von Treschkow, Hans-Udo

 

* 25. Juni 1893, Wohlau in Schlesien

+ 5. Januar 1955, Bückeburg

 

 

Hans-Udo von Treschkow trat am 1. April 1912 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Nach seiner Grundausbildung absolvierte er seine Bordausbildung auf dem Großen Kreuzer SMS Hertha. Ab dem 1. April 1913 besuchte er die Marineschule Mürwik, wo er am 12. April 1913 zum Fähnrich zur See befördert wurde. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er am 4. August 1914 auf den Großen Kreuzer SMS Freya versetzt. Am 28. August 1914 folgte seine Versetzung auf den Großen Kreuzer SMS Friedrich Carl und am 28. November 1914 auf den Großen Kreuzer SMS Fürst Bismarck. Am 24. Dezember 1914 kam er schließlich auf das Linienschiff SMS Deutschland. Mit ihm nahm Hans-Udo von Treschkow u.a. 1916 an der Skagerrakschlacht teil. Am 22. März 1915 wurde er zum Leutnant zur See befördert. Am 10. Juni 1917 wurde von Treschkow in die Unterseeflottille Mittelmeer versetzt und als Wachoffizier auf dem Unterseeboot SM UB 48 eingesetzt. Am 25. Dezember 1917 folgte seine Beförderung zum Oberleutnant. Am 22. Juni 1918 wurde er in Spanien interniert. Bei Kriegsende kehrte er nach Deutschland zurück und wurde z.Vfg. des Chefs der Admiralität gestellt.  Zwischen dem 1. Juli 1919 und dem 20. März 1920 war er Wachoffizier auf dem Kreuzer Regensburg und kam dann zum Schiffsstamm des Kreuzers Medusa. Ab dem 17. Juli 1920 tat er als Wachoffizier Dienst auf dem Kreuzer Medusa. Am 22. März 1922 wurde er an die Marineschule Mürwik versetzt und dort als Gruppenoffizier und Kompanieführer eingesetzt. Am 1. Oktober 1923 wurde er zum Kapitänleutnant befördert und am 15. Oktober 1924 als Kompanieführer in die II. Abteilung der Schiffsstammdivision der Ostsee versetzt. Am 20. Juli 1926 wurde von Treschkow Kommandant des Artillerieschulbootes Drache. Am 1. Oktober 1928 folgte seine Versetzung als 2. Artillerieoffizier auf das Linienschiff Schlesien. Ab dem 8. Januar 1930 diente er als Artillerieoffizier auf dem Kreuzer Emden, auf dem er am 1. September 1931 zum Korvettenkapitän befördert wurde. Ab dem 25. September 1932 war er Kommandeur der II. Marine-Artillerie-Abteilung und ab dem 17. Juli 1935 Stabsoffizier beim Stabe der Marinedepotinspektion. Am 1. Oktober 1935 wurde die Marinedepotinspektion zur Inspektion der Marineartilleriezeugämter umbenannt, von Treschkow blieb auch weiterhin Stabsoffizier beim Stab. Am 1. April 1936 zum Fregattenkapitän befördert, wurde von Treschkow am 29. September 1936 zum Kommandanten der Befestigungen der Emsmündung ernannt und am 1. Oktober 1937 zum Kapitän zur See befördert. Ab dem 4. Oktober 1937 war er Direktor des Artillerieressorts bei der Marinewerft (ab 12. November 1938 Kriegsmarinewerft) Wilhelmshaven. Ab dem 13. August 1942 war er Kommandant der Seeverteidigung Seine-Somme. Am 1. November 1942 folgte seine Beförderung zum Konteradmiral. Am 12. September 1944 geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er am 13. Januar 1947 entlassen wurde. 

 

Literatur und Quellen:

Dermont Bradley, Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutrschlands Admirale 1849 - 1945: Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur-, Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang, Band 3: P-/. Biblio-Verlag, Osnabrück
Oberkommando der Kriegsmarine / Personalamt: Rangliste der Deutschen Kriegsmarine 1938, nach dem Stand vom 1. November 1938, Mittler & Sohn, Berlin
Oberkommando der Kriegsmarine / Personalamt: Rangliste der Deutschen Kriegsmarine 1935, nach dem Stand vom 1. November 1935, Mittler & Sohn, Berlin
Oberkommando der Kriegsmarine / Personalamt: Rangliste der Deutschen Kriegsmarine 1937, nach dem Stand vom 1. November 1937, Mittler & Sohn, Berlin
Oberkommando der Kriegsmarine / Personalamt: Rangliste der Deutschen Kriegsmarine 1944, nach dem Stand vom 1. November 1944, Mittler & Sohn, Berlin