von Wedderkop, Magnus
| * 24. April 1882, Oldenburg + 16. April 1962, Hannover |
Magnus von Wedderkop war ein Abkömmling des niedersächsischen
Adelsgeschlechts von Wedderkop. Am 18. September 1900 trat er als Fahnenjunker
in das Großherzoglich Mecklenburgische Grenadier-Regiment Nr. 89 ein, wo er am
18. April 1901 zum Fähnrich und am 27. Januar 1902 zum Leutnant befördert. 1906
wurde er Adjutant des III. Bataillons und von 1909 bis 1912 an die
Kriegsakademie kommandiert. Am 22. März 1910 zum Oberleutnant befördert, folgte
am 1. April 1913 die Kommandierung zum Großen Generalstab. Bei Ausbruch des
Ersten Weltkrieges zum Hauptmann im Generalstab befördert, wurde er am gleichen
Tag (2. August) in den Stab des Chefs des Generalstabes des Feldheeres versetzt.
Am 15. August 1916 wurde er Kompanieführer im Infanterie-Regiment 18 und am 16.
September 1916 in den Generalstab der 35. Reserve-Division versetzt. Am 10.
Februar 1917 kehrte er in den Stab des Chefs des Generalstabes des Feldheeres
zurück und wurde am 1. Juli 1919 in den Großen Generalstab versetzt. Am 1.
Oktober 1919 ins Reichswehr-Ministerium übernommen, wurde er am 15. April 1921
Kompaniechef im Infanterie-Regiment 17. Am 1. Oktober 1922 folgte seine Versetzung
in den Generalstab des Infanterieführers I und am 1. März 1923 die Beförderung
zum Major. Am 1. Februar 1926 wurde er Kommandeur des I. / Infanterie-Regiment 4
und am 1. Februar 1928 zum Oberstleutnant befördert. Daraufhin wurde er am 14.
November 1928 wieder ins Reichswehr-Ministerium versetzt und am 1. Oktober 1929
in den Stab des Ia des Gruppenkommandos I versetzt. Am 1. November 1930 zum
Kommandanten von Küstrin ernannt und am 1. Dezember 1930 zum Oberst befördert,
wurde Magnus von Wedderkop am 30. September 1932 mit dem Charakter als
Generalmajor aus dem Militärdienst verabschiedet.
Am 1. Oktober 1933 wurde von Wedderkop als E-Offizier * Kommandeur des
Wehr-Bezirks-Kommandos Hamburg II und am 1. Mai 1936 Inspekteur der
Wehr-Ersatz-Inspektion Hamburg. Am 1. Oktober 1937 wurde er zum Generalmajor
befördert und in das aktive Offizierskorps übernommen. Am 1. November 1939 wurde
ihm der Charakter als Generalleutnant verliehen und am 1. Februar 1941 das
dazugehörige Patent verliehen. Am 1. Mai 1942 in die Führerreserve versetzt,
wurde er am 31. Juli 1942 aus dem Militärdienst entlassen.
*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG
109/10854 - Vae – Zwe
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin,
Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte,
Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad
Nauheim, Podzun 1953