von Bergmann, Walter

 

* 16. April 1864, Magdeburg

† 7. März 1950, Berlin

 

Walter von Bergmann trat am 15. April 1882 als Fähnrich in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 2. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 32. In diesem wurde er am 16. Oktober 1882 zum Sekondeleutnant befördert. Am 1. Oktober 1890 wurde er in das 6. Lothringisches Königs-Infanterie-Regiment Nr. 145 versetzt. Dort wurde er am 22. März 1891 zum Premierleutnant befördert. Am 1. Oktober 1891 wurde er für fast drei Jahre zur Kriegsakademie kommandiert. Während dieser Zeit wurde er zum Brandenburgisches Jäger-Bataillon Nr. 3 versetzt. Im Frühjahr 1895 wurde er in den Großen Generalstab versetzt. Dort wurde er am 19. März 1896 zum Hauptmann befördert. Von 1899 bis 1902 wurde er als Kompaniechef im Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 ernannt. Im Frühjahr 1902 wurde er dann zum Ia der 30. Infanterie-Division ernannt. Als solcher wurde er am 12. September 1902 zum Major befördert. Im Frühjahr 1904 wurde er dann für fast zwei Jahre in den Generalstab eines Armeekorps versetzt. Anfang 1906 wurde er wieder in den Großen Generalstab versetzt und in das Kriegsministerium kommandiert. Anfang 1908 wurde er zum Bataillonskommandeur im 2. Posensches Infanterie-Regiment "von Coubière" Nr. 19 ernannt. Als solcher wurde er am 22. Mai 1909 zum Oberstleutnant befördert. Im Frühjahr 1910 wurde er dann für ein halbes Jahr in den Regimentsstab vom 2. Posensches Infanterie-Regiment "von Coubière" Nr. 19 versetzt. Im Herbst 1910 wurde er zum Chef des Generalstabes in einem Generalkommando ernannt. Ende 1911 kam er dann wieder zum Kriegsministerium. Dort wurde er zum Chef der Heeresabteilung ernannt. Als solcher wurde er am 22. April 1912 zum Oberst befördert. Im Sommer 1913 wurde er zum Kommandeur vom 1. Thüringisches Infanterie-Regiment "Graf Bose" Nr. 31 ernannt. Bei Beginn des 1. Weltkrieges wurde er zum Oberquartiermeister vom AOK 1 ernannt. Als solcher wurde er am 24. Dezember 1914 zum Generalmajor befördert. In den nächsten Jahren wurde er auf den verschiedensten Generalstabspositionen bei mehren AOK's eingesetzt. Dabei wurden ihm beide Eisernen Kreuze verliehen. Anfang 1917 wurde er dann zum Kommandeur der 113. Infanterie-Division ernannt. Als solcher wurde ihm am 8. Mai 1918 der Pour le mérite verliehen. Er wurde am 15. Juli 1918 zum Generalleutnant befördert. Im Krieg wurden ihm noch viele weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er anfangs als Kommandeur vom Wehrkreiskommando V eingesetzt. Im Frühjahr 1920 wurde er mit der Führung des Gruppenkommando 1 in Berlin beauftragt. Am 27. September 1920 wurde er bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr zum Oberbefehlshaber vom Gruppenkommando 1 ernannt. Als solcher wurde er am 18. Dezember 1920 zum General der Infanterie befördert. Im Dezember 1922 wurde er dann aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Am 31. Oktober 1925 wurde ihm die Berechtigung zum Tragen der Uniform des 6. Infanterie-Regiment mit den Generalsabzeichen verliehen. Am 20. April 1937 wurde ihm dann das Recht zum  Tragen der Uniform des Infanterie-Regiment 90 mit den Generalsabzeichen verliehen.