Freye, Johannes

 

* 16. Dezember 1878, Magdeburg

+ 28. Oktober 1952, Ulm an der Donau

 

 

Johannes Freye trat am 1. Oktober 1897 als Fahnenjunker in das Württembergische Pionier-Bataillon Nr. 13 ein, in dem er am 21. April 1898 zum Fähnrich und am 27. Januar 1899 zum Leutnant befördert wurde. Ab dem 1. Oktober 1902 war er zur Artillerie- und Ingenieurschule kommandiert und ab dem 24. April 1904 Adjutant beim Württembergischen Pionier-Bataillon Nr. 13. Am 25. Februar 1908 zum Oberleutnant befördert, wurde er am 1. Oktober 1913 zusammen mit der Beförderung zum Hauptmann Adjutant der 1. Ingenieur-Inspektion. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 2. August 1914 folgte die Versetzung in den Stab des Armeeoberkommandos 2. Während des Krieges war er dann Kompaniechef im Reserve-Pionier-Regiment 25 und Kommandeur des Pionier-Bataillons 214. 1918 wurde er in das Württembergische Kriegsministerium versetzt und am 1. Oktober 1919 in das Reichswehrministerium übernommen. Ab dem 1. Oktober 1920 diente er im Stab der Kommandantur von Ul an der Donau, wo er am 1. Juli 1921 zum Major befördert wurde. Am 15. Dezember 1921 kehrte er ins Reichswehrministerium zurück. Ab dem 1. April 1923 diente er im Stab der Kommandantur Swinemünde. Am 1. Februar 1927 übernahm er das Kommando über das Pionier-Bataillon 5 und am 1. Juni 1927 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant. Am 1. Februar 1929 wurde er in den Stab der Kommandantur Königsberg und am 1. April 1929 in den Stab der 3. Division versetzt. Am 1. November 1930 zum Oberst befördert, wurde er am 31. Januar 1931 aus dem Militärdienst verabschiedet.
Am 1. April 1932 wurde Johannes Freye als E-Offizier* wieder angestellt und bei der Feldzeug-Inspektion des Reichswehrministeriums bzw. beim OKH eingesetzt. Am 1. Juli 1941 wurde er Kommandeur der Heeres-Waffenmeister-Schule I und am 1. Juli 1942 zum Generalmajor befördert. Am 15. Januar 1943 wurde er in die Führerreserve versetzt und am 30. Juni 1943 verabschiedet. 

*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/
Dermont Bradley - Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale des Heeres 1921-1945 - Band 4: Fleck - Gyldenfeldt Biblio-Verlag 1999
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/FREYE_JOHANNES.html
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Hrsg.: Reichswehrministerium, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953