Aufstellung, Gliederung und
Ausstattung der Infanterie-Divisionen
16. 35. Welle
16. Welle:
201. 204.
Infanterie-Brigade. (4 Brigaden)
Aufstellung: Juni 1941
Jede Brigade hatte drei Infanterie-Regimenter. Die Regimenter bestanden nur aus 2
Bataillonen ohne schwere Waffen.
Noch während der Aufstellung benannte man die Brigaden in Ersatz-Brigaden um,
im Winter 1941/1942 wurden daraus Sicherungsbrigaden. 1942 entstanden aus den Brigaden 201
und 203 die 201. und 203. Sicherungsdivision, die 202. Brigade wurde zur
Oberfeldkommandantur (OFK) 392 in Minsk, die
204. Brigade zu OFK 394 in Riga.
ohne Welle Juli 1941:
250. (spanische)
Infanteriedivision
Aufgestellt aus einer von Spanien zur Verfügung gestellten Division, Gliederung wie
Division 1. Welle.
ohne Welle Dezember 1941: 416.
Infanteriedivision
Aufgestellt als Besatzungstruppe in Dänemark mit 2 Regimenter durch Zusammenfassung von
sechs Landesschützen-Btl.
17. Welle:
328. 331.
Infanterie-Division (4 Divisionen)
Aufstellung Dezember 1941 auf das Stichwort WALKÜRE I aus Teilen des
Ersatzheeres, die Truppen sollten zur Entlastung der Ostfront dienen und wurden wegen
Überlastung der Eisenbahnen aus Ostpreußen / Polen im Landmarsch von 800 km an die Front
vorgeführt.
Die Regimenter dieser Divisionen hatten größtenteils nur 2 Bataillone, dazu 1
Panzerjäger-, 1 Pionierkompanie und 1Radfahr- oder Reiter-Aufklärungsschwadron pro
Regiment. Erst zwischen Herbst 1942 und Frühjahr 1943 nahmen diese Divisionen die
Normalgliederung ein.
18. Welle:
383., 384.,
384., 387., 389. Infanterie-Division (5 Divisionen)
Aufstellung Januar 1942 auf das Stichwort RHEINGOLD als Verstärkung für die
bedrängte Ostfront.
Die Divisionen hatten die Normalgliederung.
19. Welle:
370., 371.,
376., 377. Infanterie-Division (4 Divisionen)
Aufstellung April 1942 in der Normalgliederung einer Infanteriedivision, allerdings
erhielt jede Division 6000 Rekruten, die innerhalb der Divisionen noch auszubilden waren.
20. Welle:
38., 39., 65.
Infanterie-Division (3 Divisionen)
Aufstellung Dezember 1941 auf das Stichwort WALKÜRE II aus Teilen des
Ersatzheeres,
zur Sicherung der Kanalküste, die durch Abzug von Divisionen an die Ostfront gefährdet
schien. Die Divisionen hatten nur zwei Regimenter, jedes Regiment 12 Infanteriekompanien
und eine Panzerjägerkompanie, die Infanteriegeschützkompanie fehlte noch bis zum Winter
1942/1943.
ohne Welle September 1942: 343.,
344, 346., 347., 348. Infanteriedivision (5 Div.)
Aufgestellt als bodenständige Divisionen für Küstensicherung im Westen. Die Divisionen
verfügten lediglich über je 2 Regimenter. Jedes Regiment hatte 3 Bataillone, eine
leichte und eine mittlere Panzerjäger-Kp, eine Radfahrschwadron und eine schwere
Granatwerferkompanie, gesamt also 16 Kompanien im Regiment. Im Oktober 1943 erhielten
diese Divisionen teilweise auch Ostbataillone zugeteilt und verfügten so zeitweise über
4 Bataillone pro Regiment.
ohne Welle November 1942: 326.,
334., 338. Infanteriedivision (3 Divisionen)
Aufgestellt auf das Stichwort KRIEMHILDE zur Besetzung Südfrankreichs nach
der Landung der Alliierten in Tunesien, die 334. Inf.Div. zum Einsatz in Nordafrika. Diese
drei Divisionen hatten keine einheitliche Gliederung.
ohne Welle Spätsommer und Herbst 1942:
369. (kroat.), 373. (kroat.) Inf.-Div
Aufgestellt aus kroatischen Truppenteilen mit je 2 Regimentern.
ohne Welle Mai 1943:
282., 355., 356.
Infanteriedivision (3 Divisionen)
Aufgestellt auf die Stichwörter BRUNHILDE und GISELA durch die in
Frankreich liegenden Reserve-Divisionen zur Sicherung Südfrankreichs nach dem alliierten
Sieg in Nordafrika. Jede Division hatte nur zwei Regimenter, keine einheitliche
Gliederung.
ohne Welle Sommer 1942:
242.
245., 264. 266. Infanteriedivision (7 Div.)
Aufgestellt als bodenständige Divisionen für Küstensicherung im Westen. Die Divisionen
verfügten lediglich über je 2 Regimenter. Jedes Regiment hatte größtenteils 3
Bataillone, eine leichte und eine mittlere Panzerjäger-Kp, eine Kompanie leichter
Infanteriegeschütze gesamt also 15 Kompanien im Regiment. Im Oktober 1943 erhielten diese
Divisionen teilweise auch Ostbataillone zugeteilt und verfügten so zeitweise über 4
Bataillone pro Regiment. Die Panzerabwehrkompanien dieser Divisionen waren teilweise
pferdebespannt. Die Waffenausstattung war sehr uneinheitlich und umfaßte vielfach
Beutematerial.
ohne Welle September 1943:
392. (kroat.) Inf.-Div
Aufgestellt aus kroatischen Truppenteilen zu 2 Regimentern.
