Sturzkampfgeschwader 76

 

1. Lebenslauf:

Die I. Gruppe des Sturzkampfgeschwader 76 wurde am 1. Mai 1939 in Graz aus der I. / Sturzkampfgeschwader 168 aufgestellt. Die Gruppe blieb der einzige Teil des Geschwaders, einen Geschwaderstab oder weitere Gruppen existierten nicht. Ausgestattet war die Gruppe mit der Ju 87 B. Am 18. August 1939 ereignete sich auf dem Truppenübungsplatz Neuhammer ein schweres Unglück, als bei einer Vorführung der Gruppe wegen Bodennebels 13 Flugzeuge und Besatzungen beim Sturzflug am Boden zerschellen. Ab dem 1. September 1939 nahm die Gruppe beim Fliegerführer z.b.V. am Polenfeldzug teil und flog Einsätze zur Heeresunterstützung sowie gegen Verkehrsknotenpunkte. Nach Beendigung des Polenfeldzuges verlegte das Geschwader in den westen.

Stab 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel 4. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Mai 1939 Graz 1. Mai 1939 Graz 1. Mai 1939 Graz 1. Mai 1939 Graz 1. Mai 1939 Graz
August Nieder-Ellguth August Nieder-Ellguth August Nieder-Ellguth August Nieder-Ellguth August Nieder-Ellguth
September Tschentstochau September Tschentstochau September Tschentstochau September Tschentstochau September Tschentstochau
September Oronsko bei Radom September Oronsko bei Radom September Oronsko bei Radom September Oronsko bei Radom September Oronsko bei Radom
Oktober Köln-Ostheim Oktober Köln-Ostheim Oktober Köln-Ostheim Oktober Köln-Ostheim Oktober Köln-Ostheim

 

Zu Jahresbeginn 1940 lag die I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 76 in Köln-Ostheim. Es unterstand dem Stab des Sturzkampfgeschwaders 2 beim VIII. Fliegerkorps und nahm ab Mai 1940 am Westfeldzug teil. Die Gruppe flog Einsätze zur Heeresunterstützung sowie gegen Brücken und Verkehrsknotenpunkte. Einsatzräume waren Maastricht und Eben-Emael sowie die Übergangsstellen über die Maas, dann Boulogne, Calais und Dünkirchen. Nach der Schlacht um Dünkirchen unterstützte die Gruppe das Heer bei dessen Vorstoß über die Somme, die Marne, die Seine und die Loire. Am 9. Juli 1940 wurde die Gruppe in die I. Gruppe des Stuka-Geschwaders 3 umbenannt.

Stab 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel 4. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar 1940 Köln-Ostheim 1. Januar 1940 Köln-Ostheim 1. Januar 1940 Köln-Ostheim 1. Januar 1940 Köln-Ostheim 1. Januar 1940 Köln-Ostheim
Mai Dockendorf Mai Dockendorf Mai Dockendorf Mai Dockendorf Mai Dockendorf
Mai Guise Mai Guise Mai Guise Mai Guise Mai Guise
Mai Soissons Mai Soissons Mai Soissons Mai Soissons Mai Soissons
Juni Villenauxe Juni Villenauxe Juni Villenauxe Juni Villenauxe Juni Villenauxe
Juni Barly Juni Barly Juni Barly Juni Barly Juni Barly

 

2. Kommandeure:

I. Gruppe:

Gruppenkommandeur:

1. Mai 1939 Hauptmann Walter Siegel

 

3. Literatur und Quellen:

Wolfgang Dierich: Die Verbände der Luftwaffe, 1935-1945, Motorbuch Verlag, 1976

John Weal: Junkers Ju 87 Stukageschwader 1937-41, Osprey Combat Aircraft