Becker, Martin
| * 12. April 1916, Wiesbaden
+ 8. Februar 1996, Oberneisen |
Martin Becker trat am 25. Oktober 1936 in die Luftwaffe ein und kam am 1. April 1937zum Kampfgeschwader 155. Anschließend zu den Aufklärern versetzt, wurde er am 16. November 1939 in die Ergänzungs-Aufklärungs-Gruppe 2 versetzt. Am 19. Januar 1940 kam er zur 4. (H) / Aufklärungs-Gruppe 21 und flieg ab Mai 1940 über Frankreich. Am 1. April 1940 zum Leutnant der Reserve befördert, kam er nach Abschluß des Westfeldzuges zur Jagdfliegerausbildung in die Ergänzungsgruppe des Jagdgeschwaders 51. Anschließend erhielt er eine Ausbildung zum Nachtjäger und kam Anfang 1943 als Oberleutnant und Flugzeugführer in die I. / Nachtjagdgeschwader 4. Mit dieser flog er von Frankreich aus Nachtjagdeinsätze und erzielte am 23. September 1943 seinen ersten Nachtsieg. Ab 1944 flog er bei der IV. / Nachtjagdgeschwader 6 in Rumänien und konnte am 22. März 1944 sechs und am 31. März sieben Nachtabschüsse erzielen. Nach 26 Nachtsiegen wurde ihm am 1. April 1944 das Ritterkreuz verliehen. Am 25. Mai 1944 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 1. August 1944 wurde Martin Becker zum Hauptmann befördert und übernahm im September 1944 die Führung der IV. / Nachtjagdgeschwader 6, deren Kommandeur er bis Kriegsende war. Am 14. März 1945 erzielte er mit neun Viermot-Abschüssen in einer Nacht seinen größten Serienabschuß. Am 16. März 1945 wurde er im Wehrmachtsbericht genannt und am 20. März 1945 nach 58 Luftsiegen mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Bei Kriegsende hatte er auf 110 Feindflügen absolviert, davon 27 als Aufklärer, und dabei 58 Nachtabschüsse erzielt.
Ritterkreuz (1. April 1944) Eichenlaub (20. März 1945)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011