Tismer, Friedrich

 

* 21. November 1865, Güstebise, Provinz Brandenburg

† 27. März 1937, Berlin

 

Friedrich Tismer trat am 4. April 1886 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 1. Rheinisches Pionier-Bataillon Nr. 8. Bei diesem wurde er dann nach dem Besuch der Kriegsschule am 17. September 1887 zum Sekondeleutnant befördert. Als solcher wurde er dann als Kompanieoffizier im 1. Rheinisches Pionier-Bataillon Nr. 8 eingesetzt. Am 1. April 1890 wurde er dann zum 1. Lothringisches Pionier-Bataillon Nr. 16 versetzt. Auch dort wurde er wieder als Kompanieoffizier eingesetzt. Am 12. September 1894 wurde er dann zum Premierleutnant befördert. Als solcher wurde er am 18. August 1895 zur III. Ingenieurs-Inspektion versetzt. Von dort wurde er zur Fortifikation in Metz kommandiert. Am 10. Dezember 1897 wurde er dann zum III. See-Bataillon versetzt. Am 8. Oktober 1898 wurde er mit Wirkung vom 1. November 1898 zum 1. Rheinisches Pionier-Bataillon Nr. 8 versetzt. Dadurch kam er jetzt nach fast acht Jahren wieder zu seinem Heimatbataillon zurück. 1899 wurde sein Dienstgrad dann zum Oberleutnant umbenannt. Am 27. Januar 1900 wurde er dann zum Adjutant der 3. Pionier-Inspektion ernannt. Am 18. August 1900 wurde er dann zum Seminar für Orientalische Sprachen in Berlin kommandiert. Am 1. Oktober 1900 wurde er dann zum Ostasiatisches Pionier-Bataillon versetzt. Mit diesem Kontingent nahm er dann an der Niederschlagung des Boxeraufstandes in China teil. Am 27. Januar 1901 wurde er zum Hauptmann befördert. Am 16. Juni 1901 wurde er dann zur Verfügung der Ostasiatischen Besatzungs-Brigade gestellt. Am 9. Juni 1902 gehörte er dann zur Ostasiatische Pionier-Kompanie. Am 10. November 1903 wurde er dann wieder in das 1. Rheinisches Pionier-Bataillon Nr. 8 übernommen. Am 24. April 1904 wurde er dann als Kompaniechef zum Samländisches Pionier-Bataillon Nr. 18 versetzt. Nach fast dreieinhalb Jahren in dieser Position wurde er am 17. Oktober 1907 zum Adjutant der I. Ingenieur-Inspektion ernannt. Am 21. Februar 1911 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er dann spätestens 1914 zum Kommandeur vom Pommersches Pionier-Bataillon Nr. 2 in Stettin ernannt. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde er dann weiter als Kommandeur des Pommersches Pionier-Bataillon Nr. 2 eingesetzt. Mit diesem kam er dann zuerst an der Westfront zum Einsatz. Am 27. Januar 1916 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er am 16. Januar 1917 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment Nr. 460 ernannt. Am 15. Juli 1918 wurde er zum Oberst befördert. Am 7. November 1918 meldete er sich krank. Ab Mitte November 1918 gehörte er dann zum Stab des stellv. VIII. Armeekorps. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern und beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann am 1. Oktober 1919 als Oberst in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er jetzt als Höherer Pionieroffizier dem Stab vom Reichswehr-Gruppenkommando 1 in Berlin zugeteilt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er dann als Regimentskommandeur der Pioniere bei diesem Stab bezeichnet. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er weiter beim Stab vom Gruppenkommando 1 in Berlin eingesetzt. Dabei wurde er am 1. April 1922 zum Generalmajor befördert. Am 31. Januar 1923 wurde er aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet. Noch vor Beginn des 2. Weltkrieges ist er ledig gestorben.