Bernecker, Hermann Erich

 

* 11. Mai 1885, Lenkeningken, Ostpreußen

† 28. Oktober 1941, bei Valki in Russland (gefallen)

 

Erich Bernecker trat am 27. August 1904 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 1. Westpreußisches Fußartillerie-Regiment Nr. 11. Bei diesem wurde er am 27. Januar 1906 zum Leutnant befördert. Im Herbst 1910 wurde er dann zum Lehr-Regiment der Fußartillerieschule versetzt. Nach zwei Jahren kehrte er dann zum 1. Westpreußisches Fußartillerie-Regiment Nr. 11 zurück. Bei diesem wurde er jetzt als Abteilungsadjutant eingesetzt. Bei Beginn des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 kam er dann zum Garde-Fußartillerie-Regiment Nr. 2. Bei diesem wurde er dann die ersten drei Jahre als Abteilungsadjutant und Batteriechef eingesetzt. 1914 wurde er auch zum Oberleutnant befördert. Am 18. September 1915 wurde er zum Hauptmann befördert. Ab dem Sommer 1917 wechselte er dann in den Generalstab. Für die restliche Zeit vom Ersten Weltkrieg wurde er dann in verschiedenen Positionen eingesetzt. Nach dem Krieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er als Generalstabsoffizier zum Stab der Reichswehr-Brigade 25. Im Dezember 1920 wurde er bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres aus der Reichswehr verabschiedet. Ihm wurden dabei die Charakter als Major verliehen. Er trat dann 1921 als Major der Polizei in den Polizeidienst ein. Er kam dabei zur Schutzpolizei. Er brachte es im Polizeidienst bis 1935 zum Oberst der Polizei und wurde dabei in verschiedenen Positionen und Regionen eingesetzt. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er dann im Oktober 1935 als solcher in die Wehrmacht übernommen. Er kam jetzt zum Stab vom Artillerie-Kommandeur I (Arko I) in Königsberg. Am 1. Januar 1938 wurde er dann zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 30 in Rendsburg ernannt. Als solcher wurde er am 1. Juni 1938 zum Generalmajor befördert. Am 1. April 1939 gab er sein Kommando über das Regiment ab und wurde dafür zum Artillerie-Kommandeur 5 (Arko 5) in Ulm ernannt. Bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 wurde er dann zum Artillerie-Kommandeur 31 (Arko 31) ernannt. In dieser Funktion wurde er dann im Polenfeldzug eingesetzt. Auch beim Westfeldzug im Frühjahr 1940 wurde er dann in dieser Funktion eingesetzt. Am 1. Juli 1940 wurden ihm die Charakter als Generalleutnant verliehen. Er gab am 2. Juli 1940 sein Kommando als Arko 31 ab. Dafür wurde er jetzt zum Artillerie-Kommandeur 124 (Arko 124) ernannt. In dieser Funktion nahm er dann zum Sommerbeginn 1941 am Ostfeldzug beim Angriff auf Mittelrussland teil. Am 1. Juli 1941 wurde er dann zum Generalleutnant befördert. Am 28. Oktober 1941 ist er beim Angriff auf Moskau gefallen.