Wößner, Eugen

 

* 18. August 1896, Villingen in Baden + unbekannt  

 

Eugen Wößner war der Sohn von Johannes und Barbara Wößner. Am 8. August 1914 trat er als Fahnenjunker in das Hohenzollernsche Fußartillerie-Regiment Nr.13 ein. Mit diesem zog er bei Beginn des Ersten Weltkrieges ins Feld. 1915 wurde er in das 4. Badische Infanterie-Regiment Prinz Wilhelm Nr. 112 versetzt und dort 1917 zum Leutnant befördert. Er wurde als Graben- und Gas-Offizier sowie als Bataillons-Adjutant eingesetzt. Am 1. April 1919 wurde er in das Reichswehr-Schützen-Bataillon 4 übernommen. Am 1. Oktober 1919 folgte die Versetzung in das Reichswehr-Schützen-Regiment 28 und am 18. September 1920 in das Reichswehr-Schützen-Regiment 113. Weitere Stationen waren ab dem 1. Januar 1921 das Infanterie-Regiment 14 und ab dem 1. Januar 1923 das Artillerie-Regiment 5. Am 22. Mai 1922 hatte er seine Frau Marta, geborene Friedrich, geheiratet. Am 1. April 1925 zum Oberleutnant befördert, folgte am 1. Oktober 1925 die Versetzung in die III. / Artillerie-Regiment 3. Am 1. Oktober 1926 kam er in den Stab der 5. Division. Gleichzeitig wurde er zur Führergehilfen-Ausbildung kommandiert. Am 1. Oktober 1927 wurde er in den Stab der 3. Division versetzt, wo er seine Führergehilfen-Ausbildung (Generalstabs-Ausbildung) fortsetzte. Am 1. Oktober 1928 wurde er zu seinem Truppenkommando in das Artillerie-Regiment 5 versetzt und in der Schallmessbatterie eingesetzt. Ab dem 1. Oktober 1930 diente er in der Fahr-Abteilung 5, einer motorisierten Versuchsbatterie. Am 1. Februar 1931 zum Rittmeister befördert, wurde Eugen Wößner am 1. Oktober 1934 Batteriechef im Artillerie-Regiment Dresden. Ab dem 15. Oktober 1935 war er Kommandeur der III. / Artillerie-Regiment 38 und, nach seiner Beförderung zum Major am 1. Januar 1936, ab dem 6. Oktober 1936 Kommandeur der I. / Artillerie-Regiment 61. Am 1. Februar 1939 wurde er zum Oberstleutnant befördert und am 16. Oktober 1939 Kommandeur des Artillerie-Regiments-Stabes z.b.V. 781. Dieser Stab führte Eisenbahn-Artillerie-Abteilungen und -Batterien. Am 20. September 1940 wurde er Stoart im Stab der Heeresgruppe A, ab dem 16. April 1941 beim Stab der Heeresgruppe Süd. Am 1. Oktober 1941 zum Oberst befördert, wurde er am 12. Januar 1942 Kommandeur des Artillerie-Regiments 10. Ab dem 27. November 1942 hatte er die Dienststellung des Artillerie-Kommandeurs 103 beim LIX. Armeekorps inne. Ab dem 19. Juli 1943 war er mit der Führung der 262. Infanterie-Division beauftragt, deren Kommandeur er am 1. Oktober 1943 wurde. Gleichzeitig wurde er zum Generalmajor befördert. Am 15. November 1943 wurde er Kommandeur der 197. Infanterie-Division. Am 1. April 1944 folgte die Beförderung zum Generalleutnant. Am 24. Juni 1944 wurde er in das Oberkommando des Heeres versetzt und dort mit der Dienststelle des Generals der Heeresflaktruppen und Inspekteur der Heeresflaktruppen betraut. Am 9. September 1944 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 10. Mai 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er am 5. Juni 1947 entlassen wurde.

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10854 - Vae – Zwe
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
F.W. Küppers: Taten und Schicksal der mittelrheinischen, rheinhessischen, saarpfälzischen 197. Infanterie-Division, Selbstverlag, Wiesbaden, 1961 (Erw. und verb. Auflage 1969)