von Zitzewitz, Alexander
| * 23. März 1916, Kassel
+ 3. August 1943, Biskaya |
Alexander von Zitzewitz trat 1934 als Offiziersanwärter in die Kriegsmarine ein. Er absolvierte seine Infanterie-Ausbildung bei der 4. Kompanie der II. Abteilung der Schiffstammdivision der Ostsee in Stralsund. Ab dem 14. Juni 1934 folgte die Bordausbildung auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" und ab dem 27. September 1934 auf dem leichten Kreuzer "Karlsruhe". Am 26. April 1934 wurde er zum Seekadett und am 1. Oktober 1934 zum Obermatrosen befördert. Am 1. Januar 1935 folgte die Beförderung zum Oberstabsmatrosen. Vom 27. September 1934 bis zum 26. Juni 1935 folgte der Hauptlehrgang für Fähnriche an der Marineschule in Flensburg-Mürwik, wo er am 1. Juli 1935 zum Fähnrich befördert wurde. Im Anschluß an den Hauptlehrgang folgten bis Mai 1939 diverse Fähnrichs-Lehrgänge, Kommandierungen zu Ausbildungen und kleinere Kommandos sowie am 1. Januar 1937 die Beförderung zum Oberfähnrich, am 1. April 1937 zum Leutnant zur See und am 1. April 1939 die Beförderung zum Oberleutnant zur See. Am 1. Juni 1939 wurde er Flaggleutant im Stab des Führers der Torpedoboote, ab dem 1. November 1939 im Stab des Führers der Zerstörer. Ab dem 1. April 1940 diente er als Artillerie-Offizier auf dem Zerstörer Z 16 "Friedrich Eckoldt". Noch im gleichen Monat wurde er dann Adjutant der 3. Zerstörerflottille. Im Juli 1940 wechselte er dann als Kompanieoffizier in die Zerstörerstammabteilung und im September 1940 als Artillerieoffizier und 1. Wachoffizier auf den Zerstörer Z 23. Von Juni bis Oktober 1941 durchlief er die U-Bootsausbildung, in der er am 1. Oktober 1941 zum Kapitänleutnant befördert wurde. Im gleichen Monat wurde er zu 3. U-Boots-Flottille nach La Pallice versetzt. Von November 1941 bis Januar 1942 absolvierte er seinen Kommandanten-Lehrgang bei der 26. Unterseeboots-Flottille in Pillau. Anschließend wurde er zur Baubelehrung bei der 8. K.L.A. nach Hamburg kommandiert. Am 16. März 1942 stellte er U-706 in Dienst. Mit diesem Boot absolvierte er vier Feindfahrten, auf denen er drei Schiffe mit 18.650 brt versenkte. Auf seiner 5. Feindfahrt wurde U-706 am 3. August 1943 in der Biskaya nordwestlich von Kap Ortega durch Fliegerbomben versenkt. Posthum wurde er am 1. August 1943 zum Korvettenkapitän befördert.
Literatur und Quellen:
Rainer Busch / Hans-Joachim Röll: Die Deutschen
U-Boot-Kommandanten, Mittler und Sohn, 1. Auflage 1996
Walter Hildebrand / Hans H. Lohmann: Die Kriegsmarine 1939 - 1945 Band 3,
Podzun-Verlag