Wittmann, Herbert

 

* 3. Januar 1914, Döllnitz / Oberfranken  

Herbert Wittmann trat am 15. April 1933 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment 21 ein und schied am 31. Dezember 1934 wieder aus dem Heeresdienst aus. Anfang 1935 kam er zur Luftwaffe und wurde am 20. April 1935 zum Leutnant befördert. Er wurde zum Kampfflieger ausgebildet und anschließed zum Kampfgeschwader 155 versetzt, wo er am 1. Juli 1935 zum Leutnant befördert wurde. Am 1. April 1938 beim Kampfgeschwader 157 zum Oberleutnant befördert, flog er anschließend bei der Legion Condor in Spanien. Am 1. April 1939 wurde er Kapitän der Stabsstaffel des Kampfgeschwaders 53 und flog mit dieser im Mai 1940 während des Westfeldzuges. Anschließend nahm er an den Angriffen gegen England teil und wurde am 11. September 1940 zum Hauptmann befördert. Ab Juni 1941 flog er über Rußland und wurde hier für seine hervorragenden Erfolge am 23. November 1941 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. U.a. hatte er 30 Transportzüge vernichtet und 2 Kanonenboote versenkt. Am 1. November 1941 war er Inspektionschef an der Luftwaffen-Kriegsschule Fürstenfeld-Bruck geworden, wo er am 1. April 1942 zum Major befördert wurde. Im Mai 1943 wurde er Kommandeur der II. / Kampfgeschwader 53 und wurde am 5. Dezember 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Nach 467 Feindflügen an der Ost- und Westfront wurde er am 11. Februar 1945 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.

Ritterkreuz (23. November 1941) Eichenlaub (11. Februar 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011