Schütze, Ulrich
| * 18. April 1893, Großenhain in Sachsen † 23. September 1942, in Planatow vor Stalingrad (gefallen) |
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Ulrich Schütze trat am 1. April 1912 als Fahnenjunker in das Königlich Sächsische Heer ein. Der Sohn des Fabrikanten Hermann Schütze kam dabei zum 4. Königlich Sächsisches Feldartillerie-Regiment Nr. 48. Bei diesem wurde er am 12. November 1912 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 14. August 1913 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 19. August 1911 datiert. Als solcher wurde er dann als Batterieoffizier im 4. Königlich Sächsisches Feldartillerie-Regiment Nr. 48 eingesetzt. Als solcher wurde er auch noch kurz vor der Mobilmachung für den 1. Weltkrieg im Sommer 1914 weiter eingesetzt. Im Krieg kam er dann als Zugführer, Abteilungs- und Regimentsadjutant an der Front zum Einsatz. Dabei wurde er am 27. Januar 1917 zum Oberleutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur mehrmals verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Außerdem wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach Kriegsende wurde er am 1. Oktober 1919 auch als Oberleutnant in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er dann dem Reichswehr-Artillerie-Regiment 12 zugeteilt. Diesem gehörte er auch noch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 weiter an. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in das 4. Artillerie-Regiment übernommen. Bei diesem wurde er die ersten Jahre beim Regimentsstab eingesetzt. Am 1. Oktober 1923 wurde er für mehrere Jahre zum Chef der 7. Batterie vom 4. Artillerie-Regiment in Dresden ernannt. Als solcher wurde er am 1. November 1923 zum Hauptmann befördert. 1928/29 gab er sein Kommando über die 7. Batterie ab. Er wurde dafür dann zur 1. Batterie vom 4. Artillerie-Regiment in Halberstadt versetzt. Am 1. Oktober 1929 wurde er jetzt zum Artillerieführer IV ebenfalls in Dresden versetzt. Zum 1. September 1933 wurde er zum Major befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur der V. Abteilung vom Artillerie-Regiment Dresden ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur der Beobachtungs-Abteilung 24 ebenfalls in Chemnitz ernannt. Zum 1. April 1936 wurde er als solcher zum Oberstleutnant befördert. Am 12. Oktober 1937 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er jetzt zum Adjutant vom Generalkommando IV. Armeekorps in Dresden ernannt. Als solcher wurde er zum 1. Oktober 1938 zum Oberst befördert. Auch kurz vor der Mobilmachung im Sommer 1939 wurde er noch als Adjutant vom IV. Armeekorps in Dresden eingesetzt. Bei der Mobilmachung wechselte er dann als Adjutant zum neuen Stellvertretenden Generalkommando IV. Armeekorps ebenfalls in Dresden. Ende Oktober 1939 wurde er dann zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 156 ernannt. Mit diesem wurde er anfangs im Verband der 56. Infanterie-Division im Raum Geldern bei der Grenzsicherung eingesetzt. Im Frühjahr 1940 führte er dann sein Regiment im Divisionsverband im Westfeldzug. Nach dem Westfeldzug gab er Ende Juli 1940 sein Kommando über das Artillerie-Regiment 156 ab und wurde dafür wieder zum Stellvertretenden Generalkommando IV. Armeekorps nach Dresden versetzt. Am 18. Januar 1941 wurde er dann zum neuen Artillerie-Kommandeur 144 (Arko 144) ernannt. Mit diesem Stab wurde er dann dem Generalkommando IV. Armeekorps zugeteilt. Mit dem IV. Armeekorps wurde er dann zum Sommerbeginn 1941 im Ostfeldzug beim Angriff auf Südrussland eingesetzt. Auch zum Beginn des Jahres 1942 wurde er mit seinem Stab im Südabschnitt der Ostfront eingesetzt. Anfang April 1942 übernahm er dann die Führung über die 295. Infanterie-Division ebenfalls im Südabschnitt der Ostfront. Nach einem Monat übergab er dieses Kommando an Generalmajor Rolf Wuthmann ab. Dafür wurde er dann wieder als Arko 144 eingesetzt. Zum 1. Juli 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Ab dem Sommer 1942 führte er seinen Stab unter dem IV. Armeekorps beim Angriff auf Stalingrad. Dabei ist er dann am 23. September 1942 bei Stalingrad gefallen.