Schwartz, Wilhelm

 

* 15. Februar 1891, Thorn

† 23. September 1964, München

 

Wilhelm Schwartz trat am 30. September 1910 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Der Sohn des Oberzahlmeisters vom 1. Posensches Infanterie-Regiment "von Grolmann" Nr. 18, Ludwig Schwartz, kam dabei zum 4. Posensches Infanterie-Regiment "Freiherr Hiller von Gaertringen" Nr. 59. Bei diesem wurde er am 23. Mai 1911 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 27. Januar 1912 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 30. Januar 1910 datiert. Als solcher wurde er dann als Kompanieoffizier im 4. Posensches Infanterie-Regiment "Freiherr Hiller von Gaertringen" Nr. 59 eingesetzt. In dieser Funktion wurde er auch noch kurz vor dem Beginn vom 1. Weltkrieg im Sommer 1914 verwendet. Er kam dann auch als solcher bei Kriegsausbruch an die Front. Zeitweise wurde er auch als Kompanieführer eingesetzt. Am 18. September 1915 wurde er zum Oberleutnant befördert. Er wurde dann als solcher zeitweise als Führer der Gebirgs-MG-Abteilung 215 verwendet. Später wurde er dann als Regimentsadjutant wieder im 4. Posensches Infanterie-Regiment "Freiherr Hiller von Gaertringen" Nr. 59 eingesetzt. Danach wurde er dann als Adjutant beim Kommandeur der deutschen Truppen bei der bulgarischen 1. Armee verwendet. Danach erhielt er beim AOK 9 und beim AOK 5 eine Generalstabsausbildung. 1918 wurde er dann auch als Lehrer beim MG-Lehr-Kommando Döberitz eingesetzt. Vor Kriegsende wurde er als 2. Adjutant beim Kriegsamt eingesetzt. Dort wurde er am 18. Oktober 1918 zum Hauptmann befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Im Januar und Februar 1919 wurde er dann als Kommandant vom Grenzschutz-Abschnitt Soldau in Ostpreußen eingesetzt. Im Frühjahr 1919 wurde er dann als Hauptmann mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er als Kompaniechef in einem Reichswehr-Schützen-Regiment verwendet. Am 1. Oktober 1919 kam er dann als Kompaniechef zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 40. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er noch in dieser Funktion eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann zum Chef der 12. Kompanie vom 2. (Preußisches) Infanterie-Regiment in Lötzen ernannt. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann als MG-Offizier zum Regimentsstab vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment nach Deutsch Eylau versetzt. Am 1. Oktober 1924 wurde er dann zum Regimentsadjutant vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment ebenfalls in Deutsch Eylau ernannt. Am 1. März 1927 wurde er dann als Nachfolger von Freiherr von Waldenfels zum Chef der 10. Kompanie vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Osterode (Ostpreußen) ernannt. Am 31. Januar 1931 gab er sein Kommando an Hauptmann Speer ab. Am 1. Februar 1931 wurde er dann als Adjutant zum Infanterieführer IV nach Magdeburg versetzt. Am 1. April 1932 wurde er in dieser Funktion zum Major befördert. Am 1. Februar 1933 wurde er dann zum 1. Adjutant der 4. Division der Reichswehr in Dresden ernannt. Zum 1. April 1935 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wechselte er durch die Umbenennung seines Stabes im Frühjahr 1935 als Adjutant (IIa) zum Generalkommando IV. Armeekorps nach Dresden. Zum 1. Oktober 1937 wurde er zum Oberst befördert. Am 12. Oktober 1937 wurde er dann als stellvertretender Chef der 4. Abteilung zum Heeres-Personal-Amt (HPA) in das Reichskriegsministerium (RKM) nach Berlin versetzt. Im Zuge der Blomberg-Fritsch-Affäre wurde er Anfang Februar 1938 zum Chef der Abteilung P 1 (Personalangelegenheiten der Offiziere ohne Generalstab) im HPA ernannt. Am 31. März 1939 wurde er dann auf eigenen Antrag aus dem Dienst der Wehrmacht verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Generalmajor verliehen.

Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg trat er im Sommer 1939 wieder zur Verfügung des Heeres. Am 25. Oktober 1939 wurde er dann zum Kommandant vom Truppenübungsplatz Königsbrück ernannt. Dieses Kommando behielt er dann für die meiste Zeit vom 2. Weltkrieg. Dabei wurde er zum 1. Dezember 1941 zum Generalmajor z.V. befördert. Mitte September 1944 gab der ledige Generalmajor sein Kommando an Generalmajor Helmuth Freiherr von Hofmann ab. Er wurde daraufhin in die Führerreserve versetzt. Danach erhielt er kein neues Kommando mehr. Am 31. Dezember 1944 wurde seine Mobilmachungsverwendung aufgehoben.