Stephan, Eberhard

 

* 17. Juli 1910, Eichholz + 22. Oktober 2008, Herrsching am Ammersee StephanE-1.jpg (10520 Byte)

1929 trat Eberhard Stephan in das Infanterie-Regiment 10 ein und wurde dort bei der sMG-Kompanie verwendet. 1933 besuchte er die Kavallerie-Schule in Hannover und 1934 wurde er in die Offizierslaufbahn übernommen. 1935 besuchte er die Kriegsschule in Dresden und 1938 wurde er Reiter-Zugführer im Infanterie-Regiment 52. Nach dem Polenfeldzug nahm Eberhard Stephan als Reiterzugführer und anschließend als Kompanie-Chef der 9. Kompanie des Infanterie-Regiments 103 am Frankreichfeldzug teil. Bei der Umgliederung der 4. Infanterie-Division in die 14. Panzer-Division wurde er Kompanie-Chef der 2. Kompanie des Kradschützen-Bataillons 64. Es folgten der Feldzug in Jugoslawien und der Überfall auf Rußland am 22. Juni 1941. Nach der Teilnahme an der Kesselschlacht bei Kiew und Charkow wurde Eberhard Stephan 1942 Regimentsführer des Panzer-Grenadier-Regiments 108 und kämpfte mit diesem in Stalingrad. Im Dezember wurde er bei den Kämpfen schwer verwundet und aus dem Kessel ausgeflogen. Es folgte ein Lazarettaufenthalt bis Mai 1943. Am 5. Juni 1943 wurde er Kommandeur der Panzeraufklärungs-Abteilung 5, mit der er an der Schlacht um Kursk teilnahm. Es folgten die Rückzugskämpfe bis westlich des Dnjepr und dem Prittjet-Gebiet. Im Januar 1944 wurde Stephan erneut schwer verwundet und ab Mai 1944 in die Führer-Reserve West versetzt. Ab Juni wurde er Kommandeur der Panzer-Aufklärungs-Abteilung 116 an der Invasionsfront. Mit dieser Einheit machte Stephan die Kämpfe um die Normandie und den Rückzug bis nach Aachen mit. Es folgten die schweren Kämpfe um den Hürtgenwald und um die Stadt Arnheim nach der britischen Luftlandung. Bei Beginn der Ardennen-Offensive war Stephan Kommandeur der Voraus-Abteilung der 5. Armee und stieß bis Diant vor. Ende Dezember wurde er zum dritten mal schwer verwundet und lag bis März 1945 im Lazarett. Für seine Leistungen erhielt er am 12. Januar 1945 das Ritterkreuz verliehen. Anschließend wurde er Kommandeur des Panzergrenadier-Regiments 60 und kämpfte im Reichswald und später im Ruhrkessel. Bei Kriegsende kam Oberstleutnant Stephan in amerikanische Gefangenschaft.

Ritterkreuz (12. Januar 1945)

(Angaben von Matthias Robert)