Luschnig, Viktor

 

* 29. Juli 1895, Völkermarkt

+ 16. Februar 1972, Steindorf

 

Viktor Luschnig war der Sohn des österreichischen Landesbeamten Simon Luschnig und dessen Ehefrau Lucia. Er besuchte die Militärschule in Weißkirchen und ab 1912 die militär-technische Akademie. Am 18. August 1913 trat er als Fähnrich in das Sappeur-Bataillon Nr. 7 in Sarajewo ein. Mit dem Regiment zog er im August 1914 ins Feld, wo er am 15. Oktober 1914 zum Leutnant befördert wurde. Am 1. Juli 1915 wurde er zum Oberleutnant befördert und in die Landsturm-Sappeur-Abteilung I./11 Am 1. Februar 1918 wurde er in das Sappeur-Bataillon 42 und am 15. September 1918 in das kuk Infanterie-Regiment "Graf von Khevenhüller" Nr. 7 versetzt. Am 20. November 1918 wurde er zum Landesbefehlshaber Kärnten versetzt und am 1. Juli 1919 kam er zur Heimkehrerstation Warmbad-Villach. Am 1. Februar 1920 wurde Viktor Luschnig in das Heimwehr-Bataillon Rosenthal versetzt und kam am 16. April 1920 zur Heeresverwaltungsstelle Villach. Am 9. Oktober 1920 wurde er zum technischen Bataillon 6 versetzt und am 1. Januar 1921 zum Titular-Hauptmann befördert. Ab dem 9. April 1922 diente er beim Radfahr-Bataillon 5 und am 1. Oktober 1927 folgte seine Beförderung zum Hauptmann. Am 31. Januar 1928 heiratete er Paula Berger. Am 1. September 1930 wurde er in das Pionier-Bataillon 3 versetzt und am 26. September 1930 zum Major befördert. Am 14. Oktober 1930 zum Pionier-Bataillon 6 versetzt, folgte am 1. Dezember 1930 seine Verwendung bei der Heeresverwaltungsstelle Klagenfurt.  Ader Versuchskompanie der Heere-Pionier-Abteilung. m 15. Oktober 1933 wurde er in das österreichische Infanterie-Regiment 11 versetzt. Ab dem 1. Oktober 1934 war er Kommandant der Versuchskompanie der Heeres-Pionier-Abteilung. Am 13. März 1938 folgte seine Übernahme in die Wehrmacht. Am 24. Juni 1938 wurde er in das österreichische Pionier-Bataillon 1 versetzt und am 18. Juli 1938 zum Kommandeur des Pionier-Bataillons 70 ernannt. Am dem 10. November 1938 kommandierte er das Pionier-Bataillon 86 und am 1. Februar 1939 wurde er zum Oberstleutnant befördert.  Mit seinem Bataillon nahm er 1939 im Rahmen der 4. leichten Division am Polenfeldzug teil. Das Bataillon wurde am 22. April 1940 in Panzer-Pionier-Bataillon 86 umbenannt. Mit der 9. Panzer-Division nahm er am Westfeldzug teil. Im Zuge seiner Versetzung erhielt Oberstleutnant Luschnig am 22. Februar 1941 durch den Kommandeur der 9. Panzer-Division, Generalleutnant Hubicki, folgende Beurteilung:"Vornehm, liebenswürdiger Charakter. Energischer, gerechter Kommandeur mit guten Ausbildungs- und Erziehungserfolgen. Bataillon im Krieg taktisch und technisch vorzüglich geführt. Sehr erfahrener Pionier mit solidem Können. F.s.g.a. Regiments-Kommandeur (Pi)." Am 5. Januar 1941 wurde er Kommandeur des Pionier-Regiments 511, das ab Juni 1941 in Rußland eingesetzt wurde. Am 15. März 1942 wurde er durch den Kommandierenden General des III. Armeekorps, General der Kavallerie von Mackensen, wie folgt beurteilt:" Vor dem Feinde hoch bewährt. War mir ein ausgeueichneter Korps-Pionierführer, immer vorn, selbst sehend, von Initiative und großem Arbeitseifer. Immer erfolgreich. Zur nächsthöheren Verwendung geeignet." Am 20. Mai 1942 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 27. März 1943 wurde er Armee-Pionierführer der 4. Panzerarmee. Am 25. April 1943 wurde Viktor Luschnig in die Führerreserve versetzt, um am 4. Divisionsführer-Lehrgang teilzunehmen. Am 13. Juli 1943 wurde er als stellvertretender Divisionsführer der Heeresgruppe Süd zugeteilt. Seine Leistungen wurden durch Generalleutnant Sieler, Kommandeur der 304. Infanterie-Division, wie folgt beurteilt: "Geistig durchschnittlich veranlagt, ging es ihm als gewesener Pionier ab, in einem größeren taktischen Rahmen zu denken und zu handeln. Ihm fehlt hierzu aus der Blick für das Wesentliche. In entscheidenden Lagen vermochte er sich nicht durchzusetzen. Zum Führer einer Division nicht geeignet. Durchschnitt." Und der OB der 6. Armee, General Hollidt urteilte:" Den schwierigen Lagen der letzten Kämpfe weder seiner Persönlichkeit noch seinem Können nach gewachsen. Geeignet zum Führen einer Sicherungs-Division." Am 6. September 1943 daher erneut in die Führerreserve versetzt, kam er am 1. Oktober 1943 in den Stab der Heeresgruppe A. Ab dem 25. Oktober 1943 fungierte er als Nachfolger von Oberst Wilhelm Ullersperger als Pionierführer bei der 1. Panzerarmee und ab dem 14. Oktober 1944 aks Höherer Pionierführer z.b.V. 106. Am 30. Januar 1945 zum Generalmajor befördert, geriet er bei Kriegsende in Gefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv Freiburg, Sig. MSG 109/10849

Dermot Bradley, Karl-Friedrich Hildebrand, Markus Röverkamp: Die Generale des Heeres 1921–1945. Die militärischen Werdegänge der Generale, sowie der Ärzte, Veterinäre, Intendanten, Richter und Ministerialbeamten im Generalsrang. Band 7: Knabe–Luz. Biblio-Verlag, Bissendorf 2004