von Otterstedt, Wolfgang

 

* 7. November 1876, Berlin

† 1972, (Ballenstedt)

 

Wolfgang von Otterstedt trat am 3. März 1896 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Der Offizierssohn kam dabei zum 1. Brandenburgisches Leib-Grenadier-Regiment "König Friedrich Wilhelm III" Nr. 8. Bei diesem wurde er am 20. Juli 1897 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den gleichen Tag datiert. Am 1. Oktober 1902 wurde er dann als Adjutant zum Bezirkskommando Küstrin versetzt. Genau vier Jahre später kam er dann als Adjutant zum Bezirkskommando I Berlin. Dort wurde er am 15. Juni 1907 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1912 wurde er zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er dann zum Kompaniechef im 1. Brandenburgisches Leib-Grenadier-Regiment "König Friedrich Wilhelm III" Nr. 8. Auch kurz vor dem 1. Weltkrieg gehörte er im August 1914 noch zu diesem Regiment. Im Krieg wurde er dann in verschiedenen Funktionen in seinem Regiment eingesetzt. Gegen Ende des Krieges wurde er als Adjutant beim Generalkommando III. Armeekorps eingesetzt. Am 18. Oktober 1918 wurde er zum Major befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er als Major mit seinem vorherigen Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er als Stabsoffizier der Infanterie zum 3. (Preuß.) Reiter-Regiment. Auch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er weiter bei diesem Regiment eingesetzt. In der Folge wurde er als Eskadronchef im 3. (Preuß.) Reiter-Regiment eingesetzt. Am 14. März 1923 hat er Marie von der Decken geheiratet. Am 1. Oktober 1923 wurde er dann zum Kommandeur des (Preuß.) Ausbildungs-Bataillon vom 6. Infanterie-Regiment in Ratzeburg ernannt. Diese Funktion übte er in der Folge mehrere Jahre aus. Als solcher wurde er am 1. Februar 1926 zum Oberstleutnant befördert. Ende Januar 1928 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er zum 1. Februar 1928 zum Kommandant vom Truppenübungsplatz Neuhammer am Queis ernannt. In dieser Funktion wurde er am 1. April 1929 zum Oberst befördert. Am 31. Januar 1930 gab er sein Kommando ab. Er wurde an diesem Tag aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet.

Er blieb danach aber im Angestelltenverhältnis weiter für die Reichswehr tätig. Am 1. Oktober 1933 trat er dann als Ergänzungsoffizier wieder in die Reichswehr ein. Während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1935 zum Inspekteur der Wehrersatzinspektion Frankfurt an der Oder ernannt. Als solchem wurden ihm am 1. Oktober 1937 die Charakter als Generalmajor verliehen. Am 1. April 1938 wurde er auch noch zum Generalmajor befördert. Am 1. Mai 1939 gab er sein Kommando ab. An diesem Tag wurde er dann aus dem aktiven Dienst der Wehrmacht verabschiedet.

Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 trat er als Generalmajor z.V. zur Verfügung des Heeres. Am 25. Oktober 1939 wurde er zum Kommandeur der Division z.b.V. 408 in Breslau ernannt. Als solcher wurde er am 1. Juli 1941 zum Generalleutnant z.V. befördert. Am 1. Oktober 1942 gab er sein Kommando über die Division z.b.V. 408 bei deren Umbenennung zur Division Nr. 408 an Generalleutnant Alfred von Puttkammer ab und wurde daraufhin in die Führerreserve versetzt. Am 30. November 1942 wurde seine Mobilmachungsverwendung aufgehoben.