Zech, Werner

 

* 25. Februar 1895, Stuttgart Bad Cannstadt + 6. Oktober 1981, Stuttgart  

 

Werner Zech war der Sohn von Professor Hermann Zech und seiner Frau Luise, geborene Gugenhan. Er trat am 25. Juni 1913 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment Kaiser Friedrich, König von Preußen (7. Württembergisches) Nr.125 ein. In diesem Regiment wurde er am 11. Februar 1914 zum Fähnrich und am 7. August 1914 zum Leutnant befördert und als Kompanie-Offizier eingesetzt. Von Februar bis Mitte Juni 1915 absolvierte er eine Beobachter-Ausbildung, zuerst bei der Fliegerschule Schwerin und anschließend bei der Fliegerersatz-Abteilung 1. Im Anschluss wurde er als Beobachter bei der Feldflieger-Abteilung 12 eingesetzt. Von Juli bis Oktober 1916 war er Fokker-Kampfstaffel Großes Hauptquartier kommandiert. Es folgte der Einsatz als Jagdpilot in der Jagstaffel 14 und ab dem 7. April 1917 bei der Jagdstaffel 1. Am 10. September 1917 wurde er Führer der Jagdstaffel 31. Am 31. Mai 1918 wurde er Führer der Fliegerschule Graudenz und ab dem 16. August 1918 der Fliegerschule I. Am 10. November 1918 wurde er zum Infanterie-Regiment 125 versetzt und am 1. Dezember 1918 Bataillons-Adjutant in diesem Regiment. Nach einer Kommandierung zur Sportschule Stuttgart - Bad Cannstadt von Mai bis Juli 1919 wurde Zech Kompanie-Offizier im Reichswehr-Schützen-Regiment 25. Zuletzt war er ab dem 6. Februar 1920 Verbindungs-Offizier und Adjutant beim Beauftragten der Luftfahrt-Friedenskommission beim Wehrkreis IV und ab dem 26. Juni 1920 Verbindungs-Offizier und Adjutant beim Beauftragten der Luftfahrt-Friedenskommission beim Stab der 5. Division. Am 31. Dezember 1920 schied er schließlich mit dem Charakter als Hauptmann aus dem Militärdienst aus.
Nach dem Ausscheiden aus der Armee studierte Werner Zech Ingenieurswesen und schloss sein Studium mit Diplom ab.
Am 1. Juni 1934 trat Werner Zech als Hauptmann in die Luftwaffe ein. Nach einer Einweisung im Reichsluftfahrtministerium wurde er ab dem 19. Juni 1934 Adjutant und später Leiter der Kraftfahrzeuggruppe und Führer der 7. Kompanie der Technischen Schule Jüterbog. Ab dem 16. November 1934 fungierte er als Lehrgangsleiter und Leiter der Kraftfahrzeuggruppe der Technischen Schule Jüterbog. Am 1. Oktober 1934 folgte die Beförderung zum Major. Nach einer Kommandierung zu einem Lehrgang für reaktivierte Offiziere in Königsbrück im März 1935 wurde er am 1. April 1935 Chef der Stabs-Kompanie und Leider der Abteilung I (Kraftfahrzeuggruppe) der Technischen Schule Jüterbog. Ab dem 4. September 1935 war er zudem stellvertretender Leiter der Zweigstelle Adlerhof der Technischen Schule Jüterbog. Vom 13. Januar bis zum 11. März 1936 war er erst zur Fliegergruppe Faßberg, dann zur Fliegergruppe Neubrandenburg kommandiert, bevor er am 12. März 1936 Staffelkapitän bei der Fliegergruppe Schwäbisch Hall wurde. Am 1. Januar 1937 wurde er Kommandeur der Fliegergruppe Schwäbisch Hall und zugleich Fliegerhorst-Kommandant Schwäbisch Hall. Die Gruppe wurde im Laufe der Zeit in III. / Kampfgeschwader 155, III. / Kampfgeschwader 158 und III. / Kampfgeschwader 76 umbenannt. Am 18. Januar 1937 zum Oberstleutnant befördert, wurde Werner Zech am 1. April 1938 neben seiner Dienststellung als Gruppenkommandeur auch noch Fliegerhorst-Kommandant Wels. Am 1. April 1939 folgte die Beförderung zum Oberst. Ab dem 1. September 1939 nahm er mit seiner III. Gruppe des Kampfgeschwaders 76 an der Westfront am Zweiten Weltkrieg teil. Am 1. Dezember 1939 gab er das Kommando über seine Kampfgruppe ab und wurde Gruppenleiter und Abteilungschef im Reichsluftfahrtministerium / L. In 2. Hier wurde er am 1. April 1942 zum Generalmajor befördert. Am 17. Januar 1943 wurde er mit der Führung der 1. Flieger-Division beauftragt. Diese führte die fliegenden Verbände im Mittelabschnitt der Ostfront. Am 15. April 1943 übernahm Zech dann den Posten als Kommandeur der Luftflottentruppen der Luftflotte 6. Am 28. Mai 1943 wurde er zum Fliegerführer 3 in Kirkenes ernannt. Am 10. August 1943 wurde er dann mit der Führung der 4. Flieger-Division beauftragt. Am 22. August 1943 folgte die Versetzung in die Führerreserve des OKL. Vom 26. September 1943 bis 14. Februar 1944 war er Kommandeur der 3. Flieger-Division, bevor er erneut in die Führerreserve versetzt wurde. Ab dem 14. Juli 1944 wurde er als General der Luftwaffen-Bautruppen beim Chef des Bauwesens der Luftwaffe im Reichsluftfahrtministerium eingesetzt. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 27. Juni 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10854 - Vae – Zwe
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945, Band 3: O-Z, Biblio Verlag, Osnabrück 1993