719. Infanterie-Division

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Die 719. Infanterie-Division wurde am 3. Mai 1941 als Division der 15. Welle im Wehrkreis III (Berlin) aus Ersatztruppen des Wehrkreises aufgestellt und im Juni 1941 als Besatzungstruppe in den Raum Antwerpen in den Niederlanden verlegt. Hier verblieb die Division die nächsten Jahre. Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie und deren Vorrücken auf Belgien bezog die Division einen Verteidigungsabschnitt im Bereich der 1. Fallschirm-Armee bei Antwerpen. Anschließend verteidigte die Division einen Abschnitt bei der 15. Armee am Maas-Schelde-Kanal bei Fort Merksem. Im Verlauf des anschließenden Rückzuges kämpfte die Division bei Woensdrecht und Breda. Im Februar 1945 kam die Division bei der 1. Armee im Raum Oeting bei Saarlautern zum Einsatz. Die Division wurde bei den Rückzugskämpfen im März / April 1945 in der Pfalz aufgerieben.
Am 14. April 1945 wurde die Division durch das AOK 19 am Oberrhein aus den Resten der alten Division sowie der Division z.b.V. 405 neu aufgestellt. Bei Münsingen geriet die Division bei Kriegsende in amerikanische Gefangenschaft.

 

1941

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Mai in Aufstellung     WK III
Juni Kommandeur der dt. Truppen in den Niederlanden     Doodrecht

1942

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar Kommandeur der dt. Truppen in den Niederlanden     Doodrecht
Juli LXXXVIII   D Doordrecht (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)

1943

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar LXXXVIII   D Doordrecht

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar LXXXVIII Niederlande D Doordrecht
Mai LXXXVIII Niederlande B Doordrecht (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)
September LXXXVIII 1. Fallschirm B Antwerpen
Oktober LXVII 15. Armee B Niederlande (Lagekarte)
Dezember z. Vfg. 15.Armee H Niederlande

1945

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar in Umbildung      
Mitte Januar LXXXV 1. Armee G Saarpfalz (Lagekarte) (Lagekarte) (Lagekarte)
April "Verbleib unbekannt      

 

 

2. Divisionskommandeure:

3. Mai 1941 Generalleutnant Erich Höcker

10. Januar 1944 Generalleutnant Max Horn

15. Februar 1944 Generalmajor Carl Wahle

30. Juli 1944 Generalleutnant Karl Sievers

30. September 1944 General der Infanterie Felix Schwalbe

22. Dezember 1944 Generalmajor Heinrich Gäde

 

3. Gliederung:

719. Infanterie-Division 1942:

Infanterie-Regiment 723

Infanterie-Regiment 743

Artillerie-Abteilung 663

Divisionseinheiten 719

 

719. Infanterie-Division 1944:

Grenadier-Regiment 723

Grenadier-Regiment 743

Grenadier-Regiment 766

Divisions-Füsilier-Bataillon 719

Artillerie-Regiment 1719

Pionier-Bataillon 719

Divisionseinheiten 719

 

719. Infanterie-Division 1945:

Grenadier-Regiment 723

Grenadier-Regiment 743

Grenadier-Regiment 766

Füsilier-Bataillon 719

Artillerie-Regiment 1719

Pionier-Bataillon 719

Divisionseinheiten 719

 

4. Literatur und Quellen:

Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 12. Die Landstreitkräfte 631 – 800. Biblio-Verlag, Bissendorf 1975