Trauch, Rudolf

 

* 29. März 1892, München

† 17. April 1970, Gräfeling bei München

 

Rudolf Trauch trat nach seiner Kadettenausbildung am 15. Juli 1911 als Fähnrich in die Königlich Bayerische Armee ein. Der Sohn eines Oberstleutnant a.D. kam dabei zum 1. Königlich Bayerisches Train-Bataillon. Ab dem 1. Oktober 1912 besuchte er dann für ein Jahr die Kriegsschule in München. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 25. Oktober 1913 beim 1. Königlich Bayerisches Train-Bataillon zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 29. Oktober 1912 datiert. Vor Beginn des 1. Weltkrieges gehörte er als im Sommer 1914 zur 1. Königlich Bayerische Train-Abteilung. Bei Beginn des 1. Weltkrieges wurde er dann als Adjutant zur Munitionskolonnen-Abteilung II vom 1. Königlich Bayerisches Fußartillerie-Regiment „vakant Bothmer“. Ab dem 24. Mai 1915 wurde er dann als Verpflegungsoffizier beim Königlich Bayrischen Staffelstab II vom I. Königlich Bayerisches Armeekorps eingesetzt. Am 9. Dezember 1915 wurde er dann als Adjutant zum beim Staffelstab 2 ernannt. Diese Funktion behielt er dann bis zum Ende des Krieges. Als solcher wurde er am 17. Januar 1917 auch zum Oberleutnant befördert. Am 19. Dezember 1917 hat er Erika Maria Tragy geheiratet. Aus der Beziehung entsprangen ein Sohn, der 1943 gefallen ist und eine Tochter. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm auch beide Eisernen Kreuze und andere Auszeichnungen verliehen. Anfang Dezember 1918 kam er dann zur Abwicklungsstelle vom 1. Königlich Bayerisches Train-Bataillon. Im Herbst 1919 wurde er dann als Oberleutnant in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er jetzt zu einer Reichswehr-Feld-Kolonne. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er dann zur 1. Eskadron der Fahr-Abteilung 21 der Reichswehr-Brigade 21. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres wurde er dann in die 7. (Bayer.) Fahr-Abteilung übernommen. Bei dieser wurde er dann als Eskadronoffizier eingesetzt. Am 1. Februar 1923 wurde er dann zum Rittmeister befördert. Am 1. Februar 1924 wurde er dann für mehrere Jahre zum Stab vom Gruppenkommando 2 nach Kassel kommandiert, mit der Maßgabe das dieses Kommando einer Versetzung gleichzuachten ist. Etatmäßig wurde er dann ab dem 1. März 1924 für dies Zeit der Kommandierung beim Regimentsstab vom 16. Reiter-Regiment in Kassel, später Erfurt, geführt. Am 1. Oktober 1927 wurde er dann in den Stab vom Gruppenkommando 2 nach Kassel versetzt. Dort wurde er jetzt als Adjutant des höheren Offiziers der Fahrtruppen, als Ordonanz-Offiziers des Oberbefehlshabers und vom Chef des Stabes und als solcher auch als Adjutant des Standortältesten von Kassel eingesetzt. Am 1. Oktober 1929 wurde er dann zum Chef der 1. Eskadron der 6. (Preuß.) Fahr-Abteilung in Celle ernannt. Am 1. November 1932 wurde er dann etatmäßig zum 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment versetzt. Von diesem wurde er zur Kommandantur Berlin kommandiert. Von dort wurde er zur Dienstleitung zum Heeres-Waffen-Amt (HWA) vom Reichswehrministerium (RWM) abgestellt. Dort wurde er am 1. Mai 1933 auch zum Major befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 als Adjutant zur Kommandantur vom Truppenübungsplatz Zossen versetzt. Am 1. Februar 1935 wurde er dann zum RWM, ab dem Frühjahr 1935 Reichskriegsministerium (RKM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt als Referent bei der Inspektion der Fahrtruppen (In 8) eingesetzt. Als solcher wurde er am 18. Januar 1936 zum Oberstleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Januar 1936 festgelegt. Bei seiner Beförderung zum Oberst am 1. Juni 1938 gehörte er dann noch immer zur In 8 im inzwischen zum Oberkommando des Heeres (OKH). Als solcher wurde er am 1. November 1938 zum Chef des Stabes der Inspektion der Fahrtruppen im OKH ernannt. Nach dem Beginn des 2. Weltkrieges wurde er am 3. September 1939 zum Chef der Fahrtruppen-Abteilung im OKH ernannt. Diese Funktion übte er dann fast dreieinhalb Jahre aus. Während dieser Zeit wurde er im Frühjahr 1940, während des Westfeldzuges, vom 22. Mai 1940 bis zum 8. Juli 1940 als Kommandeur der Nachschubtruppen zum Oberquartiermeister Belgien kommandiert. Dabei erwarb er sich auch die Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse. Danach kehrte er wieder zum OKH zurück. Am 24. Dezember 1941 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 1. Mai 1943 wurde er dann zum Inspekteur der Fahrtruppen beim Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres ernannt. Als solcher wurde er zum 1. Dezember 1943 zum Generalleutnant befördert. Seine Funktion als Inspekteur übte er dann bis kurz vor Ende des Krieges aus. Anfang Mai 1945 geriet er noch vor der Gesamtkapitulation der Wehrmacht in westalliierte Gefangenschaft. Aus dieser wurde er dann im März 1947 wieder entlassen.