Infanteriedivision neuer Art (Infanteriedivision neuer Art 44): Herbst 1943
Die häufigen Umgliederungen, die unterschiedliche Ausrüstung und die zunehmenden
Probleme beim Personalersatz hatten dazu geführt, dass die bisher gültigen
Kriegsgliederungen der Divisionen nach Wellen zunehmend ungültig geworden waren. Dieses
buntscheckige Bild wurde durch Befehl des OKH v. 2.101.1943 beseitigt. Hierdurch galt für
sämtliche Infanteriedivisonen des Feldheeres im Bereich
-der Ostfront (HGr. A, Süd, Mitte, Nord,
-im Westen (HGr. B, D)
-im Süden/Südwesten (HGr. E, F, C bzw. OB Südwest)
die neue Gliederung. Ausgenommen waren die Truppen in Finnland und Norwegen (Geb. AOK 20,
AOK Norwegen), die Reichsgrenadier-Division Hoch- und Deutschmeister (44.
Inf.Div.), die 22. Inf.Div. (Kreta) und alle bodenständigen Infanterie-Divisionen.
Die Divisionen verloren durch diese Umgliederung endgültig das dritte Bataillon in den
Infanterieregimentern. Hatte die Division bis dahin einschließlich der
Aufklärungsabteilung über 10 Kampfbataillone verfügt, so waren es jetzt nur noch
sieben. Auch eine verbesserte Waffenausstattung konnte diesen Verlust an Feuerkraft nicht
ausgleichen. Weiter sank die Durchhaltefähigkeit der Division, da es schwieriger wurde,
mit dem verringerten Personal Reserven zu bilden.
Gliederung der Inf.Div. (n.A.)
Divisionsstab mit
-Kartenstelle/Druckereitrupp
-Feldgendarmerietrupp (meist als Feldgendarmerietrupp c (teilmot.)
3 Grenadierregimenter zu je
-Regimentsstab/Stabskp. mit Nachrichten-, Pionier- und Aufklärungszug (meist Radfahrer)
-2 Bataillone mit je 3 Schützen-Kp (16 le. MG, 2 mittl. GrW), 1 MG-Kp (12 sMG, 4 sGrW)
-Infanteriegeschütz-Kp mit 2 schweren und 6 leichten Infanteriegeschützen
-Panzerjägerkompanie mit 12 sPak (mot.z). Bereits im Dezember 1943 wurde jedoch
angeordnet, daß diese Kp nur einen Zug sPak bekam, im übrigen 5 cm Pak und
Panzernahbekämpfungsmittel.
Divisionsfüsilierbataillon (wie Grenadier-Btl, allerdings mindestens eine Kompanie auf
Fahrrädern beweglich gemacht). Die Divisionsfüsilierbataillone sollten auch die Aufgaben
der aufgelösten Divisionsaufklärungsabteilungen übernehmen. In Frankreich und auf dem
Balkan behielten die Div.Füs.Btl größtenteils die Ausstattung der bisherigen
Aufklärungsabteilungen.
Panzerjägerabteilung mit
-1. Kp zu 9 bis 12 Pak 7,5 cm (mot.Z.)
-2. Kp mit 10 Sturmgeschützen. Diese Kp führte ab 1944 eine Bezeichnung mit einer um
1000 erhöhten Nummer, somit wurde aus der 2.(StuG)Kp./PzJägAbt 7 die Sturmgeschütz-Abteilung
1007, die jedoch nachwievor nur Kompaniestärke hatte und voll der PzJägAbt.
Unterstand. Im Oktober 1944 änderte sich die Bezeichnung in Panzerjäger-Kp 1007, im
Februar 1945 in Jagdpanzer-Kp 1007. Die Ausrüstung mit Sturmgeschützen war nicht
einheitlich, teilweise kamen auch andere Pak auf Sfl. zum Einsatz.
-3. Kp mit 9 Flak 3,7 cm (mot.Z.)
Die Ausrüstung der gesamten Panzerjägerabteilung richtete
sich nach dem verfügbaren Material und war extrem uneinheitlich.
Artillerieregiment mit
-Stabsbatterie
-3 leichte Abteilung (10,5 cm leFH) mit Stabsbatterie und 3 Batterien zu je 4 Geschützen.
-1 schwere Abteilung (15 cm sFH) mit Stabsbatterie und 3 Batterien zu je 4 Geschützen.
Vorgesehen war, daß eine leichte und die schwere Abteilung im mot.Zug bewegt werden
sollten (meist RSO).
Pionierbataillon mit
-3 Kompanien.
-1 Kampfmittelstaffel (Transportkolonne)
Dabei sollte 1 mit Fahrrädern und 2 mit bespannten Fahrzeugen ausgerüstet sein. In
vielen Fällen wurden jedoch nur 2 Kompanien aufgestellt.
Die Brückenkolonnen waren schon seit 1941 Heerestruppen geworden, befanden sich
allerdings in den meisten Fällen ständig bei den Divisionspionieren.
Nachrichtenabteilung mit
-Fernsprechkompanie (teilmot.)
-Funkkompanie (mot.)
-Versorgungsstaffel
Feldersatzbataillon (4-5 Kompanien, dazu Divisionskampfschule)
1 Sanitätskompanie (bespannt)
1 Sanitätskompanie (mot)
1 Krankenkraftwagenkompanie.
Die Feldlazarette waren inzwischen größtenteils auf Armee-Ebene zusammengefaßt worden
und sollten den Divisionen je nach Lage und Auftrag zugeteilt werden. In der Praxis
verfügten aber die meisten Divisionen weiterhin über ein Feldlazarett, das häufig auch
noch die Divisionsnummer trug.
Kommandeur der Div. Nachschubtruppen (Kodina, wird Ende 1944
Divisions-Versorgungs-Regiment) mit
-Stab Verwaltungstruppenabteilung und Divisionsverwaltungs-Kp (mot.)
-1-2 Kraftfahrkompanien (90 120 t Kapazität, dabei Betriebsstoff-fahrzeuge)
-1-2 Fahrschwadronen (bespannt, 30 60 t Kapazität)
-1 Nachschubkompanie (teilmot.)
-1 Werkstattkompanie
In den Kraftfahrkompanien und Fahrschwadronen waren die früheren Nachschubkolonnen
zusammengefaßt worden
Divisionsverpflegungsamt
Bäckereikompanie (mot.)
Schlächtereikompanie oder Zug (mot.)
Veterinärkompanie (bespannt)
Feldpostamt (mot.)
Ein großer Teil des Personals der Trosse sollte nach Möglichkeit durch russische
Hilfswillige ersetzt werden, so daß die Inf.Div. (n.A.) bei voller Umsetzung dieser
Maßnahmen eine Stärke von 10.708 Deutschen und 2.005 Hilfswilligen aufwies.
21. Welle:
349., 352.,
353., 357., 359., 361.-364., 367. Infanterie-Division (10 Divisionen)
Aufstellung November 1943 in der Normalgliederung einer Infanteriedivision n.A.,
allerdings erhielt jede Division Rekruten des Jahrgangs 1926, die sich erst seit Mitte
November in der Ausbildung befanden. Als Stamm für die Aufstellung dienten Stäbe und
Restteile, die bei Zusammenlegungen von Divisionen bei den Heeresgruppen Süd und Mitte
freigeworden waren. Die Aufstellung der 364. Inf.Div. wurde nicht vollendet.
22. Welle:
271, 272., 275.
- 278. Infanterie-Division (6 Divisionen)
Aufstellung Dezember 1943 in Frankreich in der Normalgliederung einer Infanteriedivision
n.A. Als Stamm für die Aufstellung dienten ebenfalls Stäbe und Restteile, die bei
Zusammenlegungen von Divisionen bei den Heeresgruppen Süd und Mitte freigeworden waren,
dazu einzelne Bataillone der in Frankreich stehenden Reservedivisionen.
23. Welle:
Umwandlung von
Feldausbildungs-Divisionen
Bis 1. April 1944 sollten 5 Divisionen der 23. Welle aus den Stämmen der im Osten
stehenden Feldausbildungsdivisionen (FAD) unter Umwandlung der Feldausbildungs-Rgt in
Gren.Rgt gebildet werden. Diese Maßnahme wurde jedoch nur in Teilbereichen wirksam:
-Neuaufstellung einer 52. Div. aus Teilen der 390. und 391. FAD, diese Div. wird dann 52.
Sicherungs-Div.
-388. FAD: Umgliederung abgebrochen wird FAD Nord.
-390. FAD wird zunächst Auffrischungsstab Bergner, dann 390. Sich.Div. z.b.V.
(bodenständig).
-391. FAD wird 391. Sich.Div. z.b.V.
-394. FAD: Umgliederung abgebrochen, Division aufgelöst.
ohne Welle:
47. 49.
Inf.Div., 42. Jäger-Div.
Anfang 1944 wurde die Umbildung von Reserve-Divisionen in bodenständige Infanterie-Div.
mit je 3 Regimentern befohlen:
156. Res.Div. wird 47. Inf.Div.
171. Res.Div. wird 48. Inf.Div.
191. Res.Div. wird 49. Inf.Div.
187. Res.Div. wird 42. Jäger-Div.
24. Welle:
Schattendivisionen
Mielau, Milowitz, Demba, Wahn, Generalgouvernement
Aufstellung Anfang 1944.
Die Schattendivisionen wurden ohne rückwärtige Dienste und im verringerten
Umfang der Inf.Div. n.A. größtenteils aus vorhandenen Res.Div. gebildet und sollten zur
Neuaufstellung abgekämpfter Ostfrontdivisionen dienen.
Mielau: Aus 151. Res.Div., wird 214. Inf.Div., Teile zur 11. und 61. Inf.Div.
Milowitz: Aus 173. Res.Div., wird 389. Inf.Div.
Demba: Aus 141. Res.Div., wird 68. Inf.Div.
Wahn: aus Teilen 182. u. 157. Res.Div., wird 331. Inf.Div.
Generalgouvernement: Aufstellung als Alarmeinheit, wird 72. Inf.Div.
ohne Welle:
70.
Infanteriedivision
Aufstellung Frühjahr 1944. Der Div.Stab der 165. Res.Div. wurde zur Aufstellung der
bodenständigen 70. Inf.Div. verwendet, deren drei Regimenter aus Magenkranken bestanden;
die Division hatte Diätverpflegung.
25. Welle:
77., 84., 85.,
89., 91., 92. Infanteriedivison (6 Divisionen)
Aufstellung Februar / März 1944.
Die Divisionen entstanden aus Abgaben des Ersatzheeres und wiesen folgende Gliederung
auf:
Divisionsstab mit Kartenstelle und Feldgendarmerietrupp
2 Grenadierregimenter mit
-Stabskompanie mit Nachrichten-, Pionier- und Radfahrzug.
-3 Bataillonen (3 Schützen-Kp mit je 13 leMG, 1 Kp mit 6 leMG und 4 mGrW)
-Panzerabwehrkompanie (3 Pak, 36 Ofenrohr)
-Inf.Geschützkompanie mit 2 schweren und 6
leichten Inf.Gesch.
Divisionsfüsilier-Btl wie Gren.Btl
Panzerjägerkompanie mit 12 sPak (mot.Z.)
Artillerie-Regiment mit
-Stabsbatterie
-2 leichte Abteilung mit je Stabsbatterie und 2 Batterien zu je 6 leFH
-1 schwere Abteilung mit Stabsbatterie und 3 Batterien zu je 4 sFH (mot.Z.). Bei der 89.
u. 91. Inf.Div, war diese Abteilung stattdessen mit 8,8 cm Pak bzw. Flak ausgestattet.
Pionierbataillon mit 3 Pionierkompanien
Nachrichtenabteilung mit 2 Kompanien (gekürzt)
Feldersatzbataillon mit 5 Kompanien
Versorgungstruppen ähnlich Inf.Div. n.A.
26. Welle:
Schattendivisionen
Wildflecken, Ostpreußen, Schlesien (Neuhammer), Böhmen.
Aufstellung Mai 1944.
Die Schattendivisionen wurden wieder ohne rückwärtige Dienste und im
verringerten Umfang der Inf.Div. n.A. gebildet und sollten zur Auffrischung der Divisionen
in Italien und Südfrankreich dienen.
Wildflecken: Wird 715. Inf.Div.
Ostpreußen: Teils auch nochmals als Mielau geführt, wird 65. Inf.Div.
Schlesien: Auch als Neuhammer bezeichnet, wird 34. Inf.Div
Böhmen: Teils auch nochmals als Milowitz geführt, wird 198. Inf.Div.
Gliederung:
Divisionsstab (gekürzt, nur für Aufstellungsphase)
2 Grenadierregimenter mit
-Stabskompanie mit Nachrichten-, Pionier- und Radfahrzug.
-2 Bataillonen (3 Schützen-Kp mit je 13 leMG, 1 Kp mit 12 sMG und 6 mGrW)
-Panzerabwehrkompanie (3 Pak, 36 Ofenrohr)
-Inf.Geschützkompanie mit 2 schweren und 6
leichten Inf.Gesch.
Panzerjägerkompanie mit 12 sPak (mot.Z.)
Leichte Artillerie-Abteilung mit Stabsbatterie und 3 Batterien zu je 4 leFH
Pionierbataillon mit 2 Pionierkompanien
27. Welle:
59., 64., 226.,
232., 237. Inf.Div. (5 Divisionen)
Aufstellung Juli 1944.
Bodenständige Divisionen für den Einsatz in Frankreich und Italien.
Gliederung:
Div.Stab mit Kradmeldezug, Kartenstelle, Feldgendarmerietrupp c (teilmot.)
3 Grenadierregimenter zu je
-Regimentsstab/Stabskp. mit Nachrichten- und Pionierzug
-2 Bataillone mit je 4 Schützen-Kp (12 le. MG, 2 mittl. GrW, teils auch ortsfeste
Flammenwerfer).
-Infanteriegeschütz-Kp mit 4 leichten Infanteriegeschützen
-Panzerjägerkompanie mit 3 sPak (mot.z) und 36 Ofenrohr.
Divisionsfüsilierbataillon (wie Grenadier-Btl, alle
4 Kompanien auf Fahrrädern beweglich gemacht).
Panzerjägerkompanie mit 12 Pak 7,5 cm (mot.Z.)
Artillerieregiment mit
-Stabsbatterie
-3 leichte Abteilung (10,5 cm leFH) mit Stabsbatterie und 3 Batterien zu je 3 Geschützen
(bespannt).
In der III. Abteilung sollte drei Zugmaschinen verfügbar sein. Teils wurde die III.
Abteilung in eine schwere Abteilung (15 cm sFH) mit Stabsbatterie und 3 Batterien zu je 3
Geschützen umgebildet.
Pionierbataillon mit
-3 Kompanien.
Dabei sollte 1 mit Fahrrädern und 2 mit bespannten Fahrzeugen ausgerüstet sein.
Nachrichtenabteilung mit
-Fernsprechkompanie (teilmot.)
-Funkkompanie (teilmot.)
Feldersatzbataillon (4-5 Kompanien, dazu Divisionskampfschule)
1 Sanitätskompanie (mot)
1 Krankenkraftwagenkompanie.
Kommandeur der Div. Nachschubtruppen (Kodina, wird Ende 1944
Divisions-Versorgungs-Regiment) mit
-Stab Verwaltungstruppenabteilung
-1 Kraftfahrkompanien (90 t Kapazität, dabei Betriebsstoff-fahrzeuge)
-1 Fahrschwadronen (bespannt, 60 t Kapazität)
-1 Nachschubkompanie (teilmot.)
-1 Werkstattkompanie (teilmot.)
Divisionsverpflegungsamt
Bäckereikompanie (mot.)
SchlächtereiZug (mot.)
Veterinärkompanie (bespannt), gekürzt
Feldpostamt (mot.)
28. Welle:
Schattendivisionen
Jütland, Schlesien, Grafenwöhr, Münsingen
Aufstellung Juli 1944.
Die Schattendivisionen wurden wieder ohne rückwärtige Dienste in der
Gliederung der Divisionen 26. Welle gebildet.
Jütland: Wird 19. Volksgrenadier-Division.
Schlesien: Wird 94. Infanterie-Division.
Grafenwöhr: Wird 544. Grenadier-Division (29. Welle).
Münsingen: Wird 543. Grenadier-Division (29. Welle).
Ohne Welle:
Grenadierbrigaden
193, 388, 503 (L), 761, 1131-1136.
Juli 1944.
Die Grenadierbrigaden waren durch Artillerie und Pioniere verstärkte
Grenadier-Regimenter, die zu selbständigen Einsatz bestimmt waren. Die Brigaden 1131-1136
gingen nach kurzem Einsatz in den Divisionen auf, bei denen sie eingesetzt waren.
29. Welle:
541.553.,
558., 559., 561., 562. Grenadier-Division. (17 Divisionen).
Aufstellung Juli 1944. Die zuerst vorgesehene Bezeichnung ''Sperrdivision'' wurde sofort
wieder fallengelassen, die Divisionen wurden dann als ''Grenadierdivision'' mit einer von
der Inf.Div. n.A. abweichenden Gliederung aufgestellt. Alle Grenadierdivisionen der 29.
Welle wurden am 9.10.1944 in ''Volks-Grenadier-Division'' umbenannt, soweit nicht schon
vorher eine Umbenennung stattgefunden hatte.
Als erste aufgestellt wurden ab 21. Juli 1944 wegen der Bedrohung Ostpreußens die beiden
Grenadierdivisionen ''Ostpreußen 1'' und ''Ostpreußen 2'' mit zunächst nur 2
Grenadierregimentern. Beide Div. wurden im August in 561. und 562. Grenadier-Division
umbenannt, im Oktober dann in 561. und 562. VGD.
Es folgten:
541. Gren.Div. wird 541. VGD
542. Gren.Div. Diese Div. war zunächst wie eine Inf.Div. 44 gegliedert, sie wurde
deswegen im August und September 1944 auch als 542. INFANTERIE-Div. geführt und im Okt.
1944 unter teilweiser Umgliederung in 542. VGD umbenannt.
543. Gren.Div. entstand aus Schattendivision Münsingen, wurde noch im August 1944 in 78.
Sturmdivision umbenannt, später 78. Volks-Sturmdivision.
544. Gren.Div, entstanden aus Schattendivision Grafenwöhr, wird 544. VGD
545. Gren.Div wird 545. VGD.
546. Gren.Div wird bereits im August 1944 in 45. Gren.Div umbenannt, später 45. VGD.
547. Gren.Div wird 547. VGD
548. Gren.Div wird 548. VGD
549. Gren.Div wird 549. VGD.
550. Gren.Div.wird bereits im August 1944 in 31. Gren.Div. umbenannt, später 31. VGD.
551. Gren.Div. wird 551. VGD
552. Gren.Div. wird bereits im August 1944 in 6. Gren.Div. umbenannt, später 6. VGD.
553. Gren.Div. wird 553. VGD
558. Gren.Div. wird 558. VGD
559. Gren.Div. wird 559. VGD
Gliederung der Gren.Div. 29. Welle
Divisionsstab mit
-Kartenstelle/Druckereitrupp
-Feldgendarmerietrupp c (teilmot.)
3 Grenadierregimenter zu je
-Regimentsstab/Stabskp. mit Nachrichten- und Pionierzug
-2 Bataillone mit je 3 Schützen-Kp (9 le. MG, 1 Zug mit Sturmgewehren), 1 schwere Kp (18
Ofenrohr, 4 sGrW). Die Gliederung dieser schweren Kompanie variierte in der Praxis
erheblich, es kommen auch Kompanien mit 4 sMG, 6 mGrW und 4 leichten Inf.Gesch. oder 4 Pak
vor.
-Infanteriegeschütz-Kp mit 12 leichten Infanteriegeschützen
Divisionsfüsilierkompanie (wie Grenadier-Kp,
allerdings auf Fahrrädern beweglich gemacht).
Sturmgeschützabteilung mit 10 Sturmgeschützen (trotz der Bezeichnung Abteilung nur
Kompaniestärke).
Fla-Kompanie mit 9 Flak 3,7 cm (mot.Z.)
Artillerieregiment mit
-Stabsbatterie
-3 leichte Abteilung mit Stabsbatterie, 2 Batt. zu je 4 leFH (bespannt), 1 Batt. mit 6
Feldkanonen oder 6 Pak 7,5 cm
-1 schwere Abteilung (15 cm sFH) mit Stabsbatterie und 2 Batterien zu je 4 Geschützen
(bespannt, in einigen Fällen mot. ).
Die Artilleriekolonnen zur beweglichen Mitführung des Munitionsvorrats waren weggefallen,
es ga nur noch je eine Munitionsstaffel in den Stabsbatterien der Abteilungen.
Pionierkompanie (bespannt)
Nachrichtenkompanie (teilmot.)
Feldersatzbataillon (geplant, ohne Festlegung der Kompanieanzahl)
1 Sanitätskompanie (teilmot)
Kommandeur der Div. Nachschubtruppen (Kodina, wird Ende 1944
Divisions-Versorgungs-Regiment) mit
-Divisionsverwaltungs-Kp (teilmot.)
-Kraftfahrkompanien u. Fahrschwadronen waren nicht festgelegt
-Eine Nachschubkp gab es nicht mehr, nur noch einen Nachschubzug in der Div.Verw.Kp
-1 Werkstattkompanie (nur 2 Züge, mot.)
Divisionsverpflegungsamt, Bäckerei- u. Schlächtereikompanie waren ebenfalls entfallen, es bestanden nur noch
Bäckerei- u. Schlächtereizüge in der Divisionsverwaltungs-Kp.
Veterinärkompanie (bespannt)
Feldpostamt (mot.)
Der Mangel dieser Divisionen lag in der schwachen Panzerabwehr, der verminderten
Artillerie und der völlig unzureichenden Transportkapazität der Nachschubtruppen. Die
Grenadierdivisionen konnten daher nur stationär eingesetzt werden, schon eine operative
Verlegung von einem Frontabschnitt zum nächsten bereitete größte Probleme.
30. Welle: 12., 16., 19., 36., 560., 563. Infanterie- bzw.
Grenadier-Division (6 Divisionen)
Aufstellung August 1944.
In dieser Welle wurde die Wiederaufstellung von vier Divisionen aus Resten vernichteter
Divisionen und die Bildung von 2 neuen Grenadierdivisionen durchgeführt. Die Gliederung
dieser sechs Divisionen entsprach weitgehend der Inf.Div. n.A., war aber insgesamt
uneinheitlich.
31. Welle: Schattendivisionen Breslau, Döllersheim, Mähren, Rhön,
Groß-Born
Aufstellung August 1944.
Die Schattendivisionen wurden wieder ohne rückwärtige Dienste in der
Gliederung der Divisionen 26. Welle gebildet, die Artillerie-Abteilungen hatten allerdings
abweichend 2 leichte und 1 schere Batterie
Breslau: wird 357. Inf.Div.
Döllersheim: wird 564. VGD
Mähren: wird 565. VGD
Rhön: wird 566. VGD
Groß-Born: wird 570. VGD
32. Welle:
I. Rate: 564. 582. Volksgrenadier-Division (VGD) (19 Divisionen)
II. Rate: 583. 588. VGD (6 Divisionen)
Aufstellung: September / Oktober 1944. Die Divisionen entstanden teils aus
Schattendivisionen der 31. Welle, sofort nach Aufstellung erhielten sie die Nummern
aufgelöster Divisionen, auch die Regimenter wurden umbenannt.
564. VGD: entstanden aus Schattendivision Döllersheim, wird 183. VGD
565. VGD: entstanden aus Schattendivision Mähren, wird 246. VGD
566. VGD: entstanden aus Schattendivision Mähren, wird 363. VGD
567. VGD: wird 349. VGD
568. VGD: wird 256. VGD
569. VGD: wird 361. VGD
570. VGD: aus Schattendivision Groß-Born, wird 337. VGD
571. VGD: wird 18. VGD
572. VGD: wird 340. VGD
573. VGD: wird 708. VGD
574. VGD: wird 277. VGD
575. VGD: wird 272. VGD
576. VGD: wird 271. VGD
577. VGD: wird 47. VGD
578. VGD: wird 212. VGD
579. VGD: wird 326. VGD
580. VGD: wird 276. VGD
581. VGD: wird 352. VGD
582. VGD: wird 26. VGD
583. VGD: wird 62. VGD
584. VGD, zunächst auch als Div. Dennewitz: wird 9. VGD
585. VGD, zunächst auch als Div. Nieder-Görsdorf: wird 167. VGD
586. VGD, zunächst auch als Div. Katzbach: wird 79. VGD
587. VGD, zunächst auch als Div. Großgörschen: wird 257. VGD
588. VGD, zunächst auch als Div. Möckern: wird 320. VGD
Gliederung der Volks-Grenadier-Division (32. Welle)
Divisionsstab mit
-Kartenstelle/Druckereitrupp
-Feldgendarmerietrupp (meist als Feldgendarmerietrupp c (teilmot.)
3 Grenadierregimenter zu je
-Regimentsstab/Stabskp. mit Nachrichten-, Pionier- und Radfahrzug.
-2 Bataillone mit je 3 Schützen-Kp (9 le. MG, 2 Züge mit Sturmgewehren), 1 schwere Kp (8
sMG, 6 mGrW, 4 leichte Inf.Gesch.)
-Infanteriegeschütz-Kp mit 4 leichten
Infanteriegeschützen und 8 schw. Granatwerfern.
-Panzerzerstörer-Kompanie mit 72 Ofenrohr, davon 18 als Gerätereserve ohne
Bedienungspersonal
Divisionsfüsilierkompanie (wie Grenadier-Kp,
allerdings auf Fahrrädern beweglich gemacht).
Panzerjägerabteilung mit
-1. Kp zu 9 Pak 7,5 cm (mot.Z.)
-2. Kp mit 14 Sturmgeschützen. Diese Kp führte ab Oktober 1944 die Bezeichnung
Panzerjäger-Kp, ab Februar 1945 als Jagdpanzer-Kp 1007. Die Ausrüstung mit
Sturmgeschützen war nicht einheitlich, teilweise kamen auch andere Pak auf Sfl. zum
Einsatz.
-3. Kp mit 9 Flak 3,7 cm (mot.Z.)
Die Ausrüstung der gesamten Panzerjägerabteilung richtete
sich nach dem verfügbaren Material und war extrem uneinheitlich.
Artillerieregiment mit
-Stabsbatterie
-1 leichte Abteilung mit Stabsbatterie und 3 Batterien zu je 6 Feldkanonen oder Pak 7,5 cm
(teilmot.)
-2 leichte Abteilung (10,5 cm leFH) mit Stabsbatterie und 2 Batterien zu je 6 Geschützen
(teilmot).
-1 schwere Abteilung (15 cm sFH) mit Stabsbatterie und 2 Batterien zu je 6 Geschützen
(bespannt)
Pionierbataillon mit 2 Kompanien (teilmot.)
Nachrichtenabteilung (gekürzt) mit
-Fernsprechkompanie (teilmot.)
-Funkkompanie (mot.)
-Versorgungsstaffel
Feldersatzbataillon (4-5 Kompanien, dazu Divisionskampfschule)
1 Sanitätskompanie (teilmot)
1 Krankenkraftwagenkompanie.
Kommandeur der Div. Nachschubtruppen (Kodina, wird Ende 1944
Divisions-Versorgungs-Regiment) mit
-Divisionsverwaltungs-Kp (teilmot.), darin Bäckerei- und Schlächtereizug
-1 Kraftfahrkompanie (120 t Kapazität, dabei Betriebsstoff-fahrzeuge)
-2 Fahrschwadronen (bespannt, 30 t Kapazität)
-1 Nachschubkompanie (teilmot.)
-1 Werkstattkompanie (teilmot.)
Veterinärkompanie (bespannt)
Feldpostamt (teilmot.)
Die Gliederung der Div. 32. Welle wurde im September 1944 auch für die 29. und 31. Welle
sowie für weitere Divisionen früherer Wellen angeordnet. Diese Gliederung der
Volks-Grenadierdivision 32. Welle löste damit weitgehend die Gliederung der
Infanteriedivision neuer Art und die provisorische Gliederung der Divisionen 29. Welle ab.
ohne Welle: 148., 159., 176., 180., 189., 190., 203., 281., 462.
Infanteriedivision
Aufstellung Oktober 1944 durch Umbildung von Reserve- und Sicherungsdivisionen in
Felddivisionen unter Einreihung von aufgeriebener Einheiten des Westheeres. Die Divisionen
sollten die Gliederung der 32. Welle erhalten, ohne allerdings die Bezeichnung
Volksgrenadierdivision anzunehmen!
Infanterie-Division 45:
Dezember 1944
Ab Ende Dezember 1944 sollten alle Infanterie-Divisionen des Feldheeres die Gliederung der
Infanterie-Division 45 einnehmen. Ausgenommen waren lediglich die 1.
Infanteriedivision und die in Norwegen stationierten sechs Divisionen (210., 230., 270.,
274., 280., 295.). Aufgrund der zusammenbrechenden Fronten und der Material- und
Personalengpässe wurde jedoch diese Umgliederung nur noch teilweise durchgeführt.
Gliederung der Infanterie-Division 45
Divisionsstab mit
-Kartenstelle/Druckereitrupp
-Feldgendarmerietrupp (meist als Feldgendarmerietrupp c (teilmot.)
3 Grenadierregimenter zu je
-Regimentsstab/Stabskp. mit Nachrichten-, Pionier- und Radfahrzug.
-2 Bataillone mit je 3 Schützen-Kp (9 le. MG, 2 Züge mit Sturmgewehren), 1 schwere Kp (8
sMG, 6 mGrW, 4 leichte Inf.Gesch.)
-Infanteriegeschütz-Kp mit 2 schweren Infanteriegeschützen und 8 schw. Granatwerfern.
-Panzerzerstörer-Kompanie mit 72 Ofenrohr, davon 18 als Gerätereserve ohne
Bedienungspersonal
Divisionsfüsilier-Bataillon (wie Grenadier-Btl, allerdings auf Fahrrädern beweglich
gemacht).
Panzerjägerabteilung mit
-1. Kp zu 12 Pak 7,5 cm (mot.Z.)
-2. Kp mit 14 Sturmgeschützen. Diese Kp führte die
Bezeichnung Panzerjäger-Kp, ab Februar 1945 als Jagdpanzer-Kompanie bezeichnet. Die Ausrüstung mit
Sturmgeschützen war nicht einheitlich, teilweise kamen auch andere Pak auf Sfl. zum
Einsatz.
-3. Kp mit 9 Flak 3,7 cm (mot.Z.)
Artillerieregiment mit
-Stabsbatterie
-3 leichte Abteilungen mit Stabsbatterie, je 2 Batterien zu je 4 leFH (bespannt) und 1
Batterie zu je 6 Feldkanonen oder Pak 7,5 cm (mot.)
-1 schwere Abteilung (15 cm sFH) mit Stabsbatterie und 2 Batterien zu je 6 Geschützen
(bespannt)
Pionierbataillon mit 3 Kompanien (teilmot.)
Nachrichtenabteilung (gekürzt) mit
-Fernsprechkompanie (teilmot.)
-Funkkompanie (mot.)
-Versorgungsstaffel
Feldersatzbataillon (4 Kompanien, dazu Divisionskampfschule)
1 Sanitätskompanie (teilmot)
1 Krankenkraftwagenzug
Divisions-Versorgungs-Regiment mit
- Divisionsverwaltungs-Kp (teilmot.), darin Bäckerei- und Schlächtereizug
-1 Kraftfahrkompanie (120 t Kapazität, dabei Betriebsstoff-fahrzeuge)
-2 Fahrschwadronen (bespannt, 30 t Kapazität)
-1 Nachschubzug (teilmot.)
-1 Werkstattkompanie (teilmot.)
Veterinärkompanie (bespannt)
Feldpostamt (teilmot.)
33. Welle:
23., 48., 83.,
85., 189., 245., 264., 275., 706., 716. Inf.Div.
361., 533. VGD.
Aufstellung Januar 1945.
Bei dieser Aufstellungswelle handelte es sich größtenteils um Neuaufstellungen bzw.
Auffrischungen zerschlagener Divisionen, teilweise unter Heranziehung von
Reservedivisionen. Die Divisionen der 33. Welle sollten die Gliederung der Inf.Div. 45
einnehmen.
ohne Welle:
41., 153.
155., 160., 166., 182., 286., 476., Kurland.
Februar 1945.
Umbildung von Reserve-, Ausbildungs-Divisionen usw. in Felddivisionen.
Gliederung uneinheitlich
ohne Welle:
63., 219., 249.,
703. Inf.Div.
Februar/März 1945.
Aufstellung von 4 Divisionen in den Niederlanden, als Tarnbezeichnung für in der
Küstenverteidigung eingesetzte Marineeinheiten und Ostbataillone.
Gliederung uneinheitlich.
ohne Welle:
6., 17., 304.,
342., 344., 712. Inf.Div.
45., 320., 545.
VGD
Brigade z.b.V.
100
Aufstellung März / April 1945, größtenteils als Wiederaufstellung zerschlagener
Divisionen. Die Gliederung war uneinheitlich.
34. Welle:
Schattendivisionen
Hannover, Dresden, Donau, Jäger-Div. Alpen
Februar / März 1945.
Schattendivisionen zur Auffüllung zerschlagener Divisionen. Die Divisionen der 34. Welle hatten nur 2 Inf.Rgt mit je 2 Btl und 1
Artillerie-Abteilung.
Hannover: wird 547. VGD
Dresden: wird 6. VGD
Donau: wird in 26. VGD und 413. Inf.Div. eingegliedert.
ohne Welle:
Inf.Div.
Döberitz, Berlin, Hamburg, Jütland, Seeland
Aufstellung Februar / März 1945 als
Alarmeinheiten.
35. Welle:
RAD-Divisionen 1
4; Inf.Div. Potsdam, Scharnhorst, Ulrich von Hutten,
Ferdinand
von Schill.
Aufstellung März/ April 1945 unter Heranziehung von Stämmen aufgelöster Divisionen,
Schulen, RAD und Heeresartillerie. Auch bei der 35. Welle konnte keine einheitliche
Gliederung erreicht werden.
RAD-Div. 1 Schlageter aus Stab 299. Inf.Div.
RAD-Div. 2 Friedrich Ludwig Jahn aus Stab 251. Inf.Div.
RAD-Div. 3 Theodor Körner aus Stab 215. Inf.Div.
RAD-Div. 4 aus Stäben 131. Inf.Div. und. 562. VGD. Aufstellung nicht abgeschlossen.
Potsdam aus Stab 85. Inf.Div
Scharnhorst aus Stab 167. und 340. VGD
Ulrich von Hutten aus Resten 18. VGD, 56. und 190. Inf.Div.
Ferdinand von Schill aus Sturmgeschütz-Schule Burg.
Literatur:
-Müller-Hillebrand, Burkhart: Das Heer 1933-1945. Entwicklung des organischen Aufbaues.
Bd. 3: Der Zweifrontenkrieg. Das Heer vom Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion bis
zum Kriegsende, Frankfurt 1969.
-Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten
Weltkrieg 1939-1945.
Bd. 1: Die Landstreitkräfte - Waffengattungen Gesamtübersicht. Osnabrück 1979.
Bd. 15: Kriegsstärkenachweisungen (KStN), taktische Zeichen, Traditionspflege. Osnabrück
1988.
- Höhn, Hans: Entwicklung, Einsatzgrundsätze und Organisation der Infanterie des
imperialistischen deutschen Heeres (1933 - 1945) 2 Bände (Dissertation), Leipzig 1965.
-Höhn, Hans: Feuerkraft des Aggressors. Zur Entwicklung der Artillerie in den
Landstreitkräften des deutschen Militarismus von 1935 bis 1960. (= Militärhistorische
Studien, 3) Berlin (Ost) 1961.