Weber, Otto

 

* 18. September 1892, Altenkirchen im Westerwald

+ unbekannt

 

 

Otto Weber war der Sohn des Bürgermeisters Michael Weber. Am 1. August 1911 trat er als Fahnenjunker in das 7. Rheinische Infanterie-Regiment Nr. 69 ein. Hier wurde er am 18. April 1912 zum Fähnrich und, nach dem Besuch der Kriegsschule Potsdam, am 27. Januar 1913 zum Leutnant befördert. Ab dem 29. Juli 1914 war er Zugführer bei der 9. Kompanie des 7. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 69. Am 26. September 1914 wurde er an der Front verwundet und im Dezember 1914 Adjutant des II. Bataillons des Reserve-Infanterie-Regiments 257 und 1916 Regiments-Adjutant. 1917 wurde er Ordonnanz-Offizier, dann Ib im Stab der 77. Reserve-Division. Am 18. April 1918 zum Oberleutnant befördert, wurde er Mitte 1918 Ordonnanz-Offizier Ordonnanz-Offizier bei der 239. Infanterie-Division. Nach Kriegsende wurde Otto Weber 1. Ordonnanz-Offizier im Stab des Freikorps Schlesien und am 1. Oktober 1919 Ordonnanz-Offizier beim Infanterieführer 6. Am 1. Januar 1921 wurde er Adjutant des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 8. Am 22. April 1922 heiratete er Martha Sonnenburg. Am 1. Juni 1926 wurde Otto Weber Kompaniechef der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 8. Auf die Beförderung zum Hauptmann am 1. August 1926 folgte am 1. April 1932 die Versetzung zum Reiter-Regiment 4 und die Kommandierung als Adjutant zur Kommandantur des Truppenübungsplatzes Zossen. Am 29. März 1932 hatte er Margarethe Mende geheiratet, nachdem seine erste Frau am 28. November 1926 verstorben war. Am 1. August 1934 zum Major befördert, wurde Otto Weber am 1. März 1935 Bataillons-Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 30. Am 16. März 1937 folgte mit Wirkung zum 1. März 1937 die Beförderung zum Oberstleutnant. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges übernahm Weber am 1. September 1939 das Kommando über das Infanterie-Ersatz-Regiment 62. Am 30. Januar 1940 folgte die Beförderung zum Oberst und am 1. Dezember 1940 die Ernennung zum Kommandeur des Grenadier-Regiments 232 der 102. Infanterie-Division. Mit seinem Regiment kämpfte er ab Juni 1941 in Rußland. Am 17. Februar 1943 wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. In Rußland  wurde er am 10. Juni 1943 Kommandeur der Armee-Waffenschule der 17. Armee. Am 1. August 1943 zum Generalmajor befördert, war er von Oktober bis Dezember 1943 Kampfkommandant der Landenge von Perekop. Anschließend übernahm er wieder das Kommando über die Armee-Waffenschule. Bei Kriegsende geriet er mit der gesamten Waffenschule bei Pisseck in amerikanische Gefangenschaft, wurde dann aber am 19. Mai 1945 an die Russen ausgeliefert und blieb bis 1955 in Gefangenschaft.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10854 - Vae – Zwe
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953