Bleckwenn, Wilhelm
| * 21. Oktober 1906, Berge bei Hannover
† 10. Mai 1989, Saarbrücken |
Wilhelm Bleckwenn trat am 16. April 1925 als Polizei-Anwärter in die Schutzpolizei ein. Während der Absolvierung seiner einjährigen Ausbildung an der Polizeischule Hildesheim wurde er am 1. Oktober 1925 zum Polizei-Unterwachtmeister befördert. Nach dem Abschluss der Ausbildung wurde er achteinhalb Jahre in der Schutzpolizei Wesermünde eingesetzt. Dort wurde er zum 1. Januar 1927 zum Polizei-Wachtmeister und am 1. Juni 1930 zum Polizei-Oberwachtmeister befördert. Am 11. August 1932 wurde er Polizeioffiziersanwärter. Vom 30. September 1932 bis zum 30. November 1932 besuchte er die Schule für Technik und Verkehr in Berlin für einen Schießlehrkurs und die Panzerwagenausbildung. Zum 1. April 1933 wurde er zum Polizei-Leutnant befördert. Am 18. Juli 1934 wurde er zum 1. Juli 1934 zum Polizei-Oberleutnant befördert. Während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht gehörte er ab dem 1. Oktober 1934 zum Stab der Landespolizei Hannover. Ab dem 20. Mai 1935 absolvierte er Lehrgänge an der Heeresgasschutzschule in Berlin bzw. einen Lehrgang für MG-Zugführer an der Infanterieschule in Döberitz. Am 1. August 1935 wurde er als Oberleutnant in die Wehrmacht übernommen. Sein Rangdienstalter wurde auf den 1. Mai 1933 festgelegt. Bei der Enttarnung der Einheiten kam er am 15. Oktober 1935 als Kompanie-Offizier zum MG-Bataillon 1, wo er am 1. Oktober 1936 auch zum Hauptmann befördert wurde. Am 12. Oktober 1937 wurde Bleckwenn Kompaniechef im MG-Bataillon 10. Im Juli 1938 absolvierte er einen Offiziers-Lehrgang an der Kriegsschule Dresden. Am 10. November 1938 wurde er dann Kompaniechef im MG-Bataillon 14. Am 4. Januar 1940 übernahm er als Kommandeur das I. Bataillon vom Grenz-Infanterie-Regiment 127. Am 22. November 1940 übernahm er dann als Kommandeur das III. Bataillon vom Infanterie-Regiment 690. Am 26. März 1941 erfolgte seine Versetzung in die Führerreserve OKH. Seinen Dienst regelte jetzt der Wehrkreis VII. Von dort kam seine sofortige Kommandierung als Offiziers-Ausbilder zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 63 in Ingolstadt. Am 20. August 1941 übernahm er das III. Bataillon vom Infanterie-Regiment 256. Am 9. September 1941 wurde er schwer verwundet und in ein Lazarett eingeliefert. Nach seiner Genesung kam er am 10. September 1941 zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 256 nach Heidelberg. Am 31. Oktober 1941 wurde er in die Führerreserve der Heeresgruppe Mitte eingeteilt. Bereits am 15. Oktober 1941 zum Major befördert, wurde Bleckmann am 4. November 1941 zum Kommandeur des III. Bataillons vom Infanterie-Regiment 467 ernannt. Am 27. November 1941 übernahm er das I. Bataillon des Regiments. Am 18. Januar 1942 wurde er dann mit der Führung des Infanterie-Regiments 487 beauftragt und am 1. August 1942 Kommandeur des Regiments. Am 30. September 1942 wurde Wilhelm Bleckmann zum Oberstleutnant befördert. Zum 1. September 1943 folgte seine Beförderung zum Oberst. Am 6. April 1944 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 14. August 1944 sollte er in die Führerreserve OKH versetzt werden. Der Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte verhinderte aber seine Abreise. Mit den Resten seines Regiments marschierte er über 44 Tage vom Dnjepr bis nach Ostpreußen hinter den russischen Linien. Für diese Leistung wurde ihm am 18. Oktober 1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Vom 19. Oktober 1944 bis zum 15. November 1944 besuchte er den 15. Divisionsführerlehrgang in Hirschberg. Am 15. November 1944 wurde er dann mit der Führung der 708. Volks-Grenadier-Division beauftragt, deren Kommandeur er am 30. Januar 1945 wurde. Am 8. Februar 1945 zum Generalmajor befördert, wurde er am 21. Februar 1945 in die Führerreserve OKH versetzt. Am 28. Februar 1945 schied er aus dem Befehlsbereich des Heeres aus und trat unter den Befehl des Oberkommando der Marine. Dieser Wechse galt auch für das Friedensverhältnis. Dadurch wäre er eigentlich jetzt auch zum Konteradmiral ernannt wurden, dafür ist aber nirgendwo ein Hinweis zu finden. Er wurde zum 1.März 1945 mit der Führung der 1. Marine-Infanterie-Division beauftragt. Am 4. Mai 1945 geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er am 25. Oktober 1947 wieder entlassen wurde.
Ritterkreuz (6. April 1944) Eichenlaub (18. Oktober 1944)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011