von Schoenebeck, Carl-August
| * 19. Januar 1898, Bernstadt (Schlesien) † 4. September 1989, München |
Carl-August von Schoenebeck trat am 1. Mai 1915 als
Fahnenjunker in die königlich preußische Armee ein. Dabei kam der Sohn vom
Major Karl-August von Schoenebeck zum Ersatzbataillon vom Badisches
Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109. Nach dem Besuch eines Fahnenjunkerkurses in
Döberitz wurde er am 14. Oktober 1915 zum Fähnrich befördert. Ab Mitte Dezember
1915 wurde er dann als Zugführer beim Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109
an der Front eingesetzt. Am 9. März 1916 wurde er zum Leutnant befördert. Ab
Mitte Dezember 1916 absolvierte er seine Fliegerausbildung bei der
Flieger-Ersatz-Abteilung 3 in Gotha. Danach wurde er am 1. Juni 1917 zum
Armee-Flug-Park 1 kommandiert. Nach wenigen Tagen wurde er dann als Flieger zur
Flieger-Abteilung 203 (Artillerie) versetzt. Ab Anfang Juli 1917 wurde er dann
als Flieger beim Jagdgeschwader 1 "Richthofen" eingesetzt. Ab Ende Januar 1918
wurde er dann als Flieger in der Jagdstaffel 59 verwendet. Ab Anfang März 1918
wurde er für fast zwei Monate beim Kofl 4 eingesetzt. Am 1. Mai 1918 wurde er
dann zum Führer der Jagdstaffel 33 ernannt. Dieses Kommando behielt er dann bis
zum Ende des 1. Weltkrieges. Im Krieg wurden ihm 8 Luftsiege gutgeschrieben. Im
Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des
Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Außerdem wurden ihm neben dem
Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern
und beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Im Dezember
1918 kam er dann zum Freikorps nach Litauen. Dort wurde er im Baltikum als
Führer bei der Freiwilligen Flieger-Abteilung 424 eingesetzt. Am 1. Oktober 1919
wurde er dann als Leutnant in das Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter
wurde später auf den 1. Mai 1916 festgelegt. Dort wurde er jetzt der
Luftfahrt-Friedens-
Er wurde dann in der Folge als Angestellter in der Automobilindustrie tätig. Außerdem versuchte er 1924 einen Transatlantikflug nach Chile. Ab dem 1. Juni 1925 nahm er dann für das Reichswehrministerium an einer Südamerikareise teil. Noch im gleichen Jahr ging er dann nach Lipezk. Dort wurde er dann für viele Jahre als Leiter der Jagdfliegerausbildung eingesetzt. Am 1. Januar 1932 kehrte er dann nach Deutschland zurück. Dort wurde er dann als Militärischer Berater und Chefpilot der Arado-Flugzeug-Werke in Warnemünde eingesetzt. Am 1. September 1934 trat er dann in die Luftwaffe ein. Er wurde dabei als Hauptmann und Staffelkapitän der Fliegergruppe Döberitz in den aktiven Dienst übernommen. Mitte März 1935 wurde er dann durch die Umbenennung der Gruppe zum Staffelkapitän in der Fliegergruppe Richthofen ernannt. 1936 wurde er dann zum Leiter des Testbüros der Luftwaffe in Rechlin und Travemünde ernannt. Zum 1. April 1936 wurde er zum Major befördert. Im Juli 1937 hat er Ingeborg Gräfen zu Eulenburg geheiratet. Im Juni 1938 wurde er dann als Luftwaffenattaché an die Deutsche Gesandtschaft nach Belgrad versetzt. Dort wurde er zum 1. Oktober 1938 zum Oberstleutnant befördert. Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde er im Sommer 1939 als Militärberater und Luftwaffenattaché an die Deutsche Botschaft nach Sofia versetzt. Gleichzeitig wurde er als Chef der Luftwaffenmission Bulgarien eingesetzt. Diese Positionen übte er dann für über fünf Jahre aus. Dabei wurde er zum 1. April 1941 zum Oberst befördert. Zum 1. April 1944 wurde er zum Generalmajor befördert. Anfang September 1944 wurde er dann in den Stab vom General der Kampfflieger versetzt. Ende Oktober 1944 wurde er dann zum Flughafen-Bereichs-Kommandant 4/VIII ernannt. Dieses Kommando behielt er dann bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Bei der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht geriet er dann Anfang Mai 1945 in alliierte Gefangenschaft. Aus dieser Gefangenschaft wurde er am 1. Mai 1947 wieder entlassen.