Werner, Gerhard

 

* 21. Mai 1916, Baden-Baden

+ 8. September 1944, Mon Peretsini / Epirus (gef.)

 

Gerhard Werner trat am 15. Oktober 1936 in das Gebirgsjäger-Regiment 99 ein und wurde am 1. September 1938 zum Leutnant befördert. Am 10. November 1938 wurde er zum Gebirgsjäger-Regiment 137 versetzt, am 26. August 1939 kam er schließlich zum Infanterie-Regiment 499. Als Bataillons-Adjutant nahm er am Westfeldzug teil und wurde am 1. August 1940 zum Oberleutnant befördert. Als Kompaniechef im Infanterie-Regiment 499 nahm er ab Juni 1941 am Rußlandfeldzug teil. Ende des Sommers wurde er schwer verwundet und am 10. November 1941 mit dem Verwundetenabzeichen in Gold ausgezeichnet. Nach seiner Genesung wurde er am 16. Dezember 1941 Chef der 5. / Jagdkommando 8 in der 281. Sicherungs-Division, die im Nordabschnitt der Ostfront zu Partisanenkämpfen eingesetzt wurde. Anfang 1942 wurde er mit der Kampfgruppe "Scheer" in Cholm eingeschlossen und erhielt für seinen Einsatz am 23. Februar 1942 das Ritterkreuz. Als Schwerverwundeter wurde er aus dem Kessel ausgeflogen und nach seiner Genesung am 16. Juni 1942 Chef der 3. / Hochgebirgs-Bataillon 1 und am 1. Juli 1942 zum Hauptmann befördert. Am 23. Oktober 1942 wurde er Führer des II. / Gebirgsjäger-Regiments 98 und Ende 1942 Ordonnanz-Offizier im Stab der 1. Gebirgs-Division. Im Juli 1943 führte er das I. und das II. Bataillon des Gebirgsjäger-Regiments 99. Am 16. Juli 1942 erhielt er für persönliche Tapferkeit das Deutsche Kreuz in Gold verliehen, am 1. November 1943 wurde er Führer des I. / Jäger-Regiment 734. Am 1. Mai 1944 zum Major befördert, fiel er am 8. September 1944 bei einem Einsatz gegen Tito-Partisanen an der Mecovon-Straße bei Mon Perestini in Westgriechenland. Vorher war es ihm jedoch gelungen, diese wichtige Nachschubstraße freizukämpfen, wofür er am 23. März 1945 posthum mit dem Eichenlaub ausgezeichnet wurde. Mit Wirkung zum 1. September 1944 wurde er zum Oberstleutnant befördert.

Ritterkreuz (23. Februar 1944) Eichenlaub (23. März 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011