brigade. Am 18. Mai 1918 wurde er zum Major befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen auch noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Er wurde dann 1919 als Major mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er vermutlich bereits zum Reichswehrministerium. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er im Reichswehrministerium (RWM) in Berlin eingesetzt. Dort gehörte er als Referent zur Inspektion für Waffen und Gerät. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann in den Stab vom Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 wurde er dann als Kommandeur der 2. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung in Stettin eingesetzt. Diese Position übte er dann noch mehrere Jahre aus. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1924 zum Oberstleutnant befördert. 1927/28 wurde er dann in den Stab der 2. Division der Reichswehr ebenfalls in Stettin versetzt. Am 1. Februar 1929 wurde er dann zum Oberst befördert. Als solcher wurde er dann in den Stab vom Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt. Am 30. September 1929 wurde er dann aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet.

Am 1. Oktober 1933 trat er dann als Ergänzungsoffizier wieder in die Reichswehr ein. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Mai 1929 festgelegt. Als Oberst (E) wurde er dann beim Stab der 2. Division der Reichswehr in Stettin eingesetzt. Bei diesem blieb er dann über viele Jahre. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht am 1. Oktober 1934 kam er dann durch die Umbenennung des Stabes zum Befehlshaber vom Wehrkreis II. Bei der Enttarnung des Stabes wurde er dann ab dem Frühjahr 1935 beim Generalkommando II. Armeekorps in Stettin eingesetzt. Bis zur Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 verblieb er bei diesem Stab. Im Herbst 1939 kam er dann zum Oberkommando der 4. Armee. Am 1. Mai 1940 wurde er dann zum Höherer Kraftfahr-Offizier (V) beim AOK 4 ernannt. In dieser Funktion wurde er zum 1. Februar 1941 zum Generalmajor befördert und gleichzeitig wieder in den aktiven Dienst übernommen. Anfang Januar 1942 wurde er dann bei der 4. Armee abgelöst und in die Führerreserve versetzt. Mitte März 1942 kam er dann zum Oberkommando der 7. Armee. Bei diesem wurde er dann bis zum Frühjahr 1944 im Westen als Armee-Kraftfahr-Offizier (A.O. Kraft) eingesetzt. Am 30. April 1944 wurde er dann aus dem aktiven Dienst verabschiedet.