Infanterie-Ersatz-Bataillon 65
Infanterie-Ausbildungs-Bataillon 65
Grenadier-Ersatz-Bataillon 65
Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 65
Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 65

 

Das Infanterie-Ersatz-Bataillon 65 wurde bei der Mobilmachung am 26. August 1939 in Delmenhorst, im Wehrkreis X, aufgestellt. Direkt bei der Aufstellung bildete das Bataillon den Landesschützen-Regimentsstab 2/X und das Landesschützen-Bataillon XI/X. Das Bataillon selbst unterstand der Division 170 und stellte den Ersatz für die 22. Infanterie-Division. Ab dem 26. November 1939 unterstand das Bataillon der Division 180. Etwa an diesem Tag machte das Bataillon Abgaben zur Aufstellung des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment 399. Im Mai 1941 machte das Bataillon Abgaben zur Aufstellung des II. Bataillons vom Infanterie-Regiment 740. Am 1. Oktober 1942 wurde das Bataillon in je ein Infanterie-Ersatz-Bataillon 65 und Infanterie-Ausbildungs-Bataillon 65 geteilt. Beide Bataillone wurden am 7. November 1942 in Grenadier-Ersatz-Bataillon 65 bzw. Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 65 umbenannt. Beide Bataillone wurden am 7. April 1943 zum Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 65 vereinigt. Das Ersatz- und Ausbildungsbataillon hat im Kriege seine stille aber wirksame Arbeit an den Ersatzmannschaften erfüllt. In den letzten Monaten des Krieges wurden Einheiten des Ersatz-Bataillon direkt an der Front eingesetzt. Das Bataillon wurde nämlich im September 1944 auf das Stichwort "Alarm Küste" in die Niederlande verlegt. Dort wurde das Bataillon als I. Bataillon in das Grenadier-Regiment 1222 der 180. Infanterie-Division eingegliedert. Dabei hatte es auch verlustreiche Kämpfe zu bestehen. Am 26. September 1944 wurde das Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 65 in Delmenhorst wieder errichtet. Ab dem 1. November 1944 unterstand das Bataillon der Division 480. Ab 1945 stellte das Bataillon zusätzlich den Ersatz für die 21. Infanterie-Division. Ab Mitte März 1945 wurden einige Kompanien im Raum von Nordwohlde und Syke eingesetzt. Die Einheiten wurden im Verlauf der Kämpfe über Fesenfeld, Fahrenhorst, Heiligenrode, Mackenstedt, Brinkum, Stohrbaum, Stelle, Annenheide am 19. April 1945 nach Delmenhorst zurückgenommen. Nach Beendigung der Kämpfe in Delmenhorst wurde diese Kompanie in Lilienthal bei Bremen mit anderen Kampfeinheiten zusammengefasst und in der weiteren Rückzugsbewegung nach Bremervörde bis Schiffdorferdamm in der Nähe von Bremerhaven zurückgezogen. Die nicht einsatzfähigen Teile des Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 65 wurden am 18. April 1945 als Troß zusammengefasst und ab Delmenhorst getrennt zurückgenommen. Weitere eingesetzte Marschblöcke, besonders die jüngeren Jahrgänge, die im Februar und März der Stammkompanie angehörten und durch Transporte mit der Eisenbahn verladen wurden, sind wahrscheinlich in den Raum Halle an der Saale, im Wehrkreis IV, gebracht wurden. 

Das Ersatz-Bataillon stellte unter anderem auch für folgende Einheiten den Ersatz:

Stäbe: 22. Infanterie-Division; 269. Infanterie-Division;

Infanterie-Regimenter: 65; 254 (II.); 399;

Grenadier-Regimenter: 16; 65; 254 (II.); 399;

Wachbataillone: 117 (B); 604; 617;

Verkehrs-Regelungs-Bataillone: 758;

Kommandeure